Artikel getaggt mit Bitcoin

Was ist der reale Wert von Bitcoin?

Entwicklung des Bitcoin-Kurs in den letzten Jahren
Entwicklung des Bitcoin-Kurs in den letzten Jahren

In meinem Artikel The State of Bitcoin habe ich beschrieben, dass es für die Weiterentwicklung von Bitcoin wichtig sei, wenn der Kurs stabiler wäre (weniger stark schwanken würde). Helfen – so schreib ich dort auch – würde, wenn man besser einschätzen könnte, was der Bitcoin denn wirklich wert ist. Doch das ist – wie bei allen Währungen – schwierig. Denn eine Währung dient nur als Mittel zum Austausch von Waren – hat also immer nur einen relativen, fast keinen absoluten Wert1. Genauso Bitcoin (für Neulinge im Thema: Was ist Bitcoin?).

Dennoch unterscheidet sich Bitcoin in einem Aspekt von traditionellen Währungen. Denn neben dem Erwerb durch Kauf kann man Bitcoin auch noch auf einem anderen Weg bekommen: Nämlich als Belohnung für die Bestätigung von Bitcoin Transaktionen (“Mining”). Das stellt jeden potentiellen Investor vor eine ganz klassische BWL-Entscheidung: Make or Buy?

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  1. Wenn man den reinen Materialwert von Münzen und Gelscheinen vernachlässigt, den nah Null liegt.[↩zurück ↩]

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The State of Bitcoin

Non-Bitcoin Wallet

Nein, er ist immer noch nicht kaputt gegangen. Trotz aller Prophezeihungen von Börsengurus und Massenmedien, Zukunftsforschern und Publizisten. Nach diesen professionellen Wahrsagern dürfte es ihn schon lange nicht mehr geben, den Bitcoin.1 Beziehungsweise die rund 18.417.908 Bitcoin, die derzeit im Umlauf sind (heute Abend dann schon wieder etwas mehr).

Derzeit bezahlt man für einen Bitcoin etwas über 8.000 Euro. Das ist weniger als die Hälfte von dem, was man auf dem Höhepunkt des Hypes 2017 für ihn zahlen mußte – aber auch ungefähr 10x so viel wie er kostete, als ich vor rund fünf Jahren anfing, mich mit Blockchains und Kryptowährungen zu beschäftigen.

Also von einem “Hype” kann man bei Bitcoin jetzt ehrlich nicht mehr sprechen. Oder es wäre der längste Hype in der Geschichte der Hypes (wenn man mal vom Internet-Hype absieht, schließlich ist ja immer noch nicht klar, ob sich diese seltsame Technologie in der CDU jemals durchsetzen wird).

Auch technisch ist die Bitcoin Blockchain auch im Jahr 11 ihrer Existenz weiterhin stabil und ohne Unterbrechung funktional (das können weder die Banken noch Unternehmen, noch manch andere Kryptowährung von sich behautpten) und der Energieverbrauch der Bitcoin Blockchain dürfte sich in der letzten vier Jahren ungefähr halbiert haben (was praktisch keine andere Industrie – und schon gar nicht die Bankenbranche – von sich behaupten kann). Jedenfalls ist die entsprechende Kritik am angeblich zu hohen Energieverbrauch von Bitcoin vollständig verstummt. Und der Energieverbrauch wird weiter sinken.

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  1. Bitcoin has died 381 times. Totgeschrieben seit 2010 – jeweils mit dem damals aktuellen Kurs.[↩zurück ↩]

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Eine Branche verdoppelt die Energieeffizienz alle 4 Jahre – (wie) geht das?

Verbesserung der Energie-Effizienz alle 4 Jahre

Die Klimadebatte tobt. Konservative Politiker diskutieren – hierzulande von CDU und SPD, aber auch im Ausland – vor allem, was man NICHT tun darf, um bloß die Großkonzerne nicht zu belasten, die ständig mit ihrer Abwanderung drohen. Währenddessen macht eine Industrie vor, wie es geht. Und das ist genau jene Industrie, die vor kurzem noch von unwissenden Journalisten, Managern und Politikern dafür gescholten wurde, wie unmöglich viel Energie sie angeblich verbrauchen würde.

