Archiv der Kategorie Darmstadt

about blank: noch bis 3. März

Ausschnitt aus 'Teile und Herrsche' von Gregor Gaida

Ausschnitt aus 'Teile und Herrsche' von Gregor Gaida

Heute habe ich endlich die Ausstellung „about blank“ in der Kunsthalle in Darmstadt besucht. Keine große Ausstellung, länger als eine Stunde wird der Durchschnittskunstkonsument dort nicht zubringen. Dennoch eine sehenswerte Sache und wer sich inspirieren, anregen oder aufregen lassen will, sollte die Zeit und 4 Euro dafür vor dem 3. März investieren. Ist jedenfalls besser angelegt als das Geld, was ich zwei Tage vorher in „Die Hard 5“ gesteckt habe.

Beim Schreiben meines letzten Blog-Artikels habe ich mich an ein schönes Motiv erinnert: Im Buch „War of the Flowers“ von Tad Williams (dt: „Blumenkrieg“) haben Geschichten, die von Zwergen erzählt werden, eine besondere Eigenschaft: Sie haben in der Mitte ein Loch.

So verhält es sich auch mit den Kunstwerken, die in der Kunsthalle ausgestellt sind. In ihnen wird (auf sehr unterschiedliche Art) das Fehlen von etwas thematisiert. Das erzeugt beim Betrachter mal Spannung, mal Unruhe, manchmal erinnert es an etwas (ganz anderes), manchmal erzeugt es neue Ideen.

Ausschnitt aus den Feuerwerksarbeiten von Sandra Kranich

Ausschnitt aus den Feuerwerksarbeiten von Sandra Kranich

Mich hat die Ausstellung inspiriert – weit jenseits der im Handzettel „vorgegebenen“ Interpretationen (von denen ich kein Freund bin, weil sie im Zweifel den Blick einseitig verengen – mein Tipp: Ansehen, dann lesen, dann wieder ansehen). Deshalb hier ein paar (ausschnitthafte) Foto-Impressionen, überwiegend ohne Kommentierung.  Das Schöne an 3D-Kunstwerken ist ja, das sie viele Seiten haben und auch der Abstand zum Objekt eine Rolle spielt. Deshalb sollten die Bilder hier neugierig machen – vollständig zeigen können sie die Objekte nicht.

Was leider von den Kuratoren nicht verraten wird: Wie die Auswahl der (und Beschränkung auf nur) vier KünstlerInnen zustande kam. Was hebt (zu diesem Thema) Magdalena Abakanowicz, Gregor Gaida, Sandra Kranich und Heike Weber aus der Masse anderer KünstlerInnen hervor? Warum wurden ihre Werke ausgewählt?

 

Ausschnitt aus "King A King B" von Gregor Gaida
Ausschnitt aus „King A King B“ von Gregor Gaida

 

Eine (subjektive) Ansicht von Drummer II von Gregor Gaida

Eine (subjektive) Ansicht von Drummer II von Gregor Gaida – wobei ich hier nun beim besten Willen wirklich keinen Drummer sehe.

 

Dreifacher Blank: Das Loch in der Mitte
Höhepunkt der Ausstellung – dreifacher Blank: Das Loch in der Mitte – ein Raum ohne Inhalt, der gleichzeitig ein Loch im Haus ist – und zu dem weder Künstler noch Titel auffindbar sind.

 

 

Teil der Serie 'kilim' von Heike Weber
Teil der Serie ‚kilim‘ von Heike Weber

 

Die Fotos wurden -mit freundlicher Genehmigung der Ausstellungsaufsicht – mit einer Handy-Kamera erstellt. Für bessere Aufnahmen empfehle ich den Katalog.

 

Siehe auch:

5. September bis 3. Oktober in Darmstadt: Anders sein – anders sehen

 

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Akademie für Tonkunst: Abschiedskonzert Jürgen Wuchner

Jürgen Wuchner

2012 erhielt Jürgen Wuchner den Musikpreis der Stadt Darmstadt. Da war er schon viele Jahre als Kontrabasslehrer und Leiter diverser Jazzensembles an der Akademie für Tonkunst tätig (an der er früher selbst studiert hatte). Nachdem er nun – im Januar 2013 – das 65. Lebensjahr erreichte, wird er im Rahmen der Tage für Neue Musik mit einem Konzert aus den Diensten der Darmstädter Akademie verabschiedet, bei dem er zum einen selbst am Kontrabass mit den Kollegen Lutz Mandler und Thomas Bachmann zu hören ist, bei dem er zum anderen ein letztes Mal das Jazzensemble der Akademie für Tonkunst leiten wird.

