Archiv der Kategorie Allgemein

Some things…

Some things are worth getting your heart broken for.

-Sarah Jane Smith (DrWho S2 E3)

Kurt Vonnegut: Experience becoming.

In 2006 a high school English teacher asked students to write a famous author and ask for advice. Kurt Vonnegut was the only one to respond – with this:

“Dear Xavier High School, and Ms. Lockwood, and Messrs Perin, McFeely, Batten, Maurer and Congiusta:

I thank you for your friendly letters. You sure know how to cheer up a really old geezer (84) in his sunset years. I don’t make public appearances any more because I now resemble nothing so much as an iguana.

What I had to say to you, moreover, would not take long, to wit: Practice any art, music, singing, dancing, acting, drawing, painting, sculpting, poetry, fiction, essays, reportage, no matter how well or badly, not to get money and fame, but to experience becoming, to find out what’s inside you, to make your soul grow.

Seriously! I mean starting right now, do art and do it for the rest of your lives. Draw a funny or nice picture of Ms. Lockwood, and give it to her. Dance home after school, and sing in the shower and on and on. Make a face in your mashed potatoes. Pretend you’re Count Dracula.

Here’s an assignment for tonight, and I hope Ms. Lockwood will flunk you if you don’t do it: Write a six line poem, about anything, but rhymed. No fair tennis without a net. Make it as good as you possibly can. But don’t tell anybody what you’re doing. Don’t show it or recite it to anybody, not even your girlfriend or parents or whatever, or Ms. Lockwood. OK?

Tear it up into teeny-weeny pieces, and discard them into widely separated trash receptacals. You will find that you have already been gloriously rewarded for your poem. You have experienced becoming, learned a lot more about what’s inside you, and you have made your soul grow.

God bless you all!“

Kurt Vonnegut

NTR 2023 Playlists

At the NTR 2023 I have played three sets (each 1h). Here are my playlists:

Opening set (Friday 3 p.m.) – Tango y RAP theme

  • Rascacielos – Café Dominguez
  • Gotan Project – Mi Confesion
  • ATR Argentina Tango Rap – Amarte Siempre
  • ATR Argentina Tango Rap – Barrio e’Tango
  • YSY A – Traje unos Tangos
  • Jan Delay – Grün weiße Liebe
  • Alligatoah – Stay In Touch
  • El Juntacadaveres – Gönlüm Sensiz Olmaz
  • El Juntacadaveres- Cortita y el Pie
  • 4elements- Track 01
  • ATR Argentina Tango Rap – De Pibes
  • ATR Argentina Tango Rap – Nostalgia
  • twenty one pilots: Stressed Out
  • Gotan Project – Chunga’s Revenge.
  • Gotan Project – Epocaépoca
  • El Juntacadaveres – Piazzoleando
  • ATR Argentina Tango Rap – Barrio e’Tango

Night of Visual Wizards Set (Saturday / Sunday 1 a.m.) – Nuevo Contrapunto theme

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Meine Strafanzeige gegen Unbekannt und gegen Facebook

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 1 

Gern wird ja Hetze im Netz als „Humor“ getarnt. Dabei gibt es Zweifelhaftes, Grenzwertiges – und Eindeutiges.

Eindeutig ist jeder noch so versteckte Aufruf dazu, im Rahmen der politischen Auseinandersetzung Gewalt einzusetzen. Ein besonders perfides und herabwürdigendes Mittel der Gewalt (besonders von Männern) ist das Urinieren auf einen anderen Menschen. Es ist ein Angriff, der vor allem Erniedrigen soll, aber auch starke Züge von sexueller Macht transportiert. Eine Methode der Erniedrigung, die z.B. gern von den Nazis gegenüber ihren Opfern angewendet wurde – aber auch von folternden US-Soldaten im Irak.

Allein schon auf die Idee zu kommen, jemanden so anzugreifen, zeugt von einem kranken Geist – doch Hasspropaganda hat genau das zum Ziel: Den Andersdenkenden das „Mensch-sein“ abzusprechen und sie zu erniedrigen.

