Archiv der Kategorie Darmstadt

Darmstädter Kulturmagazine

Kulturnachrichten DarmstadtIn meinem Artikel „Kunst und Kultur in Darmstadt stärken“ schlage ich als eine Maßnahme vor, die Verbreitung der lokalen Veranstaltungsmagazine und Programme zu fördern. Nun, ich will den Anfang machen, und hier schon mal die wichtigsten Kulturmagazine vorstellen:

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Nur durchwachsene Ergebnisse: Darmstadt in der ADFC-Fahrradklima-Umfrage

ADFC FahrradklimatestDie Auswertung der bundesweiten ADFC-Fahrradklima-Befragung 2014 liegt vor und für Darmstadt enthält sie gute wie schlechte Nachrichten. Wie immer kommt es dabei auf die Perspektive und den Vergleichsmaßstab an.

  • Darmstadt erhielt von den Teilnehmern im Durchschnitt die Schulnote Note 3,5, also gerade mal ein „Ausreichend“.
  • Die Note hat sich seit der letzten Umfrage 2012 immerhin um 0,3 verbesser (damals: Note 3,8). Eschborn hat jedoch eine Verbesserung um 0,64 erreicht, 7 weitere hessische Städte haben sich ebenfalls stärker verbessert. Mehr wäre also drin gewesen.
  • Dennoch reicht diese Note, um in Hessen auf Platz 1 der Städte über 50.000 Einwohner zu kommen.
  • Nimmt man jedoch auch die kleineren Städte hinzu, kommt Darmstadt nur noch auf Platz 19 und liegt es klar hinter Städten wie zum Beispiel Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau, 2,95), Baunatal (Kreis Kassel, 3,02) und Heusenstamm (Kreis Offenbach 3,08).
  • Bundesweit erreicht es in der Gruppe 100.000 bis 200.000 Einwohner immerhin den Platz 7, allerdings hinter meiner „Heimat“ Göttingen (Platz 5).

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Kunst & Kultur in Darmstadt stärken

Theater Moller Haus. DarmstadtVor kurzem stellte ich hier fest, dass Darmstadt als Kunst- und Kulturstandort unterschätzt ist. Seitdem habe ich überlegt, was „man“ tun könnte, um das zu ändern. Hier ein paar (unvollständige) Ideen dazu, in der Hoffnung, „jemanden“ zu inspirieren. Ergänzungen sind natürlich gern gesehen.

  • Aktive Weiterempfehlung von interessanten Aufführungen, Ausstellungen und Events
  • Förderung der Verbreitung der Veranstaltungsmagazine und Programme (Du kannst sie zu dir nach Hause bringen lassen)
  • Mehr (aktive!) lokale Blogs!
  • Eine Streit- und Diskussionskultur über Inhalte und Qualität von Kunst (jede Diskussion über Kunst hilft dieser!)
  • Eine besser/interessanter geschriebene (kritischere) Berichterstattung über Kunst und Kultur in der Lokalpresse
  • (Werbe-) Kooperationen zwischen den Veranstaltern (auch in der Region)
  • Mehr Wertschätzung von Kunst und Kultur als Standortfaktor durch BürgerInnen und Unternehmen
  • (Über reines Sponsoring hinaus gehende) Kooperationen zwischen Kunst/Kultur und lokalen Unternehmen / Geschäftsleuten
  • Seminare über Marketing & PR speziell für Künstler, Kulturschaffende und Veranstalter
  • Seminare für besserer Marketing-Materialien (Texte, Fotos, Videos) für Künstler, Kulturschaffende und Veranstalter

Und, nein das ist nicht die Aufgabe der Politik und Verwaltung. Die sollen sich um die wichtigen Dinge kümmern! Unsere Stadt müssen wir schon selbst gestalten.