Ich hatte bereits damals gezeigt, dass der Energieverbrauch – verglichen mit anderen Industrien – keineswegs unverhältnismäßig ist. Und am Ende auch schon darauf hingewiesen, dass es hier einen Mechanismus gibt, der mittel- und langfristig zu einem drastisch sinkenden Energieverbrauch führen wird – eine systematische Halbierung etwa alle vier Jahre. Diesen Mechanismus möchte ich hier beschreiben – und seine Lehren für die Wirtschaftspolitik.

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Projekt Cer(be)rus: Raspberry Pi für Krypto-Coin-Wallets

RaspBerry Pi

Mein Raspberry Pi

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.

Aus China

Inzwischen verfüge ich über eine kleine Sammlung von verschiedenen Krypto-Währungen(2). Denn um etwas zu verstehen, führt der schnellste (wenn auch manchmal mühsame) Weg zur Erkenntnis darüber es selbst zu tun / anzuwenden.

Diese Coins nur über die Börsen (Exchanges), auf denen ich sie erworben habe, zu verwalten (1), ist aus zwei Gründen nicht wirklich sinnvoll:

  1. Sind diese Börsen meist (mehr oder weniger vertrauenswürdige) Unternehmen außerhalb des EU Rechtsraumes. Wenn ich bei diesen Unternehmen (den Zugriff auf) meine Coins – durch Hacking, technischen Defekt, Betrug oder Konkurs – verliere, wird sie mir niemand erstatten. Selbst wenn die Verantwortlichen geschnappt würden: Ich habe weder Geld, Zeit noch Lust einen Prozess am anderen Ende der Welt zu führen.
  2. Sie nur über diese Börsen zu verwalten (oder nur mit ihnen zu traden) führt zu keinerlei tieferem Verständnis der dahinter liegenden Technologien.

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Kleine Blasologie (über Blasen und ihre Unterarten)

Gedruckte US Dollars seit 1918.

Erschreckend, diese Bitcoion-Blase? Dieses Bild stellt allerdings die Entwicklung die Menge an gedruckten US-Dollar Noten dar. Eine Währung (wie der Euro oder die D-Mark – und Bitcoin) ohne realen Gegenwert.

Jetzt ist ja wieder “Unwort”-Zeit. die Zeit, in der Das Unwort des Jahres 2017 gewählt wird. Für mich persönlich ist “Blase” das Unwort des Jahres 2017.

  • Bitcoin sei eine Blase hieß es – als der Bitcoin-Kurs zum erstem Mal über 2.000 Euro stieg und sich damit gegenüber dem Jahresanfang mehr als verdoppelt hatte.
  • Bitcoin sei eine Blase und der Kurs werde bald abstürzen, hieß es, als der Kurs dann 4,5 Monate später über 3.000 Euro stieg.
  • Bitcoin sei eine Blase und der Kurs werde bald abstürzen, hieß es, als der Kurs dann 2 Wochen später über 4.000 Euro stieg.
  • Bitcoin sei eine Blase und der Kurs werde bald abstürzen, hieß es, als der Kurs dann 6 Wochen später über 5.000 Euro stieg.
  • Bitcoin sei eine Blase und der Kurs werde bald abstürzen, hieß es, als der Kurs dann 1,5 Wochen später über 6.000 Euro stieg.
  • Bitcoin sei eine Blase und der Kurs werde bald abstürzen, hieß es, als der Kurs dann 18 Tage später über 7.000 Euro stieg.
  • Bitcoin sei eine Blase und der Kurs werde bald abstürzen, hieß es, als der Kurs dann 7 Tage später über 8.000 Euro stieg.
  • Bitcoin sei eine Blase und der Kurs werde bald abstürzen, hieß es, als der Kurs dann 4 Tage später über 9.000 Euro stieg.
  • Bitcoin sei eine Blase, hieß es, als der Kurs dann 4 Tage später über 10.000 Euro stieg. Danach kamen die Blasenseher gar nicht mehr schnell genug hinterher, die “Blase” zu beschwören, so schnell stieg der Kurs auf 14.000 Euro, wo er ein paar Wochen herum pendelt, ohne sich darum zu scheren, auch nur – wie es sich gehören würde – Anzeichen eines Absturzes zu zeigen.

