Archiv der Kategorie Wirtschaft

Wenn Balkendiagramme Kriege mit KI vergleichen

Gelegentlich tauchen Grafiken auf, die auf den ersten Blick spektakulär wirken. Diese hier gehört definitiv dazu:

Sie stellt die Verteidigungsausgaben europäischer Staaten den Investitionen großer US-Technologiekonzerne in KI-Rechenkapazität gegenüber. Das Ergebnis soll offenbar schockieren: Amazon investiert angeblich mehr in KI-Infrastruktur als Deutschland in seine Verteidigung. Microsoft liegt über Großbritannien. OpenAI/Stargate bewegt sich in Größenordnungen, die mit ganzen Nationalstaaten vergleichbar erscheinen.

Die Botschaft ist klar: Die Welt verändert sich. Rechenzentren seien vielleicht wichtiger als Panzer.

Das Problem ist nur: Die Grafik vergleicht Dinge, die nur sehr eingeschränkt vergleichbar sind.

Der größte Balken fehlt

Mein erster Einwand betrifft das Offensichtliche: Wenn man Verteidigungsausgaben diskutieren möchte, dann fehlen in der Grafik die USA. Und zwar nicht irgendein kleiner Akteur, sondern der mit Abstand größte Verteidigungshaushalt der Welt.

Für 2025/2026 liegen die amerikanischen Verteidigungsausgaben bei rund 950 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Damit wäre der US-Balken größer als Amazon, Microsoft, Google, Meta und OpenAI/Stargate zusammen.

Das verändert die Aussage erheblich.

Denn alle hier aufgeführten KI-Investitionen stammen ebenfalls aus den USA. Die Unternehmen profitieren von denselben Kapitalmärkten, derselben Innovationslandschaft, denselben Universitäten, derselben Risikokapital-Kultur und letztlich auch von einem sicherheitspolitischen Umfeld, das durch eben jene US-Verteidigungsausgaben abgesichert wird.

Wer also europäische Verteidigungsetats mit amerikanischen KI-Investitionen vergleichen möchte, müsste eigentlich die EU als Ganzes mit den USA als Ganzes vergleichen. Alles andere verzerrt das Bild.

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Meine eigene Verschwörungstheorie

Dieses und alle weiteren Bilder zu diesem Artikeln wurden mit KI erstellt und sollen lediglich die Argumente illustrieren – sie haben nciht den Anspruch Fakten darzustellen.

Die Erfinder von Verschwörungstheorien nennen ihre Produkte selten selbst Verschwörungstheorien. Meist präsentieren sie sie als Tatsachen, deren Wahrheit angeblich nur von den Mächtigen verschleiert wird.

Dahinter stehen unterschiedliche Motive. Manche Menschen erzählen solche Geschichten aus Spaß an der Provokation. Andere erkennen Muster und Zusammenhänge, die sie mit den verfügbaren Informationen nicht vollständig erklären können. Sie versuchen, Lücken in ihrem Weltbild zu schließen. Problematisch wird es erst dann, wenn aus einer Vermutung Gewissheit wird und alternative Erklärungen nicht mehr zugelassen werden.

Deshalb möchte ich ausdrücklich betonen: Was folgt, ist keine Tatsachenbehauptung. Es ist eine Theorie. Eine unbeweisbare Vermutung. Ein Gedankenspiel anhand beobachtbarer Muster. Sie kann richtig sein. Sie kann falsch sein. Vielleicht ist sie sogar eine klassische Verschwörungstheorie. Aber ich finde sie interessant genug, um sie einmal bis zu ihrem logischen Ende durchzudenken.

Meine nicht beweisbare Theorie zum Ukraine-Krieg

Keine Tatsache. Kein Beweis. Keine geheime Weltregierung im Keller. Keine rauchenden Männer mit Katzen auf dem Schoß.

Aber ein Muster.

Meine Theorie lautet: Es gibt eine Vielzahl von Staaten, Industrien und Machtapparaten, die kein überragendes Interesse daran haben, dass der Ukraine-Krieg schnell endet. Nicht unbedingt, weil sie den Krieg lieben. Sondern weil ein langer Krieg Russland wirtschaftlich, militärisch, politisch, finanziell und industriell maximal ausbluten lässt.

Die Ukraine bekommt Unterstützung. Aber oft gerade so, dass sie nicht untergeht. Nicht unbedingt so, dass sie den Krieg rasch und eindeutig zu ihren Gunsten entscheiden kann.