I. Bachmann / Mandler / Wuchner: „Improvisorium III“

Lutz Mandler – Trompete, Alphorn, Didgeridoo und Schneckenhorn
Thomas Bachmann – Tenorsaxophon
Jürgen Wuchner – Kontrabass

„Improvisorium“ ist ein Klanglabor, in dem die drei Musiker aus dem Vollen schöpfen: Jeder auf der Suche nach immer neuen Klangmöglichkeiten seines Instruments und alle gemeinsam mit dem Ziel der perfekten Synthese.

 

II. Jazzensemble der Akademie

u.a. mit Anne Heß, Piano; Holger Henning, E-Gitarre; Max Apel, Drums; Jan-Otto Heiland, Doublebass; Ole Heiland, Tuba. Leitung: Jürgen Wuchner

 

Außerhalb der Akademie wird Jürgen Wuchner aber weiterhin das Jazzleben Darmstadts befeuern, als Musiker genauso wie als Lehrer, in seiner eigenen Jazz & Pop School oder als künstlerischer Leiter des jährlichen Sommerworkshops „Jazz Conceptions“ (in diesem Jahr vom 8. bis 13. Juli 2013).

 

Samstag, 16. Februar 2013
Großer Saal, Akademie für Tonkunst, 19:00 Uhr (!)
Eintritt: frei

Eine Veranstaltung der Akademie für Tonkunst Darmstadt

 


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Georg Büchner. Darmstädter Linksradikaler.

Georg BüchnerDas ständige Gedöns der Darmstädter Bildungsbürger mit der „Revolution“ war mir ja schon immer reichlich suspekt. Insbesondere, weil ich den Eindruck habe, dass viele, die da ihren Georg Büchner hochhalten, sich in ihrem bildungsbürgerlich-kuturellen Wohlstandsgebilde sehr bequem eingerichtet haben und ihnen ein solcher Umsturz der Verhältnisse – sollte er denn tatsächlich kommen – so gar nicht gelegen käme.

Natürlich kann ich mich irren und vielleicht steckt hinter der bürgerlichen Fassade doch eine tiefliegende Unzufriedenheit und eine Sehnsucht nach einer anderen Welt. Immerhin stellen die Grünen in Darmstadt die größte Fraktion im Stadtrat und es gibt eine lange Tradition auch unkonventionelle Gruppen wie Uffbasse oder die Piraten mit Sitzen in dieses Gremium zu entsenden.

Andererseits: Das Motto des – von Büchner maßgeblich mit geprägten – Hessischen Landboten war die Parole „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“. Und wenn ich meinem – hier allerdings nur oberflächlichem Wissen (und der Wikipedia) trauen kann, dann gehörte Büchner eher zum radikaleren Flügel des Landboten.

So gesehen war Büchner ein Linksradikaler.

Würde er heute leben, wäre vielleicht nicht gerade die hessischen Landbevölkerung (der es dank üppiger EU Subventionen prächtig geht)  Grund für seinen revolutionären Eifer. Doch es gibt heute Millionen Menschen auf der Erde, denen es noch viel beschissener geht als den gemeinen Hessen zwischen 1831 und 1837. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Büchner angesichts solcher Zustände heute weniger radikal für deren Wohlergehen streiten würde. Und verglichen mit deren Hütten sind selbst die einfachen Eigenheime der Darmstädter Bildungsbürger fantastische Paläste. Und was mit den Palästen – nach Büchner – doch bitte passieren solle:  siehe oben.

So gesehen wäre Büchner wohl auch heute: Ein Linksradikaler.

Folglich wird es zu Georg Büchners 200. Geburtstag in Darmstadt eine offizielle Landesausstellung zu Leben und Werk eines Linksradikalen geben. Was nicht ohne Witz ist. Unter dem Titel Georg Büchner. Revolutionär mit Feder und Skalpell” wird vom 13. 10. 12013 bis zum 16. 2. 2014 im Darmstadtium eine multimediale Präsentation zu Leben und Werk des Dichters, Revolutionärs und Naturwissenschaftlers zu sehen sein. Unter der Schirmherrschaft des Bundeskulturministers Bernd Neumann und des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU).

