
Eigenschaften von klassischen Gütern
Bitcoins seien ein reines Spekulationsobjekt, hat neulich jemand – auf einen Beitrag von mir reagierend – behauptet. Spielgeld also. Nicht relevanter als Monopoly-Geld. Nur, das sich Leute davon Gewinn erhoffen.
Bevor ich erkläre, warum ich mich (aus gänzlich anderen Gründen) mit Bitcoins (und anderen Digi-Währungen) beschäftige, will ich diese Behauptung mal grundsätzlich ökonomisch (und Ergebnis-offen) untersuchen. Mir ist auf Anhieb kein anderes Ding eingefallen ist, dass nur zu Spekulationszwecken existiert und mit dem ich Bitcoins vergleichen könnte. Außer vielleicht Kasino-Jetons, aber die gibt es nur in einem kontrollierten Umgebung und werden nicht an Börsen gehandelt. Passen also schlecht als Vergleich.
Deshalb muss ich ein wenig weiter ausholen und betrachten, welche Funktionen (reale und virtuelle) Güter für uns haben, sodass wir nach ihnen streben. Klassische Güter haben Ernährungs-, Informations-, Nutzungs-(1), Produktions-(2), Unterhaltungs- und Schönheitsfunktionen. Einiges dient dem reinen menschlichen Überleben, anderes der menschlichen Weiter-Entwicklung und anderes vor allem dazu, damit unser unausgelastetes Hirn sich besser fühlt.
Recht früh wurden Geld und Geld-ähnliche Dinge erfunden, um Funktionen abzudecken, Den Rest des Eintrags lesen. »
Wie neugierig bist du? Ein Test (aber auch eine Warnung: Du kannst enttäuscht werden!):

Bitcoins sind IN. Jedenfalls in Techniker-Kreisen und zunehmend auch in der Finanzwirtschaft. Einige (mich eingeschlossen) sehen in Bitcoins (und den dahinter stehenden Technologien) eine Entwicklung, die ähnlich wie das Internet und das Handy eine massive Veränderung unserer Gesellschaft und Wirtschaftsbeziehungen mit sich bringen wird. Es gibt sogar Menschen, die behaupten, mit Bitcoin würden (fast) alle Übel der Welt beseitigt und dann wird alles gut („Bitcoin Enthusiasten“).

Der Name „Peter Turi“ hatte für mich bisher einen guten Klang. Journalist, digitaler Vorreiter. Nicht, dass ich sehr viel von ihm gelesen habe, und natürlich habe ich ihm nicht immer zugestimmt. Aber was ich empfohlen bekommen hatte, klang meist vernünftig und durchdacht. Bis heute.
Was heißt eigentlich „Kaufen“?