Ethereum stolpert, aber …

Ether-Kursentwicklung 7.6.2017 (Quelle: BTC-Echo)

Ether-Kursentwicklung 7.6.2017 (Quelle: BTC-Echo)

Ich bin jetzt seit über einem Jahr Nutzer von Ethereum und der dazu gehörigen Crypto-Währung Ether. Im Sommer (2016) kam ich zu der Auffassung, dass das Prinzip Programmierung und Blockchain Technologie für Smart Contracts zu verbinden, eine gute und zukunftsträchtige Technologie ist. Und eine gute und sinnvolle Ergänzung zu Bitcoin.

Aufgrund meiner praktischen Erfahrungen kam ich jedoch auch zu dem Schluss, dass Ethereum noch mindestens ein Jahr davon entfernt ist, eine ähnliche praktische Relevanz zu erreichen, wie sie Bitcoin damals hatte. Habe erst mal andere Pläne und Themen verfolgt.

Seither hat der Kurs von Ether einen drastischen Aufstieg, ach Quatsch, eine Explosion erfahren (Kurs im Sommer 2016: 10-20 €) und meine zu Testzwecken beschafften Ether zu einem kleinen Investment aufgewertet. Also war es Zeit, mal wieder zu schauen, wie es um Ethereum als Projekt und Lösung steht.

Haben

1.) Die Ethereum Foundation macht ganz fantastisches Marketing. Jeder neue Partner, jedes Interesse von einer Bank oder eine Regierung, jeder neue Rekord im CryptoCurrency Ranking oder des Kurses wurde mit einer Social Media- und Pressemitteilung gefeiert. Und Ether wurde als Konkurrenz zu Bitcoin positioniert. Das hatte zur Folge, dass: Den Rest des Eintrags lesen. »

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Tango Griego

Kürzlich habe ich durch Zufall Tangos (Vals) von Ελένη Καραΐνδρου (Eleni Karaindrou) und Σταύρος Λάντσιας (Lantsias Stavros) entdeckt. Beide kommen aus Griechenland (b.z.w. Zypern) und von der Ausbildung her aus der Klassik. Eleni Karaindrou hat sich später der Theater- und Filmmusik verschrieben, Lantsias Stavros eine neue Heimat im Jazz gefunden („One of his most important projects is Human Touch, a group he has formed with long-time collaborators David Lynch and Yiotis Kiourtsoglou“).

Da hab ich natürlich weiter geforscht und von den beiden noch ein paar wunderschöne Stücke gefunden. Am besten gefällt mir „The death of the bull“, aber hört (und schaut weg, die Bebilderung ist oft unpassend) selbst:

Ελένη Καραΐνδρου – Eleni Karaindrou

Eleni Karaindrou – To Vals Tou Gamou

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Über Überraschungen: Der MAD & die Bundeswehr-Nazi-Terroristen

Bild auf dem Nazi-Auge: Es fehlen auf diesem Bild: Bundesverteidigungsministerium, SPD und MAD.

Es fehlen auf diesem Bild: Bundesverteidigungsministerium, SPD und MAD.

Die Bundeswehr hat einen Nazi-Terror-Skandal. Damit ist die Bundeswehr neben den Verfassungsschutz als die zweitbeste Heimat von auf einen Umsturz des demokratischen Systems der Bundesrepublik Deutschland bedachten Nazis qualifiziert.

Ich bin jetzt nicht besonders überrascht davon. Dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (*) davon übrrascht ist, überrascht mich ein wenig. Ist ja nicht das erste Mal. Aber sie ist ’ne Frau. Hat nie gedient.