Schon deshalb darf man gespannt auf die Ausstellung sein.

Der Anspruch der Ausstellungsmacher:

Ungefiltert und zugleich wie in einem Brennglas versammeln sich in Büchners Werk die Erfahrungen eines Lebens zwischen Unterdrückung und Freiheitshoffnung, zwischen spekulativer Philosophie und nüchterner Wissenschaftlichkeit, zwischen der Euphorie des Gipfelblicks und klaustrophobischer Angst. Georg Büchner war ein Meister des Wortes und der szenischen Gestaltung. Beides, Worte und szenische
Gestaltungen, aber auch werkzentrale Elemente wie das Lachen waren für Büchner Waffen: Formen der Notwendigkeit, der Notwehr und zugleich Mittel der Befreiung sowie der Freiheit. Diese Erkenntnis ist leitend für die Ausstellung – sie gilt für alle literarischen, politisch-agitatorischen und wissenschaftlichen Aktivitäten Büchners.

Die suggestive Ausstellungsinszenierung im Darmstadtium mit Originalmanuskripten, Multimedia-Installationen, zeithistorischen Objekten, Gemälden, Filmprojektionen und Hörstationen wird den Besucherinnen und Besuchern erlauben, sowohl räumlich als auch gedanklich in die Welt Büchners einzutauchen – und zugleich erstmals die faszinierende Möglichkeit eröffnen, einem der großen Schreibstrategen der Weltliteratur bei der Arbeit zuzuschauen. Dank einer eigens für die Ausstellung
konzipierten Medientechnik können Büchners Textmontagen und -collagen unmittelbar nachvollzogen werden und erschließen damit sein Werk auf gänzlich neue Weise. Der zeitliche Bogen der Schau spannt sich von der Leipziger Vielvölkerschlacht, an deren zweitem Tag Büchner geboren wird, bis zur Rezeption des Revolutionärs mit Feder und Skalpell in den Attac- und Occupy-Bewegungen unserer Tage.

Quelle: Pressemitteilung zur Ausstellung der Stadt Darmstadt (PDF, ab Seite 4)

Jan-Christoph Hauschild Georg Büchner: Verschwörung für die Freiheit

Jan-Christoph Hauschild „Georg Büchner: Verschwörung für die Freiheit”

Siehe auch:

Aufrührerische Büchner Zitate

CDU fördert Linksradikalen mit 840.000 €

Interview mit S. Peter Brunner zu Büchner 200

 

Wer sich nicht ausschließlich auf die Darstellung der Person Büchners durch das Institut Mathildenhöhe als Quelle verlassen will, kann sich vorab schon mal hier informieren:

 

VHS-Kurs „Georg Büchner & seine ZeitGenossen”, ab Mittwoch, 27. Februar 2013 (ff) im Prälat-Diehl-Haus, Ober-Ramstadt.  Ein Kurs über die Frage, was aus Georg Büchner hätte werden können. Mehr Infos geschwisterbuechner.de
Flyer dazu, Einzelheiten und Anmeldung direkt bei der Volkshochschule

 

Aufführung des Büchner-Films „Eine Deutsche Revolution” , Donnerstag, 16. Mai 2013 , Saalbau-Kino, Pfungstadt.

Deutschland 1982 unter der Regie von Helmut Herbst. Darsteller u.a.  Peter Becker, Bazon Brock, Marquard Bohm, Peter O. Chotjewitz. Nach dem Roman von Kasimir Edschmid. Film mit Rahmenprogramm, anlässlich des 200. Geburtstags von Georg Büchner. Saalbau Kino Pfungstadt

 

Katalog zur Ausstellung: „Georg Büchner : Revolutionär, Dichter, Wissenschaftler 1813 – 1837 “ (1987) Stroemfeld 1987. ISBN: 3-87877-279-3 (Erst seit kurzem beim Verlag vergriffen, aber laut geschwisterbuechner.de leicht und günstig antiquarisch zu finden)

 

Buch: Hintergrund-Infos und Info zur Lesung am 19.2., Rezension von Peter BrunnerBericht von der Lesung am 19.2. mit Audio-Hörprobe von Peter Brunner.