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In real time: Wirkung der Trump-Zölle auf die Lieferketten aus China und die (Welt-)Wirtschaft

Eine Darstellung der zeitlichen und regionalen Auswirkungen der Trump-Zölle auf die US- und Weltwirtschaft (basierend auf eine X-Betrag von Molson Hart, aber übersetzt und weiterentwickelt)

Diese Schiffe werden nicht wieder nach China fahre – die Seeleute werden nicht mehr gebraucht. Und die Schiffe auch nicht.

Um den 10. April herum kam der Handel zwischen China und den USA aufgrund der Trump-Zölle zum Erliegen.

Ein Container benötigt etwa:

• ~30 Tage von China nach Los Angeles

• ~45 Tage nach Houston (per Schiff)

• ~45 Tage nach Chicago (per Zug)

• ~55 Tage nach New York (per Schiff)

Das bedeutet: Noch sind in großem Umfang Waren unterwegs, die vor dem 10. April bestellt worden sind. Die realen wirtschaftlichen Folgen der Trump-Massnahmen vom 10. April werden erst ab Mai spürbar. Um diese Zeit wird sich die Arbeit mit Produkten aus China deutlich verringern:

Wir sprechen über solche Schiffe voller Waren
  • Lagerhäuser werden mit Entlassungen beginnen, da keine Arbeitskräfte mehr benötigt werden, um Container zu entladen.
  • LKW Fahrer werden in relevant geringerem Umfang benötigt – auch hier wird es Entlassungen geben.
  • Einige Produkte werden nicht mehr lieferbar sein – was wiederum die Nachfrage nach Versand und Logistik senkt.
  • Die Produkte, die trotzdem bestellt und geliefert wurden, werden (durch die Zölle) deutlich teurer sein. Ebenso wie Produkte, die rar geworden sind. Was die Nachfrage insgesamt senkt.

All das beginnt in der Region Los Angeles.

Update: 5.5.2025: (Angeblich) Der leere Hafen von Seattle:

Etwa zwei Wochen später trifft es Chicago und Houston. Weitere 10 Tage später dann Boston, New York und Washington. So etwa ab 10. Juni werden die gesamten USA die direkten Auswirkungen der Trump-Zölle spüren.

Americans rely on China for thousands of products […] It’s where we get most of our clothes, footwear, electronics and microchips, which power appliances, thermostats and anything else that beeps. […] everything from flat screen TVs to baby strollers. US businesses import more toys, apparel and footwear from China than any other country, according the United States International Trade Commission.

CNN

Dann beginnen die indirekten Effekte:

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Wahlprüfsteine der Gemeinwohl-Ökonomie Bewegung zur Bundestagswahl 2025

Bei meinem Engagement für Uffbasse zur Kommunalwahl 2021 bin ich auf eine neuere Bewegung aufmerksam geworden, die versucht, die welt zu verbessern. Die Gemeinwohl-Ökonomie (Bewegung) sucht einen funktionierenden Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus, der die Notwendigkeit von sauberer, stabiler Umwelt, einer guten sozialen Absicherung und einer funktionierenden Wirtschaft zu vereinen sucht. Die Bewegung baut dabei auf den Ideen der sozialen Marktwirschaft auf, mit dem Ziel, diese in einem ganzheitlichen Sinne weiter zu entwickeln, modernisieren und massiv zu reformieren. Anders als andere Bewegungen und Initiativen ist die Gemeinwohl-Ökonomie weniger eine politische Protest-Bewegung, sondern versucht durch freiwillige Verhaltensänderungen (insbesondere auch von Unternehmen) und einen Lobbyismus für strukturelle Veränderungen zum Beispiel im Steuersystem und in Verwaltungenvorschriften Reformpotentiale zu eröffnen (Links zu mehr Infos über die Gemeinwohl-Ökonomie (Bewegung) am Ende dieses Beitrages).

Trotzdem hat man sich dort auch die Wahlprogramme zur Bundestagswahl angesehen und kam zu folgende Einschätzung:

Enttäuschung, ja Ernüchterung kam auf bei der Schnellanalyse der Wahlprogramme für die Bundestagswahl. KEINE Partei spricht die erforderliche „große Transformation“ bzw. den erforderlichen „Kulturwandel“ offen an, keine die Abkehr von Überproduktion, Wachstums- und Renditezwang und Ausbeutung der Ressourcen. Immerhin werden – von Linken und Grünen – Subventionen in die Fossilen gegeiselt (lt. IWF  1,3 Billionen Dollar weltweit in 2022; ca. 70 Mrd. € in Deutschland) und die soziale Sprengkraft bietende, riesige und größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich adressiert.