Um so erstaunter war ich, als mir Facebook heute diesen Beitrag „empfahl“ (Verfasser des Beitrages hier unkenntlich gemacht und Bild von mir überschrieben, um Werbung / die Weiterverbreitung zu verhindern):

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Unsere Justiz ist auf dem rechten Auge blind.

Aus die Meiler: (Mein) Erfolg nach 38 Jahren

Heute haben wir ein Ziel erreicht, für das ich seit meinem 15 Lebensjahr kämpfe. Damals gegen alle relevanten Parteien (CDU, SPD, FDP) und gegen die Industrie. In Deutschland wird heute das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet.

Nachdem ich es – angesichts der heute viel drängenderen Themen – zuerst ignorieren wollte, ist es dennoch Zeit zurück zu denken und ein bischen im Archiv zu wühlen. 🙂 Denn es ist ein großer Erfolg.

Alle fotografierten Dokumente (außer dem Rechts) sind aus meinem privaten Archiv.

Das politische Engagement und das Durchhalten hat sich gelohnt, auch wenn ich mir das natürlich viel früher gewünscht hätte. Aber die Welt ist jetzt ein Stück sicherer geworden.

Es war ein langer Weg – auf dem ich anfangs Artikel und Flugblätter geschrieben, viel diskutiert, und in Grohne, Wackersdorf und im Wendland demonstriert habe. Eine Zeit lang war ich bei den Grünen aktiv war, im Kreisschülerrat und natürlich bei den JungdemokratenInnen (gibts die eigentlich noch?). Damals gab es noch kein Internet, also mußten die Menschen über die Medien oder persönlich erreicht werden.

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Vor dem Gesetz sind alle gleich, aber manche sind gleicher

In meiner Jugend gab es zwei Sprüche, die diametral gegeneinander standen:

Legal, illegal, scheißegal

und

Wer sich nicht an Regeln halten will, soll doch nach „drüben“ gehen.

Ersteres kam aus den links-radikalen Kreisen der Universitäten, zweiteres aus den damals einzig relevanten Parteien CDU, SPD und FDP (die Grünen waren damals erst am Entstehen). Mit „drüben“ war übrigens (für die jüngeren Leser:innen) die DDR gemeint.

Während mir damals Erstere emotional näher standen als Zweitere, habe ich seither doch einiges dazu gelernt. Dazu gehört (u.a.):

  • Nicht alle Regeln sich automatisch richtig (und/oder notwendig)
  • Regeln sind dennoch wichtig für die Demokratie – denn sonst regiert das „Recht des Stärkeren“
  • Die, die Regeln machen, müssen besonders an sie gebunden sein.

Aber auch Parteien von damals scheinen sich – zumindest in Darmstadt – verändert zu haben. In die andere Richtung.

Was passiert ist und warum das wichtig ist

Vor der Oberbürgermeister:innen-Wahl in Darmstadt, bei der insgesamt 12 10 Kandidat:inn:en antreten, haben die Bewerber von CDU, SPD, FDP, Grünen, Volt und Freie Wähler mit dem Plakatieren begonnen, bevor das erlaubt ist. Und da der Termin klar kommuniziert war (mehr dazu weiter unten) handelt es sich hier um kein Versehen, sondern um ein gezieltes Vorgehen, um den anderen Bewerber:innen die besten Plakatplätze wegzunehmen. Warum ein solcher Regelverstoß keine ignorierbare Kleinigkeit ist:

  1. Angesichts der Bewerber:innenzahl ist mit einem knappen Entscheid darüber zu rechnen, wer in die Stichwahl kommt. Zur Wahrung der Chancengleicheit ist ein einheitlicher Starttermin wichtig. Da zeigen ausgerechnet die Kandidaten, die bereits mit der besten Finanzausstattung in den Wahlkampf gehen, das ihnen sowas egal ist. Hauptsache: MACHT.
  2. Drei der hier illegal Handelnden (Michael Kolmer, Paul Georg Wandrey, Holger Klötzner) sind als hauptamtliche Dezernenten bereits Angestellte der Stadt Darmstadt. D.h. wir Bürger:innen zahlen ihr Gehalt. Und sie sollten damit der Einhaltung der Regeln besonders verpflichtet sein. Scheißegal?
  3. Das Handeln im Wahlkampf ist immer auch ein Spiegel auf die zu erwartende Amtsführung. Wie wird jemand, der bereits im Wahlkampf einfache Regeln missachtet (und damit durchkommt), erst als Oberbürgermeister mit Recht und Gesetz umgehen? Die Ignoranz von Herrn Rafael Reisser (CDU) gegenüber den Regeln des Rechtsstaates hat die Darmstäder:innen mehr als 165.000 Euro gekostet (zzgl. öffentliche Bloßstellung). Und die Herrlichkeit eines Peter Feldmann, der meinte, Regeln gülten für ihn nicht, ist kürzlich in Frankfrurt als teure Peinlichkeit (inkl. Abwahl und Verurteilung) zu Ende gegangen.

