Archiv der Kategorie Allgemein

(La)Tex für Ly-Rick

LaTex LogoNachdem ich kürzlich bei der Herausgabe einer kleinen Lyrik-Bandes geholfen habe – der Satz erfolgte mit OpenOffice – hatte ich eine kleine Diskussion über die Vor- und Nachteile von Latex (sprich: „La-Tech“, eine sehr mächtige Open Source Textsatz-Software).

Nun kenne ich Latex noch aus meinen Uni-Zeiten und halte sehr viel davon. Da ich aber schon recht lange keine Print-Erzeugnisse mehr erstellt habe, lohnt sich der Einsatz für mich nicht. Die paar Briefe und Flugblätter, die ich ganz selten erzeuge, sind mit OpenOffice schneller gemacht. Allerdings habe ich beim Satz des Lyrik-Bandes die Einschränkungen einer Textverarbeitung zu diesem Zweck erlitten und bin einige unschöne Kompromisse eingegangen (und ja: Microsoft Office ist noch viiiel schlimmer).

Nun verstieg ich mich in der erwähnten Diskussion dazu, zu behaupten, dass Latex für den Satz einer Lyrik-Publikation – mit ihren sehr speziellen Anforderungen – vermutlich weniger zu gebrauchen sei. Dazu sei erwähnt, das Latex aus dem wissenschaftlichen Bereich kommt.

Nun, ich lag falsch. Und wurde prompt widerlegt: Gleich vier auf Lyrik spezialisierte Latex-Pakete gibt es.

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Finsternis kann keine Finsternis vertreiben

Gegen Hass

Finsternis kann keine Finsternis vertreiben.
Das gelingt nur dem Licht.
Hass kann den Hass nicht austreiben.
Das gelingt nur der Liebe.
Hass vervielfältigt den Hass; Gewalt mehrt Gewalt,
Härte vergrößert Härte in einer ständigen Spirale der Vernichtung. …
Die Kettenreaktion des Bösen – Hass, der neuen Hass gebiert,
Kriege, die neue Kriege nach sich ziehen – muss unterbrochen werden.
Sonst werden wir in den Abgrund der Vernichtung stürzen.

Martin Luther King (1929-1968), »Kraft zum Lieben« Rede 1963

 

 

 

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Im Flüchtlingscamp in Chemnitz

Gastbeitrag von Babett Knöfel

Fotos: Babett Knöfel Babett Knöfel ist Musikerin, Christin und zu einem Solidaritäts-Auftritt ins Flüchtlingscamp in Chemnitz gekommen. Hier ihre wichtigsten Eindrücke:

Kaum richtig drin, läuft mir Georgina (43) in den Arm. Sie ist Syrerin und katholische Christin. Ihre Flucht bewerkstelligte sie allein. Sie hat einen Onkel in Leipzig und hofft bald das Camp verlassen zu können.

Wir gehen, noch bevor ich zum Konzert aufbaue, zu ihrem Zelt. Da stehe ich nun, wo Flüchtlinge Wochen/ Monate täglich leben. Sie frieren alle, meint sie. Das werde ich (bei 14 Grad) an diesem Tag fast durchgängig von allen hören. Sie ist dankbar für ihre Rettung in Deutschland. Dennoch bittet sie mich um warme Kleidung. Stiefel, Pullover, Jacke. Sie gehörte bestimmt nicht zur Unterschicht, das sieht man. Als Sekretärin bei einem Arzt hat sie gearbeitet. Das möchte sie unbedingt wieder tun.

Jetzt steht Georgina unsicher neben mir. Bevor sie ihr Anliegen an mich richtet, entschuldigt sie sich am Laufband. Schließlich traut sie sich zu fragen, ob es auch Adidas Turnschuhe sein können. Mir bleibt etwas das Wort im Hals stecken. Nicht etwa weil Markenschuhe verwerflich sind, sondern weil dieser Wunsch für das steht, wozu viele Fremdenfeindliche aktuell hochfahren und auf die Straße gehen. Es stimmt, Georgina ist als Flüchtling gut gekleidet und ich ertappe mich ernstlich bei der Frage: Darf sie das?