Einen grundlegenden „Kulturwandel“ von unten zu mehr Genügsamkeit, Suffizienz  und Resilienz mit regionalen Ressourcenzentren (wie ihn Nico Paech in seinem Postwachstumsökonomie-Modell skizziert) –  hin zu einer Gleichgewichtsökonomie nach dem Gemeinwohl-Prinzip – hat wiederum niemand im Programm…

Nun sind Partei-Programme Absichtserklärungen – und das Handeln nach der Wahl (zumindest der Parteien, die die Regierung bilden) hängt sehr stark von den Personen ab, die gewählt werden. Früher habe ich daher ein paar mal eigene Fragelisten an Kandidat:inn:en verschickt. Zu dieser Bundestagswahl 2025 möchte ich diese Wahlprüfsteine der Gemeinwohl-Ökonomie unterstützen (auch wenn ich nicht alle Foerungen darin teile). Hier die Fragen, die an die Kandidat:inn:en versendet werden:

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Bitcoin ATH 100k: Didn’t I tell you so?

Bitcoin ATH 2024

Seit etwas mehr als 8,5 Jahren beschäftige ich mich nun – mal mehr, mal weniger intensiv – mit der Blockchain-Technologie und dessen Flagschiff Bitcoin. Damals hatte ich über DAO (digital autonomous organisation) den Einstieg in die Tecnologie gefunden: Ein Artikel in der Zeit vom 26.5.2016: „Die erste Firma ohne Menschen“ weckte mein Interesse und gab mir einigen wenige Tage Zeit mich mit einem Mini-Investment daran zu beteiligen. Damals, so sollte ich kurz darauf lernen, kostete ein Bitcoin etwa 700 Euro – ein Preis, der täglich stark schwankte und der von den Einen als Blase und Betrug, von Anderen nur als ein Auftakt zu viel höheren Preisen bezeichnet wurde.

Heute – 8,5 Jahre später – hat der Bitcoin erstmalig einen Preis von über 100.000 Euro erreicht. Ein Grund, innezuhalten, den Weg zu rekapitulieren und zu schauen, ob ich das habe kommen sehen und ob ich es euch angekündigt habe.

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Wie würde eine KI bei der Europawahl wählen? Kein Witz – Empirie

Europawahl 2024 EU

Künstliche Intelligenz (KI, englisch: Artificial Intelligence (AI)) ist eines der faszinierendsten Themen unserer Zeit, seitdem die Entwicklung hier massive Fortschritte gemacht hat. Auch wenn (soweit ich da reinschauen kann) die meisten Applikationen wohl nur reines Maschine Learning (ML) (eine Methode / Vorform von KI) sind und sich das Label „KI“ sehr großspurig anheften.

Das Versprechen von KI ist, dass sie uns helfen, rein sachbezogene Entscheidungen (losgelöst von Emotionen und Interessen) nach bestem Stand des Wisssen zu treffen und uns lästige Arbeiten abnehmen können. Die Bedrohung, die viele sehen sind: Von Jobverlusten über ganze Branchen und Industrien, die überflüsssig werden, über eine zunehmende Entmündigung des Menschen bis hin zu einer Dystopie, in der der Mensch von Maschinen als überflüssig oder gar schädlich eingestuft wird.

Das Thema KI beschäftigt Wissenschaftler schon sehr lange und hat schon früh zu Diskussionen um den Umgang damit sowie zu theoretischen Überlegungen geführt. Zwei zentrale sollen hier genannt sein, weil sie für die Diskussion wichtig sind und sicherlich einer Weiterentwicklung bedürfen: Der Turing Test (1950) und Asimov’s Roboter-Gesetze (1942).

Zukünftig wird eine Ausbreitung / Auswirkung von KI’s auf alle Bereiche des Lebens nicht zu vermeiden sein. Die Geschichte des technischen Fortschrittes zeigt, dass sich einmal entwickelte Technologien nicht oder nur schwer verhindern lassen, solange sie wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Daher ist es wichtig, sich damit inhaltlich zu beschäftigen, um deren Ausgestaltung, das Risikomanagement und ggf. auch eine Regulierung zu beinflussen.

