Risikoanalyse Corona Warn App

Status-Analyse meine Handys:

 Corona Tracking App

Auf meinem Handy sind offiziell 119 Apps installiert – davon sehe ich aber irgendwie überhaupt nur 75, die ich deinstallieren kann.

  • Mein Mikrofon dürfen 11 Apps verwenden
  • Meine Kamera dürfen 13 Apps verwenden(wow!)
  • Meine Kontakte dürfen 16 Apps verwenden
  • Meinen Standort dürfen 19 Apps verwenden
  • Mein Telefon dürfen 14 Apps verwenden

Und das sind nur die “offiziellen” Berechtigungen – ohne die Apps, die das (potentiell) heimlich machen (technisch möglich ist das).

Über die 119 Apps weiß ich:

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Corona Lockdown Tagebuch Teil 3

Wir leben in besonderen Zeiten: Die Corona-Pandemie unterbricht unser alltägliches Leben in einer Weise, die wir nicht mehr gewohnt sind. Ich schreibe hier meine Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken aus dieser Zeit als Tagebuch nieder. Als Erinnerung – für mich (und vielleicht auch mal für meine Enkel). Und jeden, der mitlesen möchte.

Teil 4 ab 1.7.2020, Teil 2: 28.4.-31.5. Teil 1 (früher auf einer Seite, bis ich sie nicht mehr bearbeiten konnte und erst zerlegen mußte): Teil 1 a 13.3.-31.3.2020 Teil 1 b 1.4.- 14.4.2020 Teil 1 c 15.4.-27.4.2020

Dienstag, 30.6.2020

Hände waschen wie Pontius Pilatus

Zahl der Corona Toten in Deutschland: 8.973 (+13 seit Gestern )

Viele junge Corona-Fälle in Berlin: Im Schnitt 19 Jahre alt – Bei den letzten lokalen Massenausbrüchen sind die Infizierten auffällig jung. 

Bei der Einreise aus dem Ausland nach Deutschland gelten wegen Corona folgende Regeln:

Regeln: Einreise nach Deutschland  wg. Corona
Regeln: Einreise nach Deutschland wg. Corona

Die Adresse der Seite, die die Länder nennt, für die eine Quarantäne-Regelung gilt (in Europa derzeit nur Schweden) muss man leider abtippen (jedenfalls hab ich sie über die RKI Startseite nicht gefunden). Deshalb hier extra: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene_Einreisen_Deutschland.html

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Einsamkeit kommt von Individualismus

TOI TOI Toilettenhaus- wg. Corona max 1 Person

Wir haben uns voneinander weg entwickelt. Schon lange. Zu Einzelkämpfern, Scheinselbstständigen, Einzelhöhlenbewohnern, Individualreisenden, Einzelessern, Alleinschläfern, Einzellern. Nicht durch den Coronvirus. Sondern schon lange vorher. Der Weg führte von der Stammesgemeinschaft über die Großfamilie, zur Kleinfamilie, zu DINKs , nach der Trennung dann zu 1-Personen-Haushalten oder (wenn mit Kids) zu Alleinerziehenden.

Das war kein Zwang. Und war zwar eine gesellschaftliche Entwicklung, aber eine die sich aus Millionen persönlichen Entscheidungen zusammen setzt. Einzelne wehrten und wehren sich dagegen – in den 60er/70er Jahren in Kommunen, später in Wohngemeinschaften und neuerdings in Wohnprojekten. Aber die Mehrheit ist (motiviert von einer Wirtschaft, die den Individualismus zum eigenen Profit als Traum verkauft) dem Trend Individualismus gefolgt.

Ein Trend der verlockend war und ist. Denn er vermeidet Konflikte, erspart Kompromisse und Rücksichtsnahme, minimiert Pflichten und ungewollte soziale Interaktionen, ermöglicht gewisse Flexibilitäten (schafft aber auch neue Abhängigkeiten) und ist durch unseren enormen Wohlstand möglich (aka käuflich).

Schon vor Corona waren die Risse im Gefüge des Individualismus sichbar. Wenn man wollte. Die meisten Menschen in der individualisierten Gesellschaft waren nicht glücklicher als die Menschen früher.