Update Anfang März 2018: Nach einem drastischen Absturz des Kurses Ende Januar / Februar auf fast 5.000 Euro (“Jetzt platzt die Blase” – riefen viele) inzwischen ist er bei 9.000 Euro. Also immer noch ungefähr neun mal so viel wert wie vor einem Jahr. Prozentual war das keineswegs der heftigste Ansturz in der Geschichte von Bitcoin. Und eine normale Erholung.

Update Juni 2019: Nachdem der Bitcoin zwischenzeitlich mal bei 3.500 Euro lag, hat er sich inzwischen schon wieder auf fast 10.000 Euro gemausert. Auch das halte ich für überhöht, aber trotzdem gilt das was ich unten geschrieben habe weiter.

Und um es vorweg zu nehmen: Ja, ich bin durchaus der Meinung, dass der Bitcoin-Kurs inzwischen (Stand Dezember 2017) höher ist, als ich es rational begründen könnte (meine konservative Vorhersage war Ende 2016: 1.000- 2.000 €/Bitcoin für Ende 2017). Denn im Vergleich zu dem Kursverhalten noch vor einem Jahr zeigt sich der Bitcoin-Kurs jetzt ziemlich uneleastisch gegenüber den Branchen-Nachrichten. Noch vor einem Jahr haben News von Hacks und technischen Problemen regelmäßig einen Kurssturz zwischen 30-40% ausgelöst. Heute sackt der Kurs bei solchen Nachrichten höchstens Mal um 10-20%, obwohl Bitcoin aufgrund langer Transakationsdauer (Update März 2018: gelöst) und hoher Transaktiongebühren (Update März 2018: gelöst) seine Anwendung als Zahlungsmittel zumindest temporär fast vollständig eingebüst hat. Und das eine Änderung dieses Zustandes eher Monate als Tage dauern wird, scheint aktuelle Neu-Investoren kaum zu beeindrucken.

Kurz: Ja, man könnte die Höhe des derzeitigen Bitcoin Kurses als eine Blase bezeichnen.

Das Problem daran  (und warum ich das Wort “Blase” als Unwort des Jahres 2017 sehe), ist, das das Wort “Blase” im letzten Jahr so inflationär gebraucht wurde, dass es praktisch jede Aussagekraft verloren hat. Wenn ein Kurs von 2.000 Euro pro Bitcoin schon eine Blase war, was ist denn das, was wir danach gesehen haben? Schlimmer noch: Diese “Bitcoin Blase” von denen herbei geredet worden ist, die vor ihr warnen wollten. Siehe oben. Warum?

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Three Laws of Bitcoin

Bitcoin? No, dollar printing.There is a lot of nonsense told about bitcoin recently. I would like to suggest this Three Laws of Bitcoin to limit the distribution of false and irritating information:

 

  • If you don’t understand Bitcoin – you don’t talk about Bitcoin.
  • If you don’t want to advertise Bitcoin – you don’t talk about Bitcoin.
  • If you believe in a monetary system based on debt & inflation – you don’t call Bitcoin a “bubble”.

 

 

Reasons:

 

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Geldsystem, Bitcoin & Energieverbrauch

Antminer

So klein und doch so hungrig: Antminer

Manche Probleme lösen sich von selbst:

Die Times in London sagte im Jahr 1894 voraus, dass bis 1950 die Strassen mit einer 3 Meter hohen Mistschicht bedeckt sein würden, ein Kolumnist in New York, dass die Pferdeäpfel im Jahr 1930 bis zum 3. Stock der neuen Wolkenkratzer reichen würden. Riesige Flächen außerhalb der Städte wurden für die Endlagerung der ungeheuren Mistmengen benötigt.

Im Jahr 1898 fand in New York eine internationale Konferenz zum Thema statt, die bereits nach 3 Tagen ergebnislos abgebrochen wurde.