 

 

 

Wikipedia-Artikel zu Georg Büchner

 



 

 

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JüRGEN WUCHNER & FRIENDS FEAT. VALENTIN GARVIE

 

Jürgen Wuchner

Jürgen Wuchner

Freitag, 25. Januar 2013
Gewölbekeller unterm Jazzinstitut, 20:30 Uhr Eintritt 12,- / erm. 10,- Euro
Bessunger Straße 88 D, 64285 Darmstadt

 

 

Valentin Garvie | trumpet

Jürgen Wuchner | bass

Wollie Kaiser | saxophone

Manfred Becker | accordeon

Janusz Stefanski | drums

 

„Jürgen Wuchner“ – so schrieb Wolfgang Sandner anlässlich der Verleihung des Darmstädter Musikpreises am 8.12.12 in der FAZ – „neigt nicht zur Selbstüberschätzung, macht keine großen Worte über seine Leistung und wirkt auch eher beschämt, wenn sie über ihn gesprochen werden. Und wie um den Nachweis seiner Zurückhaltung zu erbringen, deutete er seine große Fähigkeit als Impulsgeber im Hintergrund und kraftvoll-melodiöser Bassist nur an und schien keinesfalls bestrebt, irgendetwas demonstrieren zu wollen. Und hat gerade dadurch seine Preiswürdigkeit unterstrichen. Jürgen Wuchner ist ein Bassist, der als Improvisator und Komponist ein gutes Gespür für Atmosphäre besitzt, die Stücke klar konturiert, ohne dabei aufzutrumpfen.

Und er weiß, dass im Jazz, überhaupt in der Kunst, weniger oft mehr ist. Dazu hat er die richtigen Mitglieder in seiner Band: einen Manfred Becker, der seine Fingerfertigkeit auch eher zurückhält, die prototypischen melancholischen Motive des Akkordeons aber im rechten Augenblick einzusetzen weiß; einen Wollie Kaiser, der sich in seinen sonoren Bassklarinetten-Phrasen nahezu blind mit Becker und Wuchner versteht; schließlich einen zuhörenden und mitdenkenden Schlagzeuger Janusz Stefanski, der stets das richtige Rhythmus-Pattern parat hat, um die Stücke zu vollenden.“

Wenige Tage nach seinem 65. Geburtstag präsentiert der Preisträger eine Special Edition seiner Band „Deep Talking“ –  featuring Valentin Garvie. Der phänomenale argentinischen Trompeter ist in der zeitgenössischen E-Musik ebenso zuhause ist wie im Jazz, Mitglied im Ensemble Modern wie im hr-Jazz-Ensemble und machte beim  dem Deutschen Jazzfestival in der Band von Bob Degen Furore. Garvie erhielt 2012 auch das Arbeitsstipendium Jazz der Stadt Frankfurt.

Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz in Darmstadt e.V.

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Bücher zu verschenken

Lesehungrige aufgepasst! Ich verschenke auf einer first comes- first serves Basis folgende Bücher:

Brigitte Aubert: NachtlokalBrigitte Aubert: Nachtlokal

 

 

Deaver: Opferlämmer

Deaver: Opferlämmer

Ruth Randell „Alles Liebe vom Tod“ (Taschenbuch, Deutsch)

 

 

Jeffery Deaver „Opferlämmer“ (Gebunden, Deutsch)

Review des englischen Originals „The burning wire“

 

Stephen King: InsomniaStephen King „Insomnia“ (Taschenbuch, Englisch)

Since his wife died, Ralph Roberts has been having trouble sleeping. Each night he awakens a little earlier until he’s barely sleeping at all. During his late night vigils and walks, he observes some strange things going on in Derry, Maine. He sees colored ribbons streaming from people’s heads. He witnesses two strange little men wandering the city under cover of night. He begins to suspect that these visions are something more than hallucinations brought about by sleep deprivation. Ralph and his friend, widow Lois Chasse, become enmeshed in events of cosmic significance.

 

John Grisham The ClientJohn Grisham „The Client“ (Taschenbuch, Englisch)

In a weedy lot on the outskirts of Memphis, two boys watch a shiny Lincoln pull up to the curb…Eleven-year-old Mark Sway and his younger brother were sharing a forbidden cigarette when a chance encounter with a suicidal lawyer left Mark knowing a bloody and explosive secret: the whereabouts of the most sought-after dead body in America. Now Mark is caught between a legal system gone mad and a mob killer desperate to cover up his crime. And his only ally is a woman named Reggie Love, who has been a lawyer for all of four years. Prosecutors are willing to break all the rules to make Mark talk. The mob will stop at nothing to keep him quiet. And Reggie will do anything to protect her client — even take a last, desperate gamble that could win Mark his freedom… or cost them both their lives.

