Archiv der Kategorie Vertreibung – Flucht – Asyl

Mauerschützen und Grenzsicherung – was CDU, SPD, FDF und die SED gemeinsam haben

Ich bin die nächsten vier Tage beim Tango tanzen – bevor ich mich in den Zug setze, möchte ich doch kurz noch zu einem wichtigen Thema Stellung nehmen. Denn an der griechischen Grenze und im MIttelmeer geht es um Menschenleben. Und auch wenn ich nicht direkt etwas dagegen tun kann, will ich doch klar machen wo ich stehe – und wo die Parteien stehen, die derzeit unsere Politik machen.

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Meine Heldin Carola Rackete

Robin Hood - Held meiner Jugend

Helden. Hatte ich es nie so mit. Obwohl, wenn ich so nachdenke, dann gab es in meinem Leben schon ein paar Menschen, die ich bewundert habe. In der Kindheit definitiv Robin Hood. Jesus auf jeden Fall. Später dann Mahatma Ghandi. Und Georg Elser. Und (vergleichsweise) erst “kürzlich” hinzugekommen: Chelsea Manning und Edward Snowden.

Was ich an ihnen bewunder(t)e: Sie haben sich für das eingesetzt, was sie (und ich) für Richtig hielten, sie haben nicht nur geredet, sondern etwas getan und sie haben dafür etwas riskiert. Manche ihr Leben, andere ihre Existenz.

Nun habe ich eine weitere Heldin. Carola Rackete .

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Wie man Flucht erzeugt

Flucht - Migration

Ich wurde kürzlich mit der Frage konfrontiert, ob es möglich sei, dass die derzeit zu beobachtenden Fluchtbewegungen nach Europa “erzeugt” worden sein könnten (angeblich durch ein YouTube-Video “bewiesen”).

Meine erste Reaktion war: “Das ist Unsinn.” Doch dann habe ich überlegt, das nichts ohne Ursache passiert und dass natürlich in den Regionen aus denen Menschen nach Europa fliehen, klare Muster existieren, die nicht (ausschließlich) in diesen Ländern entstanden sind, sondern tatsächlich (und nachweiselich) und systematisch von außen in diese Länder hineingetragen wurden. Und auch wenn nicht alle Puntkte auf jedes betroffene Land zutreffen, so läßt sich doch feststellen:

  • Die mesten Punkte treffen auf die meisten Länder zu
  • Je mehr Punkte zutreffen, desto größer ist die Flucht aus diesem Land

Hier also das Rezept zur Erzeugung von Migrationsbewegungen:

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Gefährliche patriotische Sex-Phantasien

Feiernde Geflohene

Geflohene feiern ihre Ankunft in Darmstadt: Gefährlicher als das Oktoberfest?

Aktuell wird viel darüber spekuliert, ob und wie Kultur und Religion von Migranten und Geflohenen deren Umgang mit Frauen beeinflusst und ob bestimmte kriminelle Taten (“Köln”) mehr sind als einmalige Ereignisse. Dabei werden pauschale Vorwürfe erhoben, ohne dass diese belegt würden. Solche Behauptungen wurden von Pegida- und AfD Anhängern verbreitet, aber auch von Journalisten und Kommentatoren sowie von um WählerInnenstimmen buhlenden Politikern von AFD, CSU, CDU, SPD, Grünen und sogar vereinzelt Linken (in dieser Reihenfolge der Häufigkeiten). All diese Behauptungen waren jedoch meist sehr subjektiv und höchstens mal exemplarisch belegt (wobei sich viele dieser “Belege” später als gezielte Falschmeldungen aus interessierter Quelle entpuppten). Nie mit harten Daten und Fakten.

Da wir in Deutschland ja schon lange Zuwanderung vom Migranten und Flüchtenden haben, die sowohl den religiösen als auch den kulturellen Profilen der aktuellen Neuankömmlinge entsprechen, müssten solche Tendenzen statistisch nachzuweisen sein. Dachte ich mir. Also habe ich mich auf die Suche nach Daten gemacht. Und genug Daten gefunden, um einen Realitäts-Check zu machen. Die polizeiliche Kriminalstatistik des BKA bietet explizite Daten zur Entwicklung von sexuell motivierten Verbrechen gegen Frauen in Deutschland (1987-2014). Daten zur Entwicklung der Zuwanderung in Deutschland konnte ich von der Webseite des statistischen Bundesamtes abrufen (1991-2014).

Diese Daten waren mit ein paar Einschränkungen im Detail verbunden (auf die ich unten noch zu sprechen komme), aber sie sprechen eine klare Sprache:

Während die Zahl der Ausländer in Deutschland leicht steigt, sinkt oder stagniert die Zahl der Sexualdelikte in Deutschland.