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Das Drama geht weiter (Achtung: Fußball)

SV Darmstadt 98 - Tabelle 2. BundesligaZum Thema Sport blogge ich ja selten, wenn dann eigentlich nur zum Thema Laufen. So ganz privat schaue ich auch schon mal ganz gern (guten) Fußball. Mein Beitrag im Sommer diesen Jahres zum SV Darmstadt 89:“Darmstadt 98: Drama Queen“ sollte hier eigentlich die Ausnahme bleiben. Ich konnte mir jedenfalls damals keinen Grund vorstellen, kurzfristig hier noch mal über diesen (sympathischen) Verein zu bloggen, der es gerade mit Ach-und-Krach (und überraschend) geschafft hatte, in die 2.Bundesliga aufzusteigen.

Nun, die Lilien haben mich überzeugt, es doch zu tun. Sie haben – trotz marodem Stadion, geringen Budget und fehlender Profi-Liga Erfahrung (Abstinenz seit 1993) eine mehr als überzeugende Hinrunde in der zweithöchsten Spielklasse gespielt und stehen nun nach dem vorletzten Tag dieser Hinrunde (siehe Kommentar) am Anfang der Rückrunde auf den zweiten Tabellenplatz ihrer Liga. Statt gegen den Abstieg zu spielen (erklärtes Ziel der Vereinsführung und des Trainers) stehen die Lilien derzeit auf einem Aufstiegsplatz in die erste Liga! Vor dem mit Sponsoren-Geldern gedopten RB Leibzig! Und so kommt es am letzten Spieltag zum Spitzenspiel mit dem tabellenersten Ingolstadt.

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Schlafende Kulturhauptstadt Darmstadt

Theater Moller Haus

Wer war schon da: Theater Moller Haus?

Darmstadt ist unterschätzt. Diese Stadt, die sich selbst langweilig „Wissenschaftsstadt“ nennt, verkauft sich unter Wert. Denn das eigentliche Potential von Darmstadt liegt nicht in den zwei Hochschulen – sondern in seiner Kunst- und Kultur-Szene. Ich bin ja schon ein wenig in Deutschland herum gekommen, aber ich habe bisher keine Stadt erlebt, die – im Verhältnis zu ihrer Größe –  eine so große und vielfältige Kulturszene aufweisen kann. Gewiss: Berlin, hat mehr und noch experimentellere Angebote. Aber Berlin ist auch um ein Vielfaches größer als Darmstadt.

In Darmstadt kann man eigentlich jeden Tag ausgehen und etwas Spannendes sehen, hören, erleben.

Leider macht Darmstadt viel zu wenig daraus. Ich habe beobachtet, dass sich die Besucher vieler Angebote oft aus einer sehr engen (und eingeschworenen) Zielgruppe- was rede ich – nicht eine Zielgruppe, sondern viele verschiedene Gruppen – nämlich je nach Veranstaltungsort. Nehmen wir die Theater-Szene: Wer ins Theater Moller Haus geht, wird selten im Staatstheater oder Halb-Neun Theater anzutreffen sein, oder im Theater im Pädagog. Ähnlich ist es mit den Musikveranstaltungen – selten habe ich die gleichen Personen an verschiedenen Veranstaltungsorten getroffen. Egal ob  – Bessunger Knabenschule, Centralstation, Oetinger Villa, West Stadt Café, Linie Neun (u.s.w.) –  die Zuschauer  und -hörer bleiben oft unter sich und nicht selten kennen sie die anderen Veranstaltungsorte gar nicht oder nur flüchtig.

Noch geschlossener ist jedoch der Kreis der Kunst- und Kulturinteressierten insgesamt gegenüber der Außenwelt. Ich werde – trotz bekannter Aufgeschlossenheit und inzwischen vieler Kontakte in die Szene – in Darmstadt fast nie aktiv zu irgendwelchen Kunst- oder Kulturevents eingeladen. Und wenn ich hingehe, werde ich von anderen Teilnehmern entweder ignoriert oder sogar misstrauisch beäugt. Schon gar nicht wird aber versucht, neue Zielgruppen zu erschließen, die der Kultur bisher fern standen.

Arbeitskollegen, die außerhalb wohnen, bekommen vom kulturellen Reichtum Darmstadts praktisch gar nichts mit.

Das ist schade. Hier wird viel Potential verschenkt. An Entwicklungspotential, an Anregung, an Diskurs und nicht zuletzt auch an Einnahmen für Veranstalter und Künstler. Und die Ursachen sind vielfältig.

