Corona Lockdown Tagebuch Teil 4

Intubation zur Beatmung von Corona-Patoienten
Intubation zur Beatmung von Corona-Patoienten

Wir leben in besonderen Zeiten: Die Corona-Pandemie unterbricht unser alltägliches Leben in einer Weise, die wir nicht mehr gewohnt sind. Ich schreibe hier meine Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken aus dieser Zeit als Tagebuch nieder. Als Erinnerung – für mich (und vielleicht auch mal für meine Enkel). Und jeden, der mitlesen möchte.

Risikoanalyse Corona Warn App

Maskenpflicht – hat die was gebracht?

Teil 3: 1.6.-30.6., Teil 2: 28.4.-31.5. Teil 1 (früher auf einer Seite, bis ich sie nicht mehr bearbeiten konnte und erst zerlegen mußte): Teil 1 a 13.3.-31.3.2020 Teil 1 b 1.4.- 14.4.2020 Teil 1 c 15.4.-27.4.2020

Mittwoch, 8.7.2020

USA reichen WHO-Austritt ein. Die USA haben ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vollzogen. Eine entsprechende Erklärung sei bei UN-Generalsekretär António Guterres eingereicht worden, sagte ein hoher Regierungsbeamter am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Washington. Die Kündigung,wird am 6. Juli 2021 wirksam.

Zahl der Corona Toten in Deutschland: 9.036 (+12 seit Gestern )

Aktuelle Tagesstatistiken: NRW scheint den aktuellen Tönnies-Ausbruch langsam in den Griff zu bekommen – drei Tage in Folge liegen die Neuinfektionen im zweistelligen Bereich. In Bayern dagegen ist die Zahl der Neuinfektionen schon wieder dreistellig.

Insgesamt fällt auf, das einige Bundesländer die Corona-Pandemie überhaupt nicht in den Griff bekommen – während andere seit vielen Wochen einstellige Neuinfektionszahlen ohne Super-Spreader-Events und Schlachthof-Exzesse hinbekommen. Und die werden nicht von potentiellen CDU-Kanzlerkandidaten regiert. Und es soll mir keiner mehr damit kommen, dass die hohen Anfangsinfektionen schuld seien. Das Saarland war am Anfang (wegen der Nähe zur Frankreich) ganz massiv dabei – und die haben es auch geschafft, auf Nahe-Null zu kommen. Ohne Ausgangssperre.

Kommentieren?

Most People With Coronavirus Won’t Spread It. Why Do a Few Infect Many? – Growing evidence shows most infected people aren’t spreading the virus. But whether you become a superspreader probably depends more on circumstance than biology.

Dienstag, 7.7.2020

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Home Office – Erfahrungen und Einstellungen

Ich habe mich ja im Corona-Lockdown Tagebuch zufrieden bis begeistert zu den eigenen Erfahrungen mit dem Home Office (dass ich jetzt seit Mitte März ununterbrochen praktiziere) geäußert. Im Team hatten wir kürzlich eine kleine (freiwillige und anonyme) Umfrage dazu, aus der ich die graphischen Auswertung (ansonsten gab es einige Freitext-Fragen, die zum Teil sehr Unternehmens-spezifisch beantwortet wurden) gern teile:

How is your setup in HO?

Ungestört / gestört
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USA vs. Amerika

Eines der Dinge, die ich in der Schule gelernt habe, ist, das die United States of America (USA) nicht gleich Amerika sind.

Das mag banal klingen. Ist es aber nicht. Denn nicht nur umgangssprachlich ist es gang und gebe, dass, wenn die USA gemeint sind, leider oft gleich der gesamte Kontinent (von dem die USA nur ein kleiner Teil sind) genannt wird.

Das hier ist Amerika:

Amerika
Amerika in seiner ganzen Vielfalt – kulturell, politisch, ökonomisch. Die USA sind nur ein kleiner Teil davon.
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The State of Bitcoin

Non-Bitcoin Wallet

Nein, er ist immer noch nicht kaputt gegangen. Trotz aller Prophezeihungen von Börsengurus und Massenmedien, Zukunftsforschern und Publizisten. Nach diesen professionellen Wahrsagern dürfte es ihn schon lange nicht mehr geben, den Bitcoin. Beziehungsweise die rund 18.417.908 Bitcoin, die derzeit im Umlauf sind (heute Abend dann schon wieder etwas mehr).

Derzeit bezahlt man für einen Bitcoin etwas über 8.000 Euro. Das ist weniger als die Hälfte von dem, was man auf dem Höhepunkt des Hypes 2017 für ihn zahlen mußte – aber auch ungefähr 10x so viel wie er kostete, als ich vor rund fünf Jahren anfing, mich mit Blockchains und Kryptowährungen zu beschäftigen.