Überrascht? Passt so gar nicht zu den Vorurteilen und zur öffentlichen Diskussion. Aber Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Und können natürlich auch täuschen. Kommen wir also zu den schmutzigen Details.

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Im Flüchtlingscamp in Chemnitz

Gastbeitrag von Babett Knöfel

Fotos: Babett Knöfel Babett Knöfel ist Musikerin, Christin und zu einem Solidaritäts-Auftritt ins Flüchtlingscamp in Chemnitz gekommen. Hier ihre wichtigsten Eindrücke:

Kaum richtig drin, läuft mir Georgina (43) in den Arm. Sie ist Syrerin und katholische Christin. Ihre Flucht bewerkstelligte sie allein. Sie hat einen Onkel in Leipzig und hofft bald das Camp verlassen zu können.

Wir gehen, noch bevor ich zum Konzert aufbaue, zu ihrem Zelt. Da stehe ich nun, wo Flüchtlinge Wochen/ Monate täglich leben. Sie frieren alle, meint sie. Das werde ich (bei 14 Grad) an diesem Tag fast durchgängig von allen hören. Sie ist dankbar für ihre Rettung in Deutschland. Dennoch bittet sie mich um warme Kleidung. Stiefel, Pullover, Jacke. Sie gehörte bestimmt nicht zur Unterschicht, das sieht man. Als Sekretärin bei einem Arzt hat sie gearbeitet. Das möchte sie unbedingt wieder tun.

Jetzt steht Georgina unsicher neben mir. Bevor sie ihr Anliegen an mich richtet, entschuldigt sie sich am Laufband. Schließlich traut sie sich zu fragen, ob es auch Adidas Turnschuhe sein können. Mir bleibt etwas das Wort im Hals stecken. Nicht etwa weil Markenschuhe verwerflich sind, sondern weil dieser Wunsch für das steht, wozu viele Fremdenfeindliche aktuell hochfahren und auf die Straße gehen. Es stimmt, Georgina ist als Flüchtling gut gekleidet und ich ertappe mich ernstlich bei der Frage: Darf sie das?

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Toleranz-Forderungen sind ein zweischneidiges Schwert

Ein musikalisch irrelevanter Sänger (Name tut nichts zur Sache) hat sich berufen gefühlt mitzuteilen:

Peter Maffei - Alterssenil

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Analyse des “Asylkompromisses” von CDU, SPD & Grünen

Gastbeitrag von Ralph Hoffmann

CSU: Vertriebene - Eure Not ist unserer SorgeIch lese gerade den Beschluss zu den Asylverfahren, veröffentlicht seitens der SPD-Fraktion

Punkt 4.1. ist die Schaffung von neuzeitlichen Ghettos. Dort sollen die Betroffenen solange drinnen bleiben, bis das BAMF dann mal entschieden hat, ob Asyl, ob Flucht, ob unberechtigt. Erst dann werden die Menschen entweder abgeschoben, oder auf die Kommunen verteilt. Die Aufnahmeeinrichtungen und die neuen Abschiebeeinrichtungen in Bayern reichen jetzt schon nicht aus, und Integration kann so auch nicht gelingen. Und unter 4.3 wird dann geregelt, dass Asylsuchende nun anstatt 3 Monate dann bis zu 6 Monate in Lagern gehalten werden sollen. Die GUs sind ja schon schlimm, aber die Aufnahmeeinrichtungen, also die neuen Ghettos, sind nur noch übel.

4.3 mit den sicheren Herkunftsländern ist einfach nur noch ein Hohn. Drastisches Beispiel ist der Kosovo: Wenn da alles so sicher ist, was macht dann die Bundeswehr noch da? Aber das wurde bereits zur Genüge durchgekaut. Für Roma und Lesben/Schwule/Transidentische ist das ein Wahnsinn; gerade für letztere kennen wir schon solch dämlich-dümmliche Aussagen aus Deutschland, dass man sich doch verstellen solle, was ausdrücklich das EuGH untersagt hat!

Ebenfalls unter 4.3: Ersatz des Taschengeldes durch Sachleistungen. Die Essenspakete kommen damit wieder, also genau die Scheiße, die sogar die CSU in BY eingesehen hat, dass die nicht mehr gehen. Und was ist mit “Abweichungen von bauplanungsrechtlichen Standards” gemeint? Gut, nicht jeder Standard macht Sinn, aber ein Standard darf niemals fallen, die Mindestfläche, die einem Menschen zusteht, und die derzeit ja noch kleiner ist, als für einen Polizeihund. Soll der Standard auch zurück geschraubt werden? Wir haben in den GUs eh schon keine Intimsphäre für die Menschen mehr.