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Wie ich zu Hamlet kam

Plakat Für den gestrigen Abend hatte ich mir gleich zwei  Theaterstücke vorgemerkt. Die Premiere von „Hexenjagd“ von Arthur Miller inszeniert vom TUD Schauspielstudio im Theater Moller Haus und „Hamlet“ inszeniert von der Büchner Bühne im Staatstheater Darmstadt. Ich hatte mich für Miller entscheiden – es schien mir thematisch das interessantere und aktuellere Stück zu sein.

Doch der Tag war intensiv und anstrengend und ich war bis fast 19 Uhr beschäftigt – beide Stücke sollten um 20 Uhr anfangen. Fast hätte ich meinen Plan aufgegeben zugunsten eines ruhigen (Fußball-)Feierabends.

Doch dann habe ich mich dann doch aufgerafft und mich um 19:30 noch mal aufs Fahrrad gesetzt und bin losgefahren. Ursprünglich wollte ich auch noch jemanden finden, der mitkommt, aber so viel Spontanität kann ich Freunden und Bekannten dann doch nicht zumuten.

Doch das Schicksal spielt einem manchmal Streiche. Als ich im Theater Moller Haus ankam, musste ich feststellen, dass die Vorstellung komplett ausverkauft war. Schön für sie – schlecht für mich. Dachte ich. Denn für den Klassiker Hamlet wäre ich dann wohl doch nicht mehr aus dem Haus gegangen. Aber nachdem ich nun schon mal am Georg Büchner Platz war, lag das Staatstheater nur ein paar Schritte entfernt. Bevor ich also wieder zurück nach Bessungen radelte, konnte ich mir ja dann wenigstens Shakespeare antun – für den es auch noch ein paar wenige Karten gab.

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Analyse des „Asylkompromisses“ von CDU, SPD & Grünen

Gastbeitrag von Ralph Hoffmann

CSU: Vertriebene - Eure Not ist unserer SorgeIch lese gerade den Beschluss zu den Asylverfahren, veröffentlicht seitens der SPD-Fraktion

Punkt 4.1. ist die Schaffung von neuzeitlichen Ghettos. Dort sollen die Betroffenen solange drinnen bleiben, bis das BAMF dann mal entschieden hat, ob Asyl, ob Flucht, ob unberechtigt. Erst dann werden die Menschen entweder abgeschoben, oder auf die Kommunen verteilt. Die Aufnahmeeinrichtungen und die neuen Abschiebeeinrichtungen in Bayern reichen jetzt schon nicht aus, und Integration kann so auch nicht gelingen. Und unter 4.3 wird dann geregelt, dass Asylsuchende nun anstatt 3 Monate dann bis zu 6 Monate in Lagern gehalten werden sollen. Die GUs sind ja schon schlimm, aber die Aufnahmeeinrichtungen, also die neuen Ghettos, sind nur noch übel.

4.3 mit den sicheren Herkunftsländern ist einfach nur noch ein Hohn. Drastisches Beispiel ist der Kosovo: Wenn da alles so sicher ist, was macht dann die Bundeswehr noch da? Aber das wurde bereits zur Genüge durchgekaut. Für Roma und Lesben/Schwule/Transidentische ist das ein Wahnsinn; gerade für letztere kennen wir schon solch dämlich-dümmliche Aussagen aus Deutschland, dass man sich doch verstellen solle, was ausdrücklich das EuGH untersagt hat!

Ebenfalls unter 4.3: Ersatz des Taschengeldes durch Sachleistungen. Die Essenspakete kommen damit wieder, also genau die Scheiße, die sogar die CSU in BY eingesehen hat, dass die nicht mehr gehen. Und was ist mit „Abweichungen von bauplanungsrechtlichen Standards“ gemeint? Gut, nicht jeder Standard macht Sinn, aber ein Standard darf niemals fallen, die Mindestfläche, die einem Menschen zusteht, und die derzeit ja noch kleiner ist, als für einen Polizeihund. Soll der Standard auch zurück geschraubt werden? Wir haben in den GUs eh schon keine Intimsphäre für die Menschen mehr.