Einsamkeit ist ein Leiden vieler Menschen, das oft durch legale oder illegale Drogen, Shopping- oder TV- Konsum oder Workohlismus verdeckt wird – aber spätestens im Alter wie ein Hammer zuschlägt, wenn die Zahl der möglichen Ablenkungen sinkt und sinkt.

Adorno

Und nun mit Corona. Denn Corona deckt nun für uns alle auf, dass der Individualismus kein robustes Konzept ist. Wenn wir unserer Ablenkungn beraubt werden und feststellen, dass wir mit uns selbst allein reichlich wenig anzufangen wissen. Und in unsere privaten Höhlen alleine feststecken.

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Maskenpflicht – hat die was gebracht?

Corona-Positionen

Die Wirksamkeit von Gesichtsmasken als Mittel um die Ausbreitung des Cornona-Virus zu verringern war eine Weile umstritten – bis sich eigentlich fast alle ernst zu nehmenden Quellen auf diese Sicht einigten:

  • Das korrekte Tragen einer Gesichtsmaske verringert die Wahrscheinlichkeit, das der Maskenträger einen anderen Menschen infiziert deutlich, denn die Aerosol-Ausstoß (Träger des Virus) wird nicht nur reduziert, sondern auch abgebremst und in mehrere Richtungen verteilt. Sie bietet aber keine 100%ige Sicherheit und als weitere Faktor ist der Abstand zwischen den Personen weiter wichtig.
  • Es verringert auch die Warscheinlichkeit, das der Maskenträger selbst angesteckt wird – allerdings ist die Wirksamkeit hier deutlich geringer, als wenn die infizierte Person eine Maske trägt.
  • Tragen beide eine Maske, addieren sich die Wahrscheinlichkeiten.

Siehe auch: 3-D Animation der Süddeutschen über die Wirkung von Abstand und Masken

Trotzdem haben in Deutschland vor dem 27.4.2020 (so meine Beobachtung) höchstens 15% der Menschen in Einkaufssituationen eine Maske getragen – also ein sehr geringer %-Satz. Mögliche Gründe:

  • Eine Maske schützt den Träger selbst erst mal nur gering. Eine Maske zu tragen ist erst (in der direkten Wirkung) mal ein uneigennütziger (altruistischer) Akt.
  • Selbst dazu beizutragen, die Verbreitung des Virus zu reduzieren und damit die Dauer der Krise zu reduzieren und möglichst schnell weitere Lockerungen zu erreichen, ist eine mittel- bis langfristige Wirkung (kein Instant-Reward) die bei vielen Menschen (leider) nicht ausreichend Motivation erzeugt.
  • Das Tragen von Gesichts-Masken wird als lästig, umständlich und unerfreulich (im Umgang mit anderen) angesehen – es erforderte eine Änderung von Verhalten und Gewohnheiten.
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Bembel with Nazis

Boykott "Bembel with Care"

Apfelwein galt als verstaubtes, altmodisches Getränk. Bis eine Kelterei aus dem Odenwald daher kam und ihm mit der Marke “Bembel with Care” eine moderne Marketing-Story verpaßte. Das kam an bei (vielen) jungen Leuten (obwohl der überwiegende Verkauf in Dosen keinesfalls umweltfreundlich ist). Das Zeug ist in vielen Läden und Supermärkten zu finden.

Doch “Bembel with Care” ist noch verstaubter als der Apfelwein der konservativen Keltereien. An “Bembel with Care” klebt 1.000-jähriger Muff.

Herausgekommen, weil am 8. Mai (Jahrestag der Befreiung Deutschlands von den Nazis) einer Darmstädterin ein Instagram-Posting vom “Apfelweinbaron” auffiel:

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Corona & die Impf-Pflicht-Frage

Ihr erinnert euch an die Typen, die das Budget für Wissenschaft und Forschung gekürzt haben? Sie wollen uns sprechen.
Ihr erinnert euch an die Typen, die das Budget für Wissenschaft und Forschung gekürzt haben? Sie wollen uns sprechen.