Auch unter 4.3: Beschäftigungsverbot? Was für eine Idiotie! Gebt den Leuten Arbeit und was zu tun. Arbeit ist Bestandteil der Menschlichkeit. Und wer weiß, wie lange Asylverfahren dauern. Hier steckt einfach nur noch die Angst dahinter, dass die Menschen, die in einem schwebenden Asylverfahren stecken, sich bereits durch Wohnen außerhalb einer Erstaufnahme und durch Tätigkeit bei uns integrieren, sprich: Ihr Asylsuchenden seit solange wertlose Menschen, bis wir wissen, ob wir euch akzeptieren und dann verwenden können. Dieses Menschenbild teile ich ausdrücklich nicht! Den Rest des Eintrags lesen. »

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München 2.9.2015 Ortszeit 1:20 Uhr: Ich bekomme das Kotzen!

Gastbeitrag von Matze Ferstl

München 2.9.2015 Ortszeit 1:20 Uhr:  Ich bekomme das Kotzen! Das blanke, unverblümte und wörtliche Kotzen! Ja, ich war bisher Keiner, der groß Stellung bezogen hat zu der ganzen Flüchtlingsdebatte. Warum? Weil ich mich schlicht und einfach nicht damit auseinandersetzen musste. Ich hab die Nachrichten von konservativen sowie linken Medien verfolgt, ich habe bewusst beide Seiten angehört, und GEDACHT mir ein eigenes Bild zu machen.

Man könnte sagen,  dass mir die Tatsachen gerade ins Gesicht geschlagen haben.

Gestern kamen laut einer Münchener Zeitung in 24 Stunden mehr als 1000 Flüchtlinge an. Ich trinke bei Zeiten mal ein Bier nach meiner Spätschicht am Hauptbahnhof, kenne den Normalzustand, den Zustand seit dem Desaster in den nordafrikanischen Ländern, den Kriegen in Nahost und so weiter.

Aber DAS (! siehe Foto) habe ich nicht ein einziges Mal gesehen!

Ich hab mir die Freiheit genommen und hab genau dieses eine Foto gemacht, aus Respekt und Anstand nicht ein einziges mehr.

Was ich gesehen habe?

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Blogger für Pandas und Flüchtende?

Pandas sind süß und ansehnlich. Für Pandas sind eigentlich alle. Wer flieht – vor Krieg, vor Hunger, vor Leid –  ist meist nicht sehr ansehnlich. Angeborene Mechnanismen lassen uns automatisch Sympathie für die Delphine, Pandas und Babys dieser Welt empfinden. Menschen auf der Flucht lösen diesen Reflex in uns nicht aus. Um mit Flüchtenden Mitleid zu empfinden, braucht man entweder einen intelligenten Geist (der in der Lage ist, zu analysieren, warum Menschen aus ihrer Heimat fliehen und zu verstehen, dass unser Wohlstand etwas damit zu tun hat) oder eine Fähigkeit namens Empathie (grob: Mitgefühl).

Weil dazu leider nicht alle Deutschen (und erstaunlicher Weise kaum regierende “christliche” Politiker) in der Lage sind, ist die Initiatve #bloggerfuerfluechtlinge entstanden.

Blogger für Flüchtlinge ist eine Initiative von ganz normalen Menschen. Menschen denen nicht egal ist, wie mit anderen Menschen umgegangen wird. Menschen, die helfen wollen.

Passt. Darum schließe ich mich dem gerne an. Weil ich die Ziele teile:

Wir wollen Augen öffnen. Niemand soll mehr wegschauen.
Wir versuchen gemeinsam die Flüchtlingshilfe zu unterstützen.

Wir wollen helfen!

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nachtgedanken (flüchtig)

 von Arthuro de las Cosas

und wenn dann endlich der krieg kommt
den sie herbeireden

wenn dann die soldaten vor meiner tür stehen
und meinen sohn wollen
und meine tochter

Atom Krieg Fluchtwenn dann die bomben fallen
um den widerstand zu brechen oder
nur den feind zu stoppen
erst noch ohne atom
solange die lage noch
be herrsch bar ist

wenn dann giftige winde wehen
gas hergestellt zur sicherung
meines wohlstandes
gewinnbringend verkauft
in alle
himmelsrichtungen

dann ist last minute
plötzlich die teuerste art zu reisen
und lufthansa die erste börsennotierte schleuser ag

wohin?

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