Auch unter 4.3: Beschäftigungsverbot? Was für eine Idiotie! Gebt den Leuten Arbeit und was zu tun. Arbeit ist Bestandteil der Menschlichkeit. Und wer weiß, wie lange Asylverfahren dauern. Hier steckt einfach nur noch die Angst dahinter, dass die Menschen, die in einem schwebenden Asylverfahren stecken, sich bereits durch Wohnen außerhalb einer Erstaufnahme und durch Tätigkeit bei uns integrieren, sprich: Ihr Asylsuchenden seit solange wertlose Menschen, bis wir wissen, ob wir euch akzeptieren und dann verwenden können. Dieses Menschenbild teile ich ausdrücklich nicht! Den Rest des Eintrags lesen. »

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München 2.9.2015 Ortszeit 1:20 Uhr: Ich bekomme das Kotzen!

Gastbeitrag von Matze Ferstl

München 2.9.2015 Ortszeit 1:20 Uhr:  Ich bekomme das Kotzen! Das blanke, unverblümte und wörtliche Kotzen! Ja, ich war bisher Keiner, der groß Stellung bezogen hat zu der ganzen Flüchtlingsdebatte. Warum? Weil ich mich schlicht und einfach nicht damit auseinandersetzen musste. Ich hab die Nachrichten von konservativen sowie linken Medien verfolgt, ich habe bewusst beide Seiten angehört, und GEDACHT mir ein eigenes Bild zu machen.

Man könnte sagen,  dass mir die Tatsachen gerade ins Gesicht geschlagen haben.

Gestern kamen laut einer Münchener Zeitung in 24 Stunden mehr als 1000 Flüchtlinge an. Ich trinke bei Zeiten mal ein Bier nach meiner Spätschicht am Hauptbahnhof, kenne den Normalzustand, den Zustand seit dem Desaster in den nordafrikanischen Ländern, den Kriegen in Nahost und so weiter.

Aber DAS (! siehe Foto) habe ich nicht ein einziges Mal gesehen!

Ich hab mir die Freiheit genommen und hab genau dieses eine Foto gemacht, aus Respekt und Anstand nicht ein einziges mehr.

Was ich gesehen habe?

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Scotland 2015 – Preparations

Oatbank Cottage

After two weeks of Great Brittan in 2014 (London, Nottingham and 4 days of Scotland) this summer Scotland will be the focus of out summer holiday. We will spend at least 7 days in Scotland. This article summarizes the results of planning and will serve as single point of information (SPOI) for all recoures needed during the trip and the stay.

Accomodation: Oakbank Cottage, Kilchrenan, Loch Awe, Argyll.

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Weltkatzentag

Heute, 8.8.2015 ist Weltkatzentag. Mein Beitrag dazu:

Weltkatzentag

 

Müssen Gutkatzen sein.
Fühle mich sehr verbunden.
🙂

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Management oder Leadership?

Management vs. Leadership

Quelle: Nils Pfaeging

 

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Horizont erweitern: Drei Tage in Südpolen (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Felix M. Benneckenstein

Podiumsdiskussion Kein Platz für Hate Speech

Podiumsdiskussion Kein Platz für Hate Speech (Klick für größere Ansicht)

In der vergangenen Woche hießen meine Ziele zur Abwechslung nicht „Mittelfranken“, „Niederbayern“ oder „Oberpfalz“. Es zog mich über Berlin nach Südpolen und Schlesien, wo ich an der Universität Opole u.a. an einer Podiumsdiskussion teilnahm (siehe Bild rechts).

Wer die NS-Ideologie kennt, der wird sich sicherlich denken können, welchen Stand polnische Menschen seit jeher bei deutschen Rechtsradikalen haben. Nicht zuletzt träumt so ziemlich jeder Neonazi davon, eines Tages „in Breslau“, dass heute Wroclaw heißt, „einzumarschieren“. Vorrangig, um „Land zu erkämpfen“, gehen dann die Massakrierungs-Fantasien ein bisschen auseinander.

Gleiches gilt natürlich auch für die Stadt Opole, die „Oppeln“ hieß. Es war schon ein komisches Gefühl, nun genau dort hin zufahren, das muss ich zugeben.
Doch Nationalismus ist grenzübergreifend ( Wortspiel! ) und auch in Polen gibt es quasi selbstverständlich Ablehnung, Ausgrenzung und auch das, was wir heute „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ nennen, findet sich dort in Teilen wieder.

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