Archiv der Kategorie USA

NSA & deutscher Staatsschutz gegen Griesheimer

Erstaunliches geschieht in Hessen. Und weil mir das bedrohlicher und anti-demokratischer erscheint, als die abstrakte Bedrohung  durch Prism, will ich dem Thema etwas mehr Platz widmen. Es zeigt wunderschön, wie das Zusammenspiel von Überwachung und Poilzeidruck die freie Meinungsäußerung beschränken können. Die deutsche Regierung tut empört, wenn Erdogan Twitterern die Polizei nach Hause schickt, doch hier passiert genau das selbe:

Griesheimer im Visier der NSA - Artikel

 

Ich bin erstaunt, dass sich Polizei und Staatsschutz vor den Karren einer ausländischen Macht spannen lassen.

Am entlarvensten finde ich: „Bangert wurde auch darauf hingewiesen, niemandem etwas von dem Gespräch zu erzählen“.
Die wissen selbst, dass das nicht in Ordnung ist, was sie da treiben.

Auch wenn sich die Piraten zur Zeit nicht optimal präsentieren: Was hier passiert, zeigt wie dringend wir eine Partei wie diese brauchen. Die Grünen haben sich – insbesondere gegenüber den USA – viel zu unkritisch positioniert.

 

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Datenspende für den BND

Im Gegensatz zum US-amerikanischen und britischen Geheimdienst kann der deutsche Bundesnachrichtendienst nicht die gesamte Internet-Kommunikation der BürgerInnen hierzulande überwachen. Die Regeln erlauben maximal 20% des Traffics auszuleiten. Damit das