Grundsätzlich sind KI und ML-Systeme in der Lage, sich selbstständig aus ihnen zugänglichen Quellen zu informieren. Sie sammeln Fakten, überprüfen diese (z.B. dadurch wie weit diese mit zugrundliegenden Erkenntnissen übereinstimmen), interpretieren statistische Daten und verwenden weitere Methoden, um zu Ergebnissen zu kommen. In der Regel wird zwischen (von Menschen) trainierten KI’s und untrainierten KI’s unterschieden. ChatGPT (der Platzhirsch unter den KI’s) zum Beispiel beschreibt seinen Prozess der Entscheidungsfindung so:

ChatGPT trifft Urteile darüber, ob etwas richtig oder besser ist, basierend auf mehreren Faktoren:

  1. Training auf großen Datenmengen: ChatGPT wurde auf riesigen Mengen von Texten aus dem Internet trainiert. Diese Texte umfassen viele verschiedene Bereiche des Wissens und viele verschiedene Perspektiven. Dadurch kann das Modell auf ein breites Spektrum von Informationen zurückgreifen.
  2. Statistische Muster: Das Modell erkennt und verwendet statistische Muster in den Daten, um Antworten zu generieren. Es berechnet Wahrscheinlichkeiten, welche Wörter oder Sätze am wahrscheinlichsten als nächstes kommen sollten, basierend auf dem Kontext der gestellten Frage.
  3. Eingebaute Heuristiken: Das Modell nutzt eingebaute Heuristiken, um Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel könnten bestimmte Formulierungen oder Begriffe als Anzeichen für bestimmte Arten von Antworten dienen.
  4. Fehlerkorrektur und Feinabstimmung: Während des Trainingsprozesses und durch Feedback von Benutzern wird das Modell kontinuierlich verfeinert. Dies hilft, die Genauigkeit und Relevanz der Antworten zu verbessern.
  5. Kontextuelle Informationen: Das Modell berücksichtigt den Kontext der Konversation, um relevante und kohärente Antworten zu liefern. Dies schließt sowohl den aktuellen Austausch als auch frühere Interaktionen im gleichen Gespräch ein.
  6. Ethische Richtlinien und Sicherheitsfilter: OpenAI hat ethische Richtlinien und Sicherheitsfilter implementiert, um sicherzustellen, dass die Antworten des Modells angemessen und nicht schädlich sind. Diese Filter helfen, problematische Inhalte zu vermeiden.

Wenn nun eine KI Entscheidungen treffen kann, so dachte sich die Kommunikationsagentur „In A Nutshell“ (München), warum dann diese nicht danach befragen, was sie zur Europawahl wählen würde? Und so haben sie ChatGPT (basierend auf der GPT-4-Version) mit den Thesen des deutschen Wahl-o-maten zur Europawahl gefüttert und die Entscheidungen (Zustimmung / Neutral / Ablehnung) dort zurück eingetragen.

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Weiter unverpackt einkaufen in Darmstadt

Seit über sieben Jahren gibt es den Laden unverpackt Darmstadt schon. 2016 hatte ich die Gründung des Ladens schon unterstützt – und auch jetzt helfe ich gern wieder !

In den ersten vier erfolgreichen Jahren haben sie zwei weitere Läden eröffnet – in Aschaffenburg und Darmstadt-Bessungen. Bis Corona alles zunichte machte. Die Wirtschaftskrise nahm ihren Lauf. Die Umsätze brachen unhaltbar ein. Krieg und Inflation liessen bis heute keine wirtschaftliche und finanzielle Erholung zu. Seither haben sie die neueren Läden leider wieder schließen müssen und kämpften schon um den letzten Laden im Martinsviertel. Im Oktober 2023 kam ein Wasserschaden dazu, der eine umfangreiche Sanierung erfordert und wahrscheinlich erst Ende Mai 2024 behoben sein wird. Bis heute fehlen ihnen 2 Monate Umätze, drei weitere werden folgen.

Und somit steht Darmstadt unverpackt momentan kurz vor dem AUS!

ABER: Sie sind nach wie vor vom Konzept überzeugt. Damit sie den Laden mit ganzen Herzen und Energie weiterführen können, haben sie sich zum Crowdfunding entschlossen. Wir brauchen viele Menschen, die wie wir unsere Umwelt verbessern möchten und für die die Zukunft grün ist.

Seid Ihr dabei?

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Bitcoin ETFs in der USA nun zugelassenes Finanz-Produkt

Loge der US-SEC

Die Finanzmärkte sind schneller in der Adaption der „neuen“ Blockchain-Technologie als die skeptischen Endnutzer, für die Bitcoin ursprünglisch entworfen wurde und die von den gleichen Journalisten verunsichert werden, die Wirecard hochgelobt haben.