Mehr überrascht mich da schon, dass SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sich jetzt darüber erregt: „In der Bundeswehr habe sich über Jahre eine rechtsextreme Gruppe etabliert.“

Thomas Oppermann hat zwar (wie ich) Zivildienst gemacht, aber er hat seine politische Karriere (sogar zur gleichen Zeit) dort begonnen, wo auch ich aufgewachsen bin und politisiert wurde: Im niedersächsischen Landkreis Göttingen. Dort, wo wir beide damals erlebten, wie der Kausch-Skandal (mit seinen Querverbindungen zur Wehrsportgruppe Hoffmann)(*), militante Alt- und Neo-Nazis  (gut organisiert in NPD und FAP) und auch der Michael von Dolsperg-Skandal für Schlagzeilen gesorgt haben. Und natürlich hatten alle damals aktiven Neo-Nazis erfolgreich bei der Bundeswehr gedient. Den Rest des Eintrags lesen. »

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Gegen einfache Wahrheiten

Fundstück vom 1. Science March : Wenn du diesem Mann nicht traust, solltest du besser in gar kein Flugzeug steigen, aber auf jeden Fall einen Bogen um die Modelle Boeing 747-400, Boeing  747-400 und Boeing 777 machen:

 

Flug Vertrauen

Quelle:

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Frostern

Frohe Ostern – Buona Pasqua – Happy Easter – Felices Pascuas – Joyeuses Pâques – Vrolijke Pasen – Wesołych Świąt – Veselé Velikonoce – Priecīgas Lieldienas – Gëzuar Pashkët – عيد فصح سعيد – Head ülestõusmispüha – Շնորհավոր Զատիկ – xoşbəxt Easter – zoriontsu Aste Santuan – শুভ ইষ্টার – Hyvää Pääsiäistä – Честит Великден – 復活節快樂 – God påske – feliz Pascua – გილოცავთ აღდგომის – kontan Pak – Καλό Πάσχα – Beannachtaí na Cásca – חג פסחא שמח – selamat hari Paskah – Gleðilega páska – イースター、おめでとう – Bones Pasqües – 부활절 축복 받으세요 – Sretan Uskrs – beatus Pascha – Linksmų Velykų – selamat hari Paskah – среќен Велигден – God påske – feliz Páscoa – Христос воскрес – Glad Påsk – Срећан Ускрс – Vesela Velika noč – furaha ya Pasaka – Maligayang Pasko ng Pagkabuhay – สุขสันต์วันอีสเตอร์ – iyi Paskalyalar

 

Quelle: Fundstück aus dem Internet

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Gehe ins Gefängnis: Gehe direkt dort hin …

MonopolyMein Sohn und ich haben neulich darüber diskutiert, in welchem Land die Regierung wohl am geneigtesten ist, ihre Bürger ins Gefängnis zu stecken. Dass die Türkei da aktuell gerade eine ungesunde Neigung entwickelt hat, stand außer Frage. Doch bei den beiden Großmächten USA und Russland, die ja immer noch als so etwas wie gesellschaftliche Gegenentwürfe angesehen werden (ohne es wirklich zu sein), waren wir unterschiedlicher Meinung. Zum Glück läßt sich so etwas heute ganz einfach klären. Und auf der Seite „Welt in Zahlen“ fanden wir eine Statistik, die tatsächlich die Gefängnis-Insassen pro 1.000 Einwohner als „Bestenliste“ präsentiert (Stand: 2007).

Das Ergebnis ist immerhin so spannend, das ich es einen kleinen Blog-Beitrag wert fand. Natürlich sind die Daten von 2007 nicht die aktuellsten. Weitere – aktuellere – Quellen  – bestätigen die Grundtendenz (1,2). Aber ich habe leider keine andere, ebenso umfassende Darstellung gefunden, daher nehme ich sie als Basis für die Darstellung und aktualisiere ggf. unter den Bildern.

Zuerst einmal die Top-5 von 2007:

Top 5 Knast der Welt

Die Werte für die USA (2017: 6,66) und Russland (2017: 4,36) sind seither gesunken. Die Sychellen haben mit 7,99 die USA auf Platz zwei verdrängt, die Zahlen von Turkmenistan, El Salvador und Kuba sind über 5,00 gestiegen sodass Russland jetzt nur auf Platz 6 steht.