Also von einem “Hype” kann man bei Bitcoin jetzt ehrlich nicht mehr sprechen. Oder es wäre der längste Hype in der Geschichte der Hypes (wenn man mal vom Internet-Hype absieht, schließlich ist ja immer noch nicht klar, ob sich diese seltsame Technologie in der CDU jemals durchsetzen wird).

Auch technisch ist die Bitcoin Blockchain auch im Jahr 11 ihrer Existenz weiterhin stabil und ohne Unterbrechung funktional (das können weder die Banken noch Unternehmen, noch manch andere Kryptowährung von sich behautpten) und der Energieverbrauch der Bitcoin Blockchain dürfte sich in der letzten vier Jahren ungefähr halbiert haben (was praktisch keine andere Industrie – und schon gar nicht die Bankenbranche – von sich behaupten kann). Jedenfalls ist die entsprechende Kritik am angeblich zu hohen Energieverbrauch von Bitcoin vollständig verstummt. Und der Energieverbrauch wird weiter sinken.

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10 Alben, die mich geprägt haben

Ok, ich sollte auf so einer Social Media Plattform (der Name tut nix zur Sache) 10 Alben posten, die mich geprägt haben. Nur die Cover, keine Erklärung. Jeden Tag eins. Nominiert gleich von zwei Leuten: Catherine Horsewash & Dietlind Meyhöfer.

Das nicht auch hier abzubilden, wäre ja Verschwendung.

Deshalb hier meine Liste. Nur hier: jeweils auch mit einem Link auf die Musik. 🙂

1. Old Merry Tale Jazzband

Old Merry Tale Jazzband  (aus Hamburg)
Old Merry Tale Jazzband (aus Hamburg)

Leider ist dieses geniale Album immer noch nicht bei YouTube – aber hier der Rag Time Klassiker “Tiger Rag” – den ich – wie alle anderen Lieder – erstmalig durch dieses Album kennenlernte in der Version von der Midlife Jazzband (ja es gibt bessere Versionen , aber diese kommt der von der Old Merry Tale Jazzband vom Sound her nahe).

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Risikoanalyse Corona Warn App

Status-Analyse meine Handys:

 Corona Tracking App

Auf meinem Handy sind offiziell 119 Apps installiert – davon sehe ich aber irgendwie überhaupt nur 75, die ich deinstallieren kann.

  • Mein Mikrofon dürfen 11 Apps verwenden
  • Meine Kamera dürfen 13 Apps verwenden(wow!)
  • Meine Kontakte dürfen 16 Apps verwenden
  • Meinen Standort dürfen 19 Apps verwenden
  • Mein Telefon dürfen 14 Apps verwenden

Und das sind nur die “offiziellen” Berechtigungen – ohne die Apps, die das (potentiell) heimlich machen (technisch möglich ist das).

Über die 119 Apps weiß ich:

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Corona Lockdown Tagebuch Teil 3

Wir leben in besonderen Zeiten: Die Corona-Pandemie unterbricht unser alltägliches Leben in einer Weise, die wir nicht mehr gewohnt sind. Ich schreibe hier meine Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken aus dieser Zeit als Tagebuch nieder. Als Erinnerung – für mich (und vielleicht auch mal für meine Enkel). Und jeden, der mitlesen möchte.

Teil 4 ab 1.7.2020, Teil 2: 28.4.-31.5. Teil 1 (früher auf einer Seite, bis ich sie nicht mehr bearbeiten konnte und erst zerlegen mußte): Teil 1 a 13.3.-31.3.2020 Teil 1 b 1.4.- 14.4.2020 Teil 1 c 15.4.-27.4.2020

Dienstag, 30.6.2020

Hände waschen wie Pontius Pilatus

Zahl der Corona Toten in Deutschland: 8.973 (+13 seit Gestern )

Viele junge Corona-Fälle in Berlin: Im Schnitt 19 Jahre alt – Bei den letzten lokalen Massenausbrüchen sind die Infizierten auffällig jung. 

Bei der Einreise aus dem Ausland nach Deutschland gelten wegen Corona folgende Regeln:

Regeln: Einreise nach Deutschland  wg. Corona
Regeln: Einreise nach Deutschland wg. Corona

Die Adresse der Seite, die die Länder nennt, für die eine Quarantäne-Regelung gilt (in Europa derzeit nur Schweden) muss man leider abtippen (jedenfalls hab ich sie über die RKI Startseite nicht gefunden). Deshalb hier extra: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene_Einreisen_Deutschland.html

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Einsamkeit kommt von Individualismus

TOI TOI Toilettenhaus- wg. Corona max 1 Person

Wir haben uns voneinander weg entwickelt. Schon lange. Zu Einzelkämpfern, Scheinselbstständigen, Einzelhöhlenbewohnern, Individualreisenden, Einzelessern, Alleinschläfern, Einzellern. Nicht durch den Coronvirus. Sondern schon lange vorher. Der Weg führte von der Stammesgemeinschaft über die Großfamilie, zur Kleinfamilie, zu DINKs , nach der Trennung dann zu 1-Personen-Haushalten oder (wenn mit Kids) zu Alleinerziehenden.