Die US Börsenaufsichtsbehörde SEC hat heute 11 Bitcoin-basierte ETFs (Exchange Traded Funds) genehmigt. Diese werden (müssen) Einlagen 1:1 in Bitcoin-Käufe umwandeln und bei Auszahlungen auch wieder verkaufen. Die Anteile an diesen ETFs werden auch an den Finanzmärkten gehandelt (das Listing ist bereits erfolgt und der Handel damit soll bereits morgen beginnen).

Das Statement der SEC dazu, erläutert auch die Gründe und Grenzen der Aussagekraft dieser Genehmigung.

Dieses macht Bitcoin für institutionelle Anleger deutlich einfacher zugänglich und gilt auch als Ritterschlag für Bitcoin als (spekulatives) Investment. Das ist ein großer Schritt für Bitcoin – aber auch einer, der die Kryptowährung noch weiter von seinen Ursprüngen als Wärung für die Endnutzer entfernt. Freuen wird es alle, die langfristig in Bitcoin investiert haben und schon lange an die Kryptowährung glauben.

Gary Gensler, Vorsitzender der SEC

Auswirkungen: Es wird kurz- bis mittelfristig zu einer deutlich erhöhten Nachfrage nach Bitcoin durch Finanz-starke Anleger führen. Es könnte dazu führen, dass die kurzfristigen Kursschwankungen bei Bitcoin abnehmen (ETFs sind eher langfristige Anlagemodelle) und sich die kurzfristige Spekulation teilweise auf den Handel der Fondsanteile verlagert.

Andererseits können sich grundlegende real-ökonomische Entwicklungen (Schocks) noch stärker auf den Bitcoin-Kurs auswriken, da die Fonds eine Liquiditäsreserve für die Anleger darstellen – Zu- und Abflüsse werden daher immer groß sein (und tendentiell massive Auswirkungen auf den Kurs haben).

Natürlich bleibt eine Investition in Bitcoin weiterhin ein großes Risiko. Der SEC Chairman Gary Gensler schreibt dazu explizit – und korrekt:

Investors should remain cautious about the myriad risks associated with bitcoin and products whose value is tied to crypto.[8]

Statement der SEC vom 10.1.2024

Weitere Überlegungen dazu:

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Cryptos are back … and here to stay.

Es ist fast genau 3 Jahre her (November 2020), dass ich mich hier zum letzten Mal zu Kryptowährungen geäußert habe. Das war ca. 2,5 Jahre nach dem der Bitcoin Kurs mit dem Überschreiten von 17.000 Euro (2017) einen die komplette Presse und Finanzwelt überraschenden und verblüffenden Rekord erreicht hatte – und den Nerds hinter der Kryptowährung Recht zu geben schien. Doch die Fachwelt war sich größtenteils einig: EIne Blase, die a) durch positive Presse und massive Spekulation hervorgerufen worden sei. Und b) schon bald würde diese Blase platzen und der Wert von Bitcoin würde auf Null oder nahe Null sinken.

Bereits 2017 stimmte ich mit dem Teil a überein. Ja, es war eine Blase aus genau den genannten Gründen. Aber nein, ich hielt damals – wie schon davor und danach – alle Behauptungen Bitcoin und Kryptowährungen seien ein vorübergehendes und wertloses Phänomen (also Teil b) für falsch. Und habe in einem Artikel im Januar 2018 „Kleine Blasologie“ ausführlich drei verschiedene Blase-Typen unterschieden (hier kurz zusammengefaßt):