 

Und:

Karin Fossum: Eva Auge

Karin Fossum: Eva Auge

 

Karin Fossum: „Evas Auge“ (Taschenbuch, Deutsch aus dem Norwegischen) Vergeben!

Konrad Sejer hat zwei Todesfälle zu bearbeiten: Den einer Prostituierten, die in ihrer Wohnung erwürgt wurde, und den eines unbescholtenen Mannes, dessen Leiche von Messerstichen übersät aus dem Fluss gezogen wurde. Bei beiden taucht eine Verbindung zu der erfolglosen Malerin Eva Magnus auf.

 

Bedingungen: Abholung oder Übergabe in Darmstadt (auch toter Briefkasten) oder bei Übernahme von Porto & Verpackung durch dich.

 

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Gigi & Lulu – Die Assistentinnen schlagen zurück! Oder: the Bunnies go Magic.

Gigi und Lulu - die AssistentinnenMal was in eigener Sache: Wer das Bunnie sehen will, das morgen Abend in meinem Bett pennt (confirmed!), muss am Sonntag hierher kommen:
http://www.theatermollerhaus.de/spielplan/gigi–lulu.html
Da treffe ich sie übrigens auch zum ersten Mal. Ist quasi ein blind date.

Der Auftritt des berühmten Zauberers „Ramazzotti The Great“ ist im Theater Moller Haus in Darmstadt angekündigt. Er, der Garant guter Laune und König aller Kreuzfahrtschiffe, findet seine Show genial und die beiden Bunnies im Hintergrund sind für ihn, den Sexisten, nettes Beiwerk.
Falls jedoch Ramazzotti – wie schon öfter – nicht auftaucht, müssen Gigi und Lulu – wie schon öfter – einspringen und das Publikum bei Laune halten.  Schauen wir, ob ihnen das auch bei anspruchsvollen Publikum des Theater Moller Haus gelingt. Oder werden sie Ramazzotti doch noch zum Erscheinen bringen?

Lassen wir uns überraschen! Ich bin jedenfalls dabei.

 

Mehr zu Zauberei in und um Darmstadt herum:

Mann mit Eiern: Ken Bardowicks

25 Jahre Neues Theater Höchst mit Gaston und Co.

Zauberzeit im Theater Moller Haus

 

 

Bessunger Weltuntergangs- und Weihnachts- Jam Session

Uli Partheil

Uli Partheil

Freitag, 21. Dezember 2012, 20:30 Uhr
Gewölbekeller unterm Jazzinstitut, Bessunger Strasse 88d, Darmstadt

Eintritt frei

Statt des strengen Weihnachtsmannes kommt der weit weniger strenge Vorstand des Fördervereins auf die Bühne, statt einer Aufzählung guter und böser Taten wird Musik erklingen, gespielt vom Vorstandstrio:

Michael Bossong (sax)

Rüdiger Schwenk (sax)

Uli Partheil (p)

 

Michael Bossong

Michael Bossong

Also, sofern die Welt &  ich, also wir beide, um die Zeit noch existieren (die Mayas hätten ruhig mal ne Uhrzeit angeben können), gehe ich da wohl mal hin, um den Abend dort zu beginnen.

Kennt noch jemand Weltuntergangsparties in Darmstadt, die man danach noch crashen könnte? Nicht so weit weg, für den Fall, dass ich am 22. doch wieder zu mir komme.

😉

 

 

Weitere Jazz-Termine in nächster Zeit:

 

Freitag, 11. Januar 2013
Two Times Two

(Ort: Gewölbekeller des Jazzinstituts)

Fischer / Schmitz Duo & Magedanz / Distelmann Duo

 

Freitag, 18. Januar 2013
Bessunger Jam Session

(Ort: Gewölbekeller des Jazzinstituts)

 

Freitag, 25. Januar 2013
Jürgen Wuchner and friends, spezial guest Valentin Garvie

(Ort: Gewölbekeller des Jazzinstituts)

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Darmstadt: Mit Schnee gegen Radfahrer

Radwag vereist

Auch 2014: wieder: Autofahrbahn und Fussweg Schnee-frei, Radweg zugeschüttet und vereist.