Quelle: Vorkriegs-Peugeot.de

Und dann kam das Automobil. Und brachte neue Probleme mit sich.

Derzeit macht sich so ein neues Problem in der Presse breit. Das “Bitcoin braucht zu viel Strom”-Thema.

Ausgelöst durch eine Veröffentlichung von Digiconomist, begannen seriöse wie unseriöse Publikationen die dort veröffentlichten Zahlen unhinterfragt zu kopieren und damit vor allem die Meinung von Menschen zu beeinflussen, die sich bisher höchstens oberflächlich, meist aber gar nicht mit dem Thema Kryptowährungen auseinander gesetzt hatten.

1.) Die Zahlen

Ich will nicht bestreiten, dass der Energieverbrauch der Bestätigung von Bitcoin Transaktionen (zu) groß ist. Aber ich will im Folgenden mit sauberen Zahlen agieren, daher gehe ich trotzdem auf diesen Punkt ein. Und wir werden sehen, dass es einen erheblichen Unterschied macht, welcher Schätzung wir glauben.

Hier eine Aufstellung verschiedener Veröffentlichungen in letzter Zeit:

TWh = Terawattstunden

 Digiconomist
(14.12.2017)
Manager Magazin
(7.12.2017)
F.A.Z.
(8.11.2017)
BitcoinBlog.de
(7.12.2017)
Bloomberg
(7.12.2017)
pro Jahr  33,18 TWh  32,4  TWh  25,76 TWh  8,7  TWh  8.27 TWh
 pro Transaktion   237.00 KWh  –  30 Euro  –  –
 Vergleich “Denmark”  “Dänemark”  “Nigeria” 0,5% des chinesischen oder
0,7% des US-Stromverbrauchs
Geldherstellung,
Goldmining (s.u.)
 Quelle:  eigene Recherche  Digiconomist  Digiconomist  eigene Recherche eigene Recherche

Je nachdem welcher Recherche man nun glaubt, kann sich der jährliche Verbrauch schon mal bis zu vervierfachen. Das gerade Medien wie Manager Magazin und F.A.Z. unhinterfragt die Daten einer einzigen Quelle weiterverbreiten, ist schon traurig. Ein Grund mehr, bei solchen Informationen kritisch zu sein.

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Bitcoin als Investition?

 

Zuerst veröffentlicht am 6.September 2017 als “Bitcoin as an Investment” in Englisch auf Medium.

Übersetzung von Richard Blöß (communication in real) (YouTube Channel) für seine Bitcoin-Seminare. Vielen Dank!

 

Bitcoin Kurshistorie bis 1.12.2017 (Quelle: finanzen.net)

Bitcoin Kurshistorie bis 1.12.2017 (Quelle: finanzen.net)

Der Wechselkurs des Bitcoins ist im letzten Jahr um mehr als 1.000% 1900% gestiegen, derzeit notiert ein Bitcoin um die 8.000 9.000 15.000 €. Jetzt behaupten einige, dass Bitcoin eine Blase ist, andere haben dies genauso vorausgesagt.

Im Moment werde ich oft gefragt, ob man in Bitcoin (was ist das überhaupt?) investieren sollte. Und damit ich es nicht ständig wiederholen muss, schreibe ich hier einfach meine Antworten auf.

Ist es sinnvoll in Bitcoin zu investieren?

Es gibt keine Garantie, dass der Bitcoin (oder andere Kryptowährungen) im Wert steigt. Wenn jemand versucht etwas Anderes zu erzählen, versteht er das Thema nicht oder versucht, Sie zu täuschen. Der Wert von Bitcoin wird rein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Fällt die Nachfrage, könnte ihr Wert auf null sinken. Jeder sollte sich dieses Risikos bewusst sein. Die Investition in Bitcoin ist eine Wette; genau wie viele andere Geld-Anlagen, beispielsweise der Kauf von gängigen Fremdwährungen.

Aber es ist die begründete Wette darauf, dass die Zukunft der Währungen Kryptowährungen sind und dass die Blockchaintechnologie das Finanz-und Bankwesen ähnlich verändern wird wie das Internet die Kommunikation und den Zugang zu Informationen.