  • Die irrationale Blase – die sich aus haltlosen Gewinn-Versprechen für ein bestimmtes Spekulationsobjekt speist. Die nach Höhenflügen dann kollabliert und dessen Spekulationsobjekt dann wieder vom Markt verschwindet. Hier verlieren meist die Anleger ihr gesamtes investiertes Kapital. So wie bei Wirecard. Und ich muss darauf hinzuweisen, das diese betrügerische Wircard Aktie von vielen „Finanzexperten“ und der sog „Fach-Presse“ zum Teil euphorisch gefeiert wurde. Die meisten „Finanzexperten“ ordnen Bitcoin in diese Kategorie ein.
  • Die kapitalistische Zyklus-Blase, die daraus entsteht, das bestimmte Anlageformen (jeder Art) in regelmäßigen Zyklen ein Übermaß an Kapital akkumulieren, das durch die dem zugrunde liegenden Werte nicht anhähernd gedeckt ist. Wenn dass offensichtlich wird, kollabiert diese Blase und die Auswirkungen gehen oft weit über die Anlage selbst hinaus – bis hin zu realen Wirtschaftskrisen. Die Auswirkung betrifft dann nicht nur die Anleger selbst, sondern kann isch auch ruinös auf andere Anlagen, Wirtschaftszweige und sogar ganze Volkswirtschaften auswirken. Dennoch verschwinden die zugrundeliegende Anlageformen durch das Platzen der Blase dann nicht – sondern können nach einer Abwertung weiter genutzt werden. Alle großen Finanzmarkt-Crashs gehen auf solche Blasen zurück – vom Black Friday 1929 bis hin zur Weltfinanzkrise 2007–2008 (die aus einer Blase am Immobilienmarkt in den USA entstand).
  • Die Technologie-Blase: Anhand der historischen Kursentwicklungen von Konzerne wie Apple und Amazon zeigte ich, dass auch Technolgie-Aktien von innovativen Firmen in frühen Phasen oft massive Blasen aufweisen, die dann in sich zusammenbrechen. Danach steigt der Kurs langsam(er), aber nicht nur auf den Wert während der Blase, sondern sogar auf ein Vielfaches davon. Und während diejenigen die in den Blasen von apple und Amazon investierten und mit dem Zusammenbruch der Blase wieder verkaufen, massiv Geld verlieren, konnten alle, die trotz der Blase der Anlage treu blieben, ihr Investment vervielfachen (Details mit Kurs-Charts).

Die 2013-er Blase

Bereits damals (2018) argumentierte ich, dass die Bitcoin Blase möglicherweise so etwas wie eine Technologie-Blase sein könnte. Insbesondere, da Bitcoin bereits 2013 ein solches Blasen-Absturz Muster durchlief – hier beschrieben aus Sicht 2016, also 1 Jahr vor der 2017er-Blase. Damals fast einen Kurs von 900 Euro erreichend, um dann wieder auf 200 Euro abzustürzen.

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Jeder Mensch hat Respekt verdient

Gastbeitrag von Ronja Räubertochter

Obdachloser in München neben CSU Plakat
Obdachloser in München neben CSU Plakat

Ich habe gestern mit einem Obdachlosen Schuhe, ne Hose und nen Döner gekauft.

Es fing damit an, dass er mich mit Händen und Füßen nach nem Kaffee gefragt hat. Es hatte 10 Grad und strömenden Regen. Hatte mir gerade einen gekauft und ihm den frischen gegeben. Ich meinte für Zucker, soll er in das Kaffeeverkaufsgeschäft.

Er wurde von der Verkäuferin laut beschimpft und er solle gevölligst woanders seine Läuse verteilen. Das war die selbe Verkäuferin die mir zwei Minuten hoch freundlich Zucker angeboten hatte und mir einen schönen Tag gewünscht hat.

Ja, die Nerven liegen momentan bei allen blank. Ja, das Geld ist überall knapp. Aber der junge Mann wollte nur Zucker von einem gekauften Kaffee.

Ich habe der Dame sehr deutlich meine Meinung gesagt und ihm dann einen Döner nebenan gekauft, da die das mitbekommen haben, gab es den Döner für 50 Cent.

Der junge Mann hat kaputte Hausschuhe und Hose. Also sind wir zum nächsten Laden, da gab es aus dem Fenster raus neue Sneaker und ne Jeans. Der Verkäufer hat die Hälfte übernommen.

Ein Anderer kam und hat ihm ne Hand voll neuer ffp2 Masken geschenkt. Mehr ging dann weder zeitlich noch finanziell. Aber dieses Verhalten der Kaffeeverkäuferin konnte ich so nicht stehen lassen und es war erstaunlich wie schnell sich Andere solidarisch gezeigt haben.

Die Wenigsten suchen sich ein Leben auf der Straße aus oder finden es toll zu betteln. Aber jeder Mensch hat Respekt verdient! Und Zucker im Kaffee, wenn er das will!

Ich bitte euch deshalb, das nächste mal an diese Geschichte zu denken, wenn ihr nach nem Kaffee gefragt werdet. Es muss nicht Geld sein, aber bitte behandelt die Leute mit Anstand und nicht wie Dreck, nur weil sie dreckig sind.

Danke!

So geschehen in Darmstadt.

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