Jetzt hat es in Darmstadt nicht nur geschneit, sondern der Schnee ist auch liegen geblieben. Passiert ja nicht sooo oft, schon gar nicht im Dezember. Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem spätestens alle Weicheier unter den Radfahrern zurück ins Auto klettern. Endlich ist die Stadt von Radfahrern befreit! Autofahrer können jetzt wieder ungebremst Gas geben und so wild parken wie es ihnen recht ist.

Doch was ist das? Da fahren immer noch Darmstädter mit dem Rad durch die Gegend. Sind die wahnsinnig? Wollen die beweisen, dass sie absolut harte Kerle (b.z.w. Weiber) sind? Gibt es tatsächlich Menschen in Darmstadt, deren geringes Einkommen nicht den Kauf eines Automobiles erlaubt? Oder sollten es gar ruchlose Anarchisten sein, die sich der dringenden wirtschaftspolitischen Notwendigkeit der Anschaffung von bis zu drei PKW pro Haushalt eiskalt widersetzen? Wohl möglich aus ökologischen Gründen?

Das darf nicht sein!

Deshalb hat die Stadtverwaltung von Darmstadt kurzfristig Maßnahmen ergriffen, um solche Frechheit zu unterbinden. Zunächst wurde die Schnee-Räumung der Radwege eingestellt. Das spart schließlich auch Geld  für Personal und auch weniger von dem sündhaft teuren Streusalz muss ausgebracht werden. Und ökologisch ist das auch. Denn das Streusalz ist pures Gift für Bäume, Sträucher und Grundwasser. Es ist so aggressiv, dass auch Schuhe, Autolack und Autoreifen darunter leiden. Das müssten Radfahrer doch verstehen! Wer, wenn nicht sie?

Doch die Stadt musste die erschütternde Entdeckung machen, dass dieses allein längst nicht ausreicht, um die fanatischen Radfahrer abzuschrecken. Zum einen gibt es in Darmstadt nicht wenige Anwohner, die auch den Radweg vor ihrem Haus räumen und streuen. Zum anderen hat sich inzwischen herumgesprochen, dass sich auf einer geschlossenen Schneedecke eigentlich ganz gut Rad fahren lässt. Viel angenehmer ist, als auf dem widerlichen Schneematsch, den das Streusalz erzeugt.

Durch Schneeräumung zur Stuntstrecke gemacht: Fahrradweg in Darmstadt

Durch Straßenäumung zur Stuntstrecke gemacht: Fahrradweg in Darmstadt

Also musste die Stadt einen Schritt weiter gehen. Die städtischen Räumfahrzeuge wurden angewiesen, den Schnee von der Autofahrbahn auf die Radwege zu schieben. Diese Methode wurde durch drei besonders raffinierte – von externen Spezialisten entwickelte – Maßnahmen optimiert:

  • Der Schnee wurde nicht gleichmäßig auf Radwege geschoben, sondern an sorgfältig ausgesuchten Stellen:
    • an denen die Radfahrer mit höherer Geschwindigkeit unterwegs sind
    • keine Gefahr besteht, dass Anwohner ihn wegräumen
    • die Radfahrer schlecht ausweichen können (Verengung, hoher Bordstein, Autos mit hoher Geschwindigkeit unterwegs)
  • Der Schnee wird durch die geschickte Kombination der Zugabe von Streusalz, des Druckes der Räumschaufeln und der Außentemperatur um den Gefrierpunkt in super-harte, unförmige Eisklumpen verwandelt (siehe Abb. unten rechts), die die Unfallgefahr maximieren und ein einfaches Drüberwegfahren unmöglich machen.
  • Durch die geschickt angelegten Bushaltestellen auf Radwegen werden Radfahrer häufiger zu (durch Eis und Schnee besonders) riskanten Wechseln auf die Autofahrbahn gezwungen

Die erhöhte Unfallgefahr hat auch einen positiven Nebeneffekt: Sie macht Darmstädter Unternehmen, die wieder jede Vernunft immer noch konsequente Radfahrer einstellen, klar, dass sie im Winter mit erhöhten Ausfällen zu Rechnen haben.