Das war kein Zwang. Und war zwar eine gesellschaftliche Entwicklung, aber eine die sich aus Millionen persönlichen Entscheidungen zusammen setzt. Einzelne wehrten und wehren sich dagegen – in den 60er/70er Jahren in Kommunen, später in Wohngemeinschaften und neuerdings in Wohnprojekten. Aber die Mehrheit ist (motiviert von einer Wirtschaft, die den Individualismus zum eigenen Profit als Traum verkauft) dem Trend Individualismus gefolgt.

Ein Trend der verlockend war und ist. Denn er vermeidet Konflikte, erspart Kompromisse und Rücksichtsnahme, minimiert Pflichten und ungewollte soziale Interaktionen, ermöglicht gewisse Flexibilitäten (schafft aber auch neue Abhängigkeiten) und ist durch unseren enormen Wohlstand möglich (aka käuflich).

Schon vor Corona waren die Risse im Gefüge des Individualismus sichbar. Wenn man wollte. Die meisten Menschen in der individualisierten Gesellschaft waren nicht glücklicher als die Menschen früher.

Einsamkeit ist ein Leiden vieler Menschen, das oft durch legale oder illegale Drogen, Shopping- oder TV- Konsum oder Workohlismus verdeckt wird – aber spätestens im Alter wie ein Hammer zuschlägt, wenn die Zahl der möglichen Ablenkungen sinkt und sinkt.

Adorno

Und nun mit Corona. Denn Corona deckt nun für uns alle auf, dass der Individualismus kein robustes Konzept ist. Wenn wir unserer Ablenkungn beraubt werden und feststellen, dass wir mit uns selbst allein reichlich wenig anzufangen wissen. Und in unsere privaten Höhlen alleine feststecken.

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Maskenpflicht – hat die was gebracht?

Corona-Positionen

Die Wirksamkeit von Gesichtsmasken als Mittel um die Ausbreitung des Cornona-Virus zu verringern war eine Weile umstritten – bis sich eigentlich fast alle ernst zu nehmenden Quellen auf diese Sicht einigten:

  • Das korrekte Tragen einer Gesichtsmaske verringert die Wahrscheinlichkeit, das der Maskenträger einen anderen Menschen infiziert deutlich, denn die Aerosol-Ausstoß (Träger des Virus) wird nicht nur reduziert, sondern auch abgebremst und in mehrere Richtungen verteilt. Sie bietet aber keine 100%ige Sicherheit und als weitere Faktor ist der Abstand zwischen den Personen weiter wichtig.
  • Es verringert auch die Warscheinlichkeit, das der Maskenträger selbst angesteckt wird – allerdings ist die Wirksamkeit hier deutlich geringer, als wenn die infizierte Person eine Maske trägt.
  • Tragen beide eine Maske, addieren sich die Wahrscheinlichkeiten.

Siehe auch: 3-D Animation der Süddeutschen über die Wirkung von Abstand und Masken

Trotzdem haben in Deutschland vor dem 27.4.2020 (so meine Beobachtung) höchstens 15% der Menschen in Einkaufssituationen eine Maske getragen – also ein sehr geringer %-Satz. Mögliche Gründe:

  • Eine Maske schützt den Träger selbst erst mal nur gering. Eine Maske zu tragen ist erst (in der direkten Wirkung) mal ein uneigennütziger (altruistischer) Akt.
  • Selbst dazu beizutragen, die Verbreitung des Virus zu reduzieren und damit die Dauer der Krise zu reduzieren und möglichst schnell weitere Lockerungen zu erreichen, ist eine mittel- bis langfristige Wirkung (kein Instant-Reward) die bei vielen Menschen (leider) nicht ausreichend Motivation erzeugt.
  • Das Tragen von Gesichts-Masken wird als lästig, umständlich und unerfreulich (im Umgang mit anderen) angesehen – es erforderte eine Änderung von Verhalten und Gewohnheiten.
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Bembel with Nazis

Boykott "Bembel with Care"

Apfelwein galt als verstaubtes, altmodisches Getränk. Bis eine Kelterei aus dem Odenwald daher kam und ihm mit der Marke “Bembel with Care” eine moderne Marketing-Story verpaßte. Das kam an bei (vielen) jungen Leuten (obwohl der überwiegende Verkauf in Dosen keinesfalls umweltfreundlich ist). Das Zeug ist in vielen Läden und Supermärkten zu finden.

Doch “Bembel with Care” ist noch verstaubter als der Apfelwein der konservativen Keltereien. An “Bembel with Care” klebt 1.000-jähriger Muff.

Herausgekommen, weil am 8. Mai (Jahrestag der Befreiung Deutschlands von den Nazis) einer Darmstädterin ein Instagram-Posting vom “Apfelweinbaron” auffiel:

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