Dennoch unterscheidet sich die Schwere der Taten im Einzelfall:

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Die grünen Leiden der Anne Spiegel

Kopfloser by Carsten Buchholz

In der öffentlichen Diskussion um die Bewertung des Urlaubes von Anne Spiegel habe ich mich bisher nicht geäußert. Zu wenig geeignet für einfaches Urteil schien mir der Fall – und ich hatte nicht alle Infos, um es beurteilen zu könnnen.

Nun ist Anne Spiegel zurückgetreten. Und es gibt Quellen, die mir erlauben, die Thematik zu bewerten. Und ich möchte das tun, weil es daraus – über den konkreten Fall hinaus – einiges zu Lernen gibt. Für moderne Politiker:innen. Aber auch für die öffentlichen Diskussion. Und persönlich.

Vorab meine Bewertung der Ereignisse (wissend, dass ich hier ein paar Leser:innen verlieren werde), die ich im folgenden dann begründen möchte:

  • Es mußten in Deutschland (auch in jüngster Zeit) Politiker:innnen anderer Parteien trotz viel schlimmerer Handlungen und Aussagen nicht zurücktreten.
  • Der Rücktritt der grünen Politikerin Anne Spiegel war dennoch der richtige Schritt.

Zu diesem Ergebnis komme ich, obwohl ich nicht einmal finde, dass der Urlaub von Anne Spiegel selbst ein Fehler oder ausreichender Grund für den Rücktritt der Politikerin ist. Für mich hat sie drei andere, entscheidende Fehler gemacht, die einen Rücktritt unvermeidlich machten:

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нетвойне – Kein Krieg – no war

Lomonosov Moscow State University
Lomonosov Moscow State University

Almost 7,500 academics, students and graduates of the prestigious Moscow State University, Russia’s oldest university, have signed a letter saying they “categorically condemn the war that our country unleashed in Ukraine”. Please share and spread this (the link or copy the text).

At the end the English translation.

Сообщество МГУ имени М.В. Ломоносова против войны

Мы, студенты, аспиранты, преподаватели, сотрудники и выпускники старейшего университета России, Московского государственного университета имени М.В. Ломоносова, категорически осуждаем войну, которую наша страна развязала в Украине.

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Bundestagswahl: Ich gewählt haben.

Bundestagswahl - Briefwahl-UNterlagen

Nachdem ich mich früh festgelegt hatte, wen ich nicht als Regierungchef will, nach der Bundestagswahl, war noch offen, wen ich denn nun wähle.

Meine Entscheidung ist gefallen – und ich habe sie von einem einzigen Thema abhängig gemacht: Dem Klimawandel. Denn in den nächsten vier Jahren werden die Weichen gestellt für die Frage, ob menschliches Leben eine Zukunft hat auf diesem Planeten. Und davon bin ich betroffen (siehe Flutkatastrophe) – aber noch viel mehr mein Nachwuchs.

CDU und SPD haben in den letzten 4 Jahren nachhaltig bewiesen, dass sie nicht gewillt sind, wirklich etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Damit raus.

Die Faschisten leugenen den Klimawandel noch immer – und sind auch sonst keine Wahl.

Die FDP ist eine reine Lobbypartei für Industrie-Interessen und wird daher auch nix (wirksames) gegen den Klimawandel unternehmen.

Also blieben für mich Grüne, Linke und Piraten.

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