Von Surinam hatten wir schon mal gehört, mussten aber tatsächlich erst mal nachschauen, was das ist und wo denn das liegt.

Zum Vergleich dazu der Bereich der Liste, in der Deutschland rangiert: Den Rest des Eintrags lesen. »

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Post aus der AfD

Gegen RassismusIch habe E-Mail. Aus der AfD. Und zwar nicht so, wie ich eine Reaktion von Ihnen auf Kritik erwartet hatte: Weder als Abmahnung (wie von Herrn Mohrmann bevorzugt praktiziert), noch als Beleidigung oder gar als Drohung. Letzteres haben ja schon einige Menschen erlebt, die sich mit der AfD kritisch auseinander gesetzt haben und ich das aus anderen Kontroversen mit rechtsradikalen Kreisen kenne (zuletzt – wenn auch reichlich wirr – hier). Und: Die E-Mail war auch nicht anonym, nicht offiziell von der Partei, sondern von einer Einzelperson mit vollem Namen.

Diese Person hat ausführlich in meinem Blog gestöbert und meine Artikel wirklich gelesen und dann eine E-Mail geschrieben, um meiner Sicht sachlich ihre Sicht gegenüber zu stellt. Die erste Person aus der AfD, die ich kennenlerne, die sich auf eine sachliche Diskussion einlässt. Finde ich gut – auch wenn wir durchaus unterschiedlicher Meinung sind. Ich habe versucht, genauso sachlich zu antworten und ich glaube, mir ist das gelungen.

Soweit war das eine private Konversation. Natürlich wäre mir lieber gewesen, die Anmerkungen wären als Kommentare hier im Blog erfolgt. Was natürlich komplizierter war, weil die Mail auf verschiedene Artikel Bezug nahm.

Ich habe mich entschieden, dennoch hier im Blog einen Beitrag dazu zu veröffentlichen. Weil das Thema und die (abstrakten) Argumente Teil der öffentlichen Debatte sind. Und weil ich ja hier auch gern mal über unsachliche Angriffe herziehe – da verdient eine sachliche Reaktion auch eine sachliche Würdigung. Finde ich.

Ich zitiere jedoch die Mail hier nicht wörtlich, sondern reduziere sowohl ihre Argumente als auch meine Reaktion auf die Kernargumente.

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Curiose Wunderübung

Die WunderübungEin Theaterstück über eine Beziehungskrise. Gähn. Wer kennt das nicht? Und gehts nicht in gefühlten 80% aller Theaterstücke um eine Beziehungskrise, der eine oder andern Art?

Paartherapie. Hm. Das kann noch nicht jeder von sich behaupten, zu kennen. Einige haben ihre Beziehungen auch ohne Paartherapie verbockt, andere ohne Paartherapie repariert. Und manche basteln ihr Leben lang als blutige do-it-yourself-Amateure dran rum. Und sie alle wundern sich, wie so was (also die Therapie) beim Profi eigentlich abläuft. Ist ja schon intim, sich so vor einen Paartherapeuten auszuziehen. Emotional. Da wird der Voyeur in uns neugierig. So ganz unbeteiligt zuschauen, wie andere sich da ausziehen, das wäre doch schon mal interessant.

Und die, die schon mal eine Paartherapie mitgemacht haben, wundern sich natürlich auch: „Ist das bei Anderen auch so wie bei uns war? Wie fühlen sich Andere dabei? Können Paartherapeuten denen helfen? Den ganz aussichtslosen Fällen, die wir ja alle kennen?“

Bestseller-Autor Daniel Glattauer hat ein (gefeiertes) Stück, ein Kammerspiel für drei Personen, drüber geschrieben. Und Theater Curioso hat es in Darmstadt auf die Bühne gebracht. Ulrich Sommer führt Regie und erlaubt uns so, zuzuschauen, wie sich Frau Dorek (Nicole Klein) und Herr Dorek (Mario Krichbaum) auch unter den Augen von Therapeut Hans Kreisle die Hölle zur Ehe machen.