Staatliche Maßnahmen müssen immer angemessen sein. Das ist nicht nur meine Meinung, dass ist auch die Maßgabe des Grundgesetzes, wie ich zum Beispiel in meinen Überlegungen zur verfassungsmäßigkeit der Lockdown-Regeln dargelegt habe.

Nun wird – bevor überhaupt ein Impfstoff gegen Corona vorhanden ist und wir Details / (klinische) Studien dazu kennen, heiß über eine Pflicht zu Corona-Schutzimpfungen diskutiert. Dabei wird sehr viel Un- und Halbwissen verbreitet. Deshalb hier meine (derzeitige) Position dazu – auch als Versuch die Diskussion zu versachlichen.

Impfungen sind ein genialer Weg, den menschlichen Körper mit Antikörpern gegen gefähliche Krankheiten auszustatten. Das rettet jedes Jahr Millionen Leben und hat uns ermöglicht, furchtbare Krankheiten fast völlig loszuwerden. Die meisten von uns gäbe es ohne Impfungen gar nicht.

Impfungen haben zwei Effekte: Sie schützen uns vor einem Virus, aber sie verhindern auch, dass wir andere anstecken.

Nun ist es aber so, dass letzters dann kein Thema ist, wenn sie diese “anderen” selbst durch eine Impfung schützen können. Das nennt sich Eigenverantwortung und kann man von einer mündigen Bürger:in erwarten. Wenn das also möglich ist (eine Impfung also für jeden sinnvoll und möglich ist), dann gibt es keinen Grund zu einer Impfpflicht (und sie wäre m.M. sogar verfassungswidrig – aber das würde ich nicht als Fakt behaupten).

So ist das zum Beispiel mit der Grippe-Impfung: Obwohl jedes Jahr Menschen im zwei-stelligen Tausenderbereich an Grippe sterben, gibt es keine Pflicht zu einer Grippe-Schutzimpfung. Weil sich jede:r der will, dagegen schützen kann. Ich kann also als Ungeimpfter nur Menschen anstecken, die sich ebenfalls gegen eine Grippe Schutzimpfung entschieden haben (unabhängig davon, ob das klug ist).

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Corona Lockdown Tagebuch Teil 2

Wir leben in besonderen Zeiten: Die Corona-Pandemie unterbricht unser alltägliches Leben in einer Weise, die wir nicht gewohnt sind. Solche Disruptionen sind aber (was viele Vergessen) historisch durchaus normal: Noch meine Großeltern haben nicht nur die Spanische Grippe, eine Hyperinflation und zwei Weltkriege erlebt.

Ich schreibe hier meine Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken aus dieser Zeit als Tagebuch nieder. Als Erinnerung – für mich (und vielleicht auch mal für meine Enkel). Und jeden, der mitlesen möchte.

Ich schreibe vereinfachend von “Corona-Virus”, meine damit jedoch die Unterart COVID-19 aka Coronavirus SARS-CoV-2 meine. Beachte: Es gibt andere Arten von Corona-Viren, die schon länger bekannt und teilweise erforscht sind.

Gute Quellen:

Dieses ist der zweite Teil des Tagebuches, hier: Neueste Einträge stehen immer oben.

Weil diese Tagebuch zu groß wurde, um es mit der Blog-Software zu bearbeiten, mußte ich es in mehrere Teile aufteilen. Bisher existieren:

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Corona-Wirren: Alles (noch) klar?

Pascal Morgan
Pascal Morgan

Gastbeitrag von Pascal Morgan

Es geht heiß her. Ich sehe sehr, sehr viele Timeline-Debatten auf unterschiedlichen Plattformen mit Pro vs. Contra, teils hitzig geführt, unglaublich polarisiert und unversöhnlich – und doch scheitern sie alle an einem: Dem Virus.

Es lässt sich nicht wegdiskutieren, nicht leugnen oder ignorieren. Da helfen keine “alternative Fakten”, keine Abwägungen zwischen “an dem Virus” oder “mit dem Virus” verstorben, keine relativierende Durchseuchungsprognosen oder schlichte Vergleiche mit etablierten saisonalen Grippewellen. Das Virus ist real. Es tötet direkt. Es tötet indirekt. Und es schafft Umstände, in denen Menschen sterben, indem es wertvolle medizinische Ressourcen bindet und andernorts entzieht.