Die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs von Bitcoin ist aus folgenden Gründen hoch:

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Wie wirkliche (& gefälschte) Nachrichten den Preis von Bitcoin beeinflussen

Shea The ‘Stache Newkirk

Shea “The ‘Stache” Newkirk

Gastbeitrag von The’ Stache

Während ich hier sitze und meinen Schnurrbart zwirbele wie ein schlechter Superschurke, der plant Bitcoin den Stecker zu ziehen, haben mich neue Ereignisse daran erinnert, dass es tatsächliche Leute da draußen gibt, die versuchen, genau das zu tun. Lassen Sie uns hier ehrlich sein und den Elefanten im Raum benennen: Nachrichten und besonders gefälschte Nachrichten sind die Ursache für die meisten kurzfristigen Kurschwankungen der Kryptowährungen. Der Stache wird für Sie darlegen welche Nachrichten (echte & gefälschte) wie und warum den Preis von Bitcoin & andere Krypto-Währungen beeinflussen.

The True, The Fake & The Ugly

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Das Jammern der Banker

Bundesbank-Chef Weidmann: Bitcoin erhöht Gefahr von Bankenpleiten

Screenshort von Finanzen.net – ein “Finanzinformationsdienst”, der völlig unkritisch den Unsinn von Bundesbank-Chef Jens Weidmann weiterverbreitet.

Wenn ein Geschäftsmann zur Bank kommt und einen Kredit will, um seine Insolvenz abzuwenden, nachdem ihn ein Konkurrent mit einer technischen Innovation ausgestochen hat, dann wird er in vielen Fällen kein Geld von seiner Bank mehr bekommen. Weil er für nicht mehr Konkurrenzfähig gehalten wird. Die Verdrängung von nicht konkurrenzfähigen Unternehmen vom Markt durch innovativere und günstiger produzierende Unternehmen ist der Kern unseres Wirtschaftssystem und nennt sich Marktwirtschaft oder auch Kapitalismus.

Die Banken sind in der Regel die heftigsten Vertreter dieses Wirtschaftssystems und drängen ständig darauf, dass der Staat möglichst wenig steuernd in die Funktion des Marktes eingreifen soll (außer es geht um ihre eigene Rettung). Auch 90% der deutschen Wähler und Wählerinnen stimmen für Parteien, die die Marktwirtschaft für das beste System halten. Voran marschieren Markt-radikale Parteien wie FDP und AfD, doch auch CDU, SPD, Grüne und Piraten halten dieses System grundsätzlich für gut. Lediglich in der Linken finden sich ein paar vereinzelte Stimmen, die sich für ein anderes Wirtschaftssystem aussprechen.

Innovation ist der Kern dieses Systems: Die CD hat die Schallplatte (fast) verdrängt, die DVD hat die VHS Videokassetten überflüssig gemacht, Online Streaming erspart uns heute den früher üblichen Weg zur Videothek. Jede technische Innovation erhöht die Gefahr von Pleiten in den alten Industrien – das wird von Wirtschaftswissenschaftlern, Banken und Politik als notwendig und heilbringend gepredigt. Derzeit feiern Journalisten, Politiker, Konzerne und Banken die “Digitalisierung” und fordern die Wirtschaft auf, auf diese Welle von Innovationen auf zu springen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und damit ihr Überleben zu sichern. Marktforschung wird durch “Big Data” digitalisiert, die menschliche Arbeit wird durch Robotik automatisiert und Denken durch “Künstliche Intelligenz”. Nur um ein paar Beispiele zu nennen. All das finden Banken gut.

Doch die konsequenteste Form der Digitalisierung bereitet den Banken Sorgen. So sehr, dass der Herr der Banken, Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank und einer der mächtigsten Männer der Finanzwelt das Thema nun schon wiederholt angesprochen hat: Die Digitalwährung Bitcoin.

Weidmann hatte bereits 2013 vor Bitcoin gewarnt, die Kryptowährung aber noch als Nischenprodukt bezeichnet. Er sagte damals:

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