Doch obwohl diese Bemühungen der Stadt Darmstadt erste Wirkung zeigen, werden die Rädelsführer unter den Radfahrern immer dreister. Nicht, dass sie sich endlich ein KFZ zuzulegen – und sei es auf Kredit (Griechenland zeigt, das mangelndes Einkommen keine Rechtfertigung sein kann, sich dem Kauf deutscher Industrie-Produkte zu verweigern). Nein, sie beginnen, auf die Straße auszuweichen und dort den Fluss des Autoverkehrs zu bremsen.

Bei solchem Eis auf dem Radweg hilft auch das beste Profil nichts

Der Schnee wird durch die geschickte Kombination von Streusalz, des Druckes der Räumschaufeln und der Außentemperatur in super-harte, unförmige Eisklumpen verwandelt, die die Unfallgefahr maximieren

Nicht wenigen Autofahrern merkt man an, dass er diese Frechheit am liebsten mit der Macht seiner teuer erkauften PS und der unerbittlichen Härte deutscher Kühlerhauben beantworten möchte. Nur die Ahnung, dass ein liegender Radfahrer den Verkehr und das eigene Vorwärts kommen noch stärker behindert, als ein rollender Radfahrer, hält sie davon ab, ihre berechtigten Emotionen über das allgemeine Autoverkehrswohl zu stellen. Statt dessen artikulieren sie ihren Hass durch aggressives Hupen und gezielte Unterschreitungen des (mit 2 Metern unnötig großzügig bemessenen) Mindestabstandes beim Überholen.

Besonders geschickte Autofahrer nutzen auch die (dank hoher Schlaglochdichte in Darmstadt besonders häufigen) Schmelzwasserpfützen auf der Fahrbahn, um die Radfahrer gezielt nass zu spritzen. Dazu gehört jedoch erhebliches Geschick und die Opferbereitschaft die Salzlauge auch über den Lack des eigenen Autos zu verteilen. Solche Helden verdienen besondere Verehrung und sollten von der Stadt als Dank für ihren Einsatz zur Durchsetzung des natürlichen Autofahrerrechts auf freie Fahrt  geehrt werden.

Natürlich werden nicht alle Autofahrer sich, z.B. aus Angst vor ungedeckten Schäden am eigenen PKW, an solchen Maßnahmen selbst beteiligen. Sie können jedoch unterstützen, in dem sie Vorschläge zum Erschweren des Radfahrens in geeignete Parteien zu tragen. Die CDU und große Teile der SPD gelten als sehr zugänglich für gesetzliche Verankerung der Naturrechte der Autofahrer.

Doch auch die Stadt Darmstadt darf die armen Autofahrer in ihrem gnadenlosen Kampf gegen die Radfahrer-Plage nicht allein lassen. Gezielte Fahrten des Ordnungsamtes zum Aufspüren und Bestrafen von Radfahrern, die bei Hindernissen auf dem Radweg unverschämter Weise auf die für Autos reservierte Fahrbahn ausweichen, wären sinnvoll.

Noch besser jedoch wäre es, das Radfahren im Winter in Darmstadt ganz zu verbieten. Dass müsste doch auch den Radfahrern entgegenkommen. Schließlich ist es da draußen ohne schützende Karosserie doch furchtbar kalt und ziemlich lebensgefährlich.

 

Siehe auch:

Ein Leben nur mit Radel ohne Auto…

Halte nicht auf Radwegen – Danke!

Denn Radwege sind zum Parken da…  – Verkehrserziehungs-Tragikkomödie in drei Akten

Respekt: Mit 101 – Hessens ältester Radfahrer aus Reinheim

 Pranger für Radweg-Parker

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Disclaimer Verkehr

 

 

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Zauberzeit im Theater Moller Haus

Gastgebende Zauberin Waso Koulis

Gastgebende Zauberin Waso Koulis

Eine (der wenigen) Alternativen zum sich zunehmend ausbreitenden Weihnachtsterror ist eine ganz und gar nicht christliche Veranstaltung, die am Samstag, den 22.12.2012 um  20:30 Uhr im Theater Moller Haus in Darmstadt stattfindet. Dort versammeln sich 7(!) ZauberInnen aus dem Rhein-Main-Gebiet, um eine Art Leistungsschau der örtlichen Magie zu veranstalten. Hier werden die Geister und Götter der Magie, der Verblüffung, des Verschwindens (und Erscheinens) und voraussichtlich auch der Lästerei und des Lachens beschworen.