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Zum Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Darmstadt

Herzlichen Glückwunsch an Jochen Partsch & die Bündnis 90/Die Grünen Darmstadt und die CDU Darmstadt zum überragenden Wahlsieg bei der OB Wahl in Darmstadt!

Wahlergebnis OB Wahl Darmstadt 2017

Damit hat der amtierende Oberbürgermeister und die ihn unterstützenden Fraktionen von Grünen und CDU bereits im ersten Wahlgang ein starkes Mandat für die Fortsetzung ihrer bisherigen Politik erhalten. Nimmt man noch die undogmatisch-linke Wählergemeinschaft Uffbasse hinzu, die die Koaltion mitträgt, aber mit Kerstin Lau eine eigene Kandidatin ins Bürgermeister-Rennen schickte und 12,4 % der Stimmen erhielt, ergibt das 62,8% (Quelle: Vorläufiges Endergebnis).

Zur Erinnerung: 2011 holte Jochen Partsch im zweiten Wahlgang 69,1 Prozent und wurde der erste grüne Oberbürgermeister einer hessischen Großstadt. Bereits im ersten Wahlgang hatte Partsch, von 2006 bis 2011 Sozialdezernent in Darmstadt,  damals mit 37,4 Prozent gesiegt. Das ist nicht das erste Mal, dass ich einen grünen Oberbürgermeister erlebe, der nicht nur mit klarer Mehrheit gewählt wird, sondern im Amt auch erfolgreich ist. Horst Frank hat selbiges in den 90er Jahren in Konstanz geschafft.

Ein paar (unsystematische) Überlegungen (auch aus den Diskussionen vor der Wahl) dazu:

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BürgermeisterInwahl Darmstadt 2017

Wahlkampf mit Franke, PartschAm Sonntag, 19 März stimmt Darmstadt über seinen Bürgermeister ab. Anders als zur Kommunalwahl habe ich es leider nicht geschafft, eine systematische Aufbereitung der Positionen der Kandidaten und der Kandidatin zu erstellen. Trotzdem habe ich den Wahlkampf mit Interesse verfolgt.  Es war – soweit ich das beobachten konnte – bis auf eine Ausnahme ein guter, sachlicher Wahlkampf mit einer erfreulich großen Zahl an Bewerbern und einer Bewerberin. Das ist gut für die Demokratie und ich möchte deshalb allen danken, die sich dabei in irgendeiner Weise eingebracht haben (ausdrücklich auch ALLEN Bewerbern und der Bewerberin).

Jetzt sind wir Wähler und WählerInnen am Zug. Wir können und sollten – allein um der Demokratie Willen – folgendes tun:

  • Am 19. März wählen gehen – auch wenn es da gerade unpassend oder unbequem sein sollte. Klar, Demokratie ist manchmal unbequem. Aber immer noch viel besser als jede andere Herrschaftsform. Und  Demokratie ist keineswegs selbstverständlich – auch wenn wir das Gefühl haben und mehr über ihre Mängel nörgeln, als ihre Vorteile zu preisen.
  • Uns – so gut es unsere Zeit und unser Intellekt zulässt – über die Positionen der Kandidaten und der Kandidatin zu informieren. Nur nach Parteizugehörigkeit, Geschlecht oder Gesicht abzustimmen ist zwar besser, als gar nicht zur Wahl zu gehen, aber wird der demokratischen Idee (und unseren eigenen Interessen) kaum gerecht.
  • Unsere Familie, Freunde, Bekannten, Kollegen und Kolleginnen dazu anstiften, das selbe zu tun. Unabhängig davon, ob sie zu zur gleichen Wahlentscheidung kommen wie wir. Im eigenen Interesse.

Im folgenden will ich hier deshalb darlegen, wie ich – für mich persönlich – zu welcher Wahlentscheidung gekommen bin und wie ich dabei vor gegangen bin.

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