Hierzu gibt es eine Vielzahl an Studien und wissenschaftlichen Ausarbeitungen – und wir sind erst am Anfang, alles zu begreifen und doch mit Hochdruck schon unterwegs, intensiv zu forschen und dagegen zu kämpfen. Und ja, wie in jeder Debatte gibt es “alternative” Wissenschaftler, marginale Positionen, laute politisierte Stimmen, die durch soziale Medien verzerrt große Aufmerksamkeit bekommen, Unsicherheit schüren, Verwirrung stiften, und letztlich durch Polarisierung an der sozialen Kohäsion rütteln.

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Corona Lockdown Tagebuch 15.4.-27.4.2020 (Teil 1c)

Zum Teil 2 des Tagebuches

Wie sich Corona verbreitet - und wie es gestoppt werden kann (animiert).
Klick für eine größere Ansicht

Wir leben in besonderen Zeiten – ein weltweite Pandemie unterbricht unser alltägliches Leben in einer Weise, die wir nicht gewohnt sind. Solche Disdruptionen sind aber (was viele Vergessen) durchaus normal: Noch meine Großeltern haben nicht nur die (viel schlimmere) Spanische Grippe, sondern auch eine Hyperinflation und zwei Weltkriege erlebt.

Ich schreibe hier meine Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken aus dieser Zeit (die ja durchaus auch spannend ist und lehrreich sein kann) als Tagebuch nieder. Als Erinnerung für mich (und vielleicht auch mal für meine Enkel). Und für jeden, der gern daran teilhaben möchte.

Ich spreche hier vereinfachend von “Corona-Virus”, auch wenn ich damit immer die aktuell relevante Unterart COVID-19 aka Coronavirus SARS-CoV-2 meine. Beachte: Es gibt andere Arten von Corona-Viren (die schon länger bekannt und teilweise erforscht sind). Manche Verschwörungstheoretiker benutzen das, um so beliebige Verschwörungen zu “beweisen”.

Gute Quellen:

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(K)ein Recht auf Gesundheit?

Umgang mit Eseln in Krisenzeiten

Immer wieder haben Stimmen aus meinem (weiteren) Umfeld und in den Medien letzten Tagen und Wochen argumentiert, dass die Beschränkung den Rechten zwecks Eindämmung des Corona-Virus die Freiheits- und Bürgerrechte, die uns das Grundgesetz garantiert, unzulässig einschränken – ja sogar zur vollständigen Abschaffung dieser Rechte führen könnten. Darunter auch Menschen, die ich schon lange aus ihrem Engagement für die Piratenpartei und / oder die Bürger- und Freiheitsrechte kenne und schätze. Aber auch von Menschen, denen diese Rechte bisher völlig egal und ein entsprechendes Engagement dafür nicht mal einen “Gefällt mir”-Klick beim Gesichtsbuch wert waren.

Und während ich bestimmten Politiker:innen (nicht allen!) durchaus zutraue, diese Rechte abschaffen – oder wenigstens stark einschränken – zu wollen, so kann ich das bisher nicht erkennen. Was mich jedoch (als Teilzeit-Verfassungs-Patriot) bewegt hat und tut, ist die Frage der Verfassungsmäßigkeit von bestimmten Maßnahmen.

Nun bin ich kein ausgebildeter Staatsrechtler, doch seit meinen Vorlesungen zum Thema damals an der Uni Konstanz habe ich viele Debatten und Verfassungsgerichtsentscheidungen mit Interesse verfolgt und bin mit dem Thema zumindest so vertraut, dass ich mir eine Meinung zutraue, die mir fundierter erscheint, als vieles, was ich derzeit auf Social Media Plattformen und in den Medien lese. Und zu ähnlichen Fragestellungen habe ich hier ja auch schon geschrieben (Hessentrojaner / Staatstrojaner, Platzverweise für Eintracht-Fans in Darmstadt).

Grundsätzlich ist die Freiheit der Person in Deutschland ein Grundrecht gemäß Art. 2 Abs. 2 Satz 2 und in Art. 104 Grundgesetz noch einmal explizit spezifiziert.

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