Präsentiert und moderiert von der Darmstädter Zauberin Waso Koulis sind aus dem Umfeld von Rhein-Main Magic zu sehen:

 

Tiffi (alias Claudia Teifel, aus Weiterstadt)
Mlodini (alias Frank Mlodoch aus Erzhausen): Falschspieler und Täuschungskünstler
Magic Alex (alias Alexander Gieß aus Pfungstadt): Magische Comedy
Bogus (alias Ulrich Kigele aus Rosenheim): Mentalmagie
Radalou (alias Ulrich Meyer): Unterricht in den Fächern „Zaubersprüche“ und „Pflege magischer Geschöpfe“
Stefan Alexander Rautenberg (als seiner selbst, aus Gießen): Magisches Kammerspiel

Sie zeigen die Höhepunkte aus ihren Programmen (bzw. lassen diese verschwinden). Was hier nicht zu sehen ist, das gibt es im Rhein-Main-Gebiet (noch) nicht an Zauberei. Eine guten Gelegenheit für Einsteiger, die Vielfalt de Zauberkunst kennenzulernen und für Genießer ein Best-off zu erleben.

Die Veranstaltung hat Tradition: Immer am Samstag vor Weihnachten (und nur dann) stellt die Gastgeberin Waso Koulis vom Theater Moller Haus aus dem Umfeld des Zauberstammtisches (der sich seit Februar 2003 monatlich in Seeheim-Jugenheim trifft) ein spannendes Programm zusammen, das auch prominente Gäste von weiter her einschließt.

Die 15,- Euro Eintrittsgeld (Ermäßigt: 12) können jedenfalls deutlich schlechter angelegt werden und wer sich (aus sozialen Zwängen) vom Weihnachtsterror nicht freimachen kann, der kann den Eintritt locker durch die Verzicht auf Silvesterknaller finanzieren. Die Show ist auch für Kinder ab  9 Jahren geeignet.

Pro-Tipp: Ein früher Ticket-Kauf ist zu empfehlen. Im letzten Jahr war die Show bis auf den letzten Platz ausverkauft. Nur mit etwas Glück dürften Last-Minute Tickets zu ergattern sein.

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Mehr zu Zauberei:

Mann mit Eiern: Ken Bardowicks

25 Jahre Neues Theater Höchst mit Gaston und Co.

 

Mehr zum Theater Moller Haus:

Die Lange Nacht der Freien Szene im Moller Haus

 

 

 

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25.11. und 2.12. Ausstellung des Fotoclub Griesheim

Ausstellung Fotoclub Griesheim

Einladung zur Ausstellung des Fotoclub Griesheim

Ich zitiere gern aus einer Einladung, die ich gestern erhielt:

 

Hallo zusammen,

und wieder ist ein Jahr vergangen und wieder ist es Zeit für die Ausstellung des Griesheimer Fotoclubs. Der geneigte Fotofreund ist herzlich dazu eingeladen, sich die Ausstellung mit über 80 Bildern aufstrebender Fotografen und Fotografinnen anzusehen, zu genießen, dabei seine Lieblingsbilder auszuwählen und am Ende eine schöne Erinnerung mit nach Hause zu nehmen.

Wie immer findet die Ausstellung an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen statt, am 25.11. und am 02.12., jeweils von 10 bis 17 Uhr. Die Details stehen [auf dem Bild rechts]. Das Georg-August-Zinn-Haus mit den gelben Fensterrahmen liegt zwischen den Straßenbahnhaltestellen Wagenhalle und Marktplatz (49°51’39.24″N, 8°33’44.34″E oder http://goo.gl/maps/rQphY). Am Haus parken geht auch sehr gut, der Parkplatz liegt direkt daneben.

[…]

P.S.: Der Club hat zur Ausstellung wieder eine kleine Publikumswertung am Start.reich

Hilfreich ist sicher noch der Hinweis, dass eine bequeme Anreise per Staßenbahn mit der Linie 9 (PDF) ab Darmstadt möglich ist – sie hält fast vor der Tür. Merke: Dein Auto frißt dein Geld, schadet der Umwelt und macht dich fett. 😉

Mehr Infos zum Fotoclub Griesheim – auf der Seite wird jedoch noch nicht auf die Ausstellung hingewiesen.

 

Galerien der Mitglieder:

Agnes Braun

Georg Braun

Sabine Kielbassa

Hans Kleeb

Sigurd Koch

Daniel Mroczek

Winfried Piegsda

Holger Rothermel

Monika von Steldern

Peter Weigand

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