Ganz grundsätzlich ist da nicht selten die (süd-)hessische Art im Weg, die eher abweisend, unkommunikativ, introvertiert, gegenüber „Fremden“ mindestens desinteressiert, wenn nicht gar feindselig ist. Man ist sich mit sich selbst genug. Neue Freunde, Bekannte, Kontakte braucht man nicht. Wer dazukommt, muss schon – Bitteschön – den ersten Schritt machen.

Dann gibt es natürlich auch einfacher zu überkommende menschliche Faktoren: Animositäten der Veranstalter und Künstler untereinander, die Kooperationen verhindern. Es gibt sicher auch Angst vor Kritik, Angst vor Unruhe, es gibt eine Wagenburg-Mentalität von Subkulturen.

Es gibt aber auch einen Mangel an gutem Marketing und guter Pressearbeit – was nicht wundert, denn sie sind ja nicht darin ausgebildet. Und einen schwachen Lokal-Journalismus, der es nicht vermag  (oder keine Interesse hat) kulturell zu inspirieren – in einer zersplitterten Anzeigen-Blättchen Landschaft, in der gute Schreibe kein Geld kosten darf.

Und sicher noch einige andere Gründe mehr – ich erhebe keinen Anspruch, das schon voll zu durchschauen. Ich möchte aber gern die Kontroverse anstoßen, ob und wie man das ändern kann. Darmstadt hat Potential – und macht quasi nix draus.

Ich werde hier zukünftig noch weitere Artikel zum Thema (Update 18.2.: hier schon mal ein paar Vorschläge, was man konkret tun könnte) veröffentlichen – wenn ihr das E-Mail-Abo nutzt, werdet ihr benachrichtigt. Auch Gegenstimmen und andere Artikel zum Thema verlinke ich gern, sofern ich sie mitbekomme. Oder nutzt die Kommentarfunktion.

 

Wer mehr über das wissen will, was kulturell und künstlerisch in Darmstadt passiert, kann sich über Darmstadt-Abo regelmäßig mit maßgeschneiderten Informationen versorgen lassen.

 

Siehe auch:

Kulturmanagerin Birgit Mandel über leere Theater: „Eine ziemliche Arroganz“ (taz, 19.12.2014)

 

 

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Leitlinien zur Beteiligung

Foto von einem der Workshops im Vorfeld

Foto von einem der Workshops im Vorfeld (Klick für eine größere Ansicht) (c) Stadt Darmstadt

Nur noch wenige Tage lang (noch bis 30. November) besteht für euch die Möglichkeit, euch an der Diskussion über die Darmstädter „Leitlinien Bürgerbeteiligung zu beteiligen. Ich wollte schon früher darüber berichten, bin aber leider nicht dazu gekommen.

Zunächst mal ist das eine sehr gute Sache. Grüne (und mehr oder weniger freiwillig auch die CDU) gehen einen weiteren Schritt bei der Umsetzung des Versprechens, die Darmstädter BürgerInnen stärker an den Entscheidungen des Magistrates und der Verwaltung zu beteiligen.

In dem Leitlinien geht es hauptsächlich um die Frage, wie Bürgerbeteiligung bei städtischen Angelegenheiten künftig gestaltet werden sollen. Weiterhin soll in den Leitlinien festgelegt werden, wie Themen und Projektideen aus der Bürgerschaft künftig besser gehört, beraten und umgesetzt werden können. Mit ihnen sollen kommunale Mitgestaltungsmöglichkeiten der Bevölkerung strukturiert und systematisch ausgebaut werden. Der Entwurf wurde vom Arbeitskreis Bürgerbeteiligung erarbeitet, die bisherigen Anregungen aus den Bürgerwerkstätten sind bereits eingeflossen.

Der Entwurfes ist meiner Meinung nach sehr gut und sehr durchdacht. Was mir nicht klar wird, ist der rechtliche Wert: Wird das eine unverbindliche Absichtserklärung des Magistrates, die im konkreten Konfliktfall (wie bei der Stadtumgehung) auch ausgesetzt werden kann? Wie sieht es aus, wenn sich die Mehrheitsverhältnisse ändern? Das bleibt leider unklar.

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„Wie Rad-freundlich ist Darmstadt?“ will der ADFC wissen

ADFC FahrradumfrageDer ADFC befragt im Oktober und November 2014 wieder Radfahrer in ganz Deutschland dazu, wie Rad-freundlich ihre Stadt ist. Mithilfe von 27 Fragen in fünf Kategorien können Bürgerinnnen und Bürger ihre Heimatstädte bewerten.

Wie sehen lebenswerte Städte und Gemeinden aus, was bieten sie, damit Radfahrer aller Altersstufen sich wohl und sicher fühlen? Bewerten können das nur die Radfahrer selbst. Darum ruft der ADFC gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium auf, an der Umfrage zum Fahrradklima-Test teilzunehmen.

Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2012 haben über 80.000 Bürgerinnen und Bürger mitgemacht. Die Ergebnisse sind der Gradmesser dafür, wie fahrradfreundlich die Stadt empfunden wird.

Daher ist es auch für Städte und Gemeinden attraktiv, Radfahrer zu motivieren, bei der Umfrage mitzumachen. Zumal Orte eine bestimmte Teilnehmerzahl erreichen müssen, um bewertet zu werden: Städte zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern brauchen mindestens 75 Teilnehmer.

Beider letzten Umfrage 2012 kamen 332 Städte und Gemeinden in die Bewertung. Darmstadt landete damals mit der Schulnote 3,80 („Ausreichend“) in der Kategorie „100.000 Einwohner bis 200.000 Einwohner“ auf Platz 14 von 21 und hatte sich gegenüber 2005 um nur einen Platz verbessert. Insgesamt eine sehr mäßige Bewertung.  Noch schwächer schnitt allerdings Offenbach ab: Note 3,92 und Platz 21. Frankfurt war mit Note3,65 leicht Fahrrad-freundlicher, Wiesbaden mit 4,55 deutlich schlechter.  Weitere 2012er-Ergebnisse können auf www.adfc.de/fahrradklima-test nachgelesen werden.

Die Umfrage ist mit ihren differenzierten Fragen auch eine Chance, den politisch Verantwortlichen eine Rückmeldung zu geben und zu zeigen, bei welchen Theman besonders dringend Verbesserungen notwendig sind. In etwa zehn Minuten lassen sich die 27 Fragen beantworten. Am Schluss der Umfrage ist Platz, um Hinweise auf lokale Probleme oder Besonderheiten einzutragen. Wer in mehreren Städten und Gemeinden mit dem Rad unterwegs ist, kann auch mehr als nur den Heimatort bewerten.

Zur Umfrage

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Gesucht: Gefahren für Radfahrer in Darmstadt

Fahrrad unterm LKWDie Lokalredaktion des Darmstädter Echos sucht (in der Echo Ausgabe vom Samstag, 4.10.) Hinweise auf gefährliche Stellen für Radfahrer im Stadtgebiet Darmstadts und bitten ihre LeserInnen um Unterstützung. Gesucht werden Hinweise auf unzureichend markierte Radwege, plötzlich endende oder unterbrochene Radwege sowie verwirrende Beschilderung. Oder natürlich Stellen, die aus anderen Gründen gefährlich sind.

Fotos nimmt die Redaktion gerne gleich mit dazu.

Eine Auswahl davon soll veröffentlicht werden. Die Hinweise sollen an lokalredaktion@darmstaedter-echo.de unter dem Stichwort: „Radfahren“ gesendet werden.

Ich kennen zwar viele solcher Stellen im Stadtgebiet, aber längst nicht alle und kann die, die ich kenne kurzfristig nicht alle abklappen. Daher mein Aufruf, die Aktion durch eigene Beiträge und durch aktives Weitersagen im Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis zu unterstützen.

Leider kann ich den Artikel mit der Suche auf der Echo-Webseite nicht finden, daher hier kein Link.

Darüber kann ich anbieten, hier nicht nur eine Auswahl, sondern alle relevanten Meldungen zu veröffentlichen, die auch an mich geschickt werden ( hier zur E-Mail Adresse ).

 

Siehe auch:

 

Halte nicht auf Radwegen – Danke!

Denn Radwege sind zum Parken da…  – Verkehrserziehungs-Tragikkomödie in drei Akten

Respekt: Mit 101 – Hessens ältester Radfahrer aus Reinheim

Ein Leben nur mit Radel ohne Auto…

 

 

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Aufkleber “Parke nicht auf unseren Wegen”
Disclaimer Verkehr

 

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Vom Ende des Steinbruchs und der Schuld der Unpolitischen

Steinbruch TheaterEs gibt viele Leute, die sich als „unpolitisch“ bezeichnen und sich mit politischen Fragen nicht beschäftigen. Ich versuche immer, ihnen klar zu machen  dass die Politik, die sie so gezielt zu ignorieren versuchen, erheblichen Einfluss auf ihr ganz persönliches Leben hat.

Die jetzt plötzlich und völlig überraschend kommende Schließung des Steinbruch Theaters in Darmstadt-Traisa ist ein gutes Beispiel dafür.

Ich habe gestern erfahren, dass das Steinbruch Theater – seit 34 Jahren Club und Bühne für Musik diesseits des Mainstreams kurz vor den Toren Darmstadts – sehr abrupt seine Türen schließen muss. Der Besitzer des Gebäudes, so die Mitteilung der Betreiber des Steinbruchs, habe sich kurzfristig mit einem Investor geeinigt und sie „vor die Tür“ gesetzt.

Das ist sehr traurig, weil damit eine lange Tradition zu Ende geht und wohl auch Menschen wirtschaftlich vom Arbeitgeber Steinbruch abhängig waren, die nun sehr plötzlich ohne Einkommen dastehen.

Erstaunlich ist jedoch, dass die Betreiber in ihrer Mitteilung von „Moral“ („Raub“ des Konzeptes) sprechen und dem Investor vorwerfen, „hinter unserem Rücken Verhandlungen geführt“ zu haben. Denn es ist ein Vorgang, der normal ist, der überall und ständig stattfindet und der im vollständigen Einklang mit unserem Wirtschaftssystem steht: Der Marktwirtschaft. Ja, der sogar der Kern dieses Systems ist: Der wirtschaftlich Starke soll den wirtschaftlich Schwachen aus dem Markt drängen können – selbst wenn es für den Schwachen die wirtschaftliche Vernichtung bedeutet.

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11. September in Darmstadt – die Debatte tobt

Kunstaktion durmstädter Brandnamen - Luise Bostonian beschreibt die MethodeHeute jährt sich die Darmstädter Brandnacht zum 70sten Mal. Und in Darmstadt gibt es eine heiße Debatte über den richtigen Umgang damit. Sollte man an das Ereignis erinnern? Darf man der Opfer gedenken? Was lernen wir daraus?

Zentrum der Kontroverse ist die Kunstaktion Durmstädter Brandnamen, die das Leid der Opfer ent-tabuisieren (und zum Nachdenken über Gewalt und Krieg anregen) möchte, ohne die Verbrechen der Nazis zu verharmlosen. Dieser Ansatz hat zahlreiche Kritiken und Kritiker hervorgerufen. Nicht unwesentlich  bin ich daran mit meiner Rezension und (wichtiger!) meiner Kritik beteiligt.

Dafür habe ich vom Künstler eine gepfefferte Kritik erhalten, die meine Position jedoch falsch darstellt und auf Vorwürfe antwortet, die ich so gar nicht erhebe. Ein Verteidigungs-Reflex? Ich werde antworten (habe das aber bisher nicht geschafft).

 

Eingebettet (und kaum davon zu trennen) ist die Diskussion natürlich in die (bundesweite) Bomber-Harris Debatte – auch wenn es dabei nicht um das Leid geht, sondern um die Bewertung der Bomben auf deutsche Städte im Allgemeinen.

Julia Schramm püber Bomber Harris

In diesem Kontext ist wohl auch die Reaktion des AStA der TU Darmstadt zu sehen, der die Kunstaktion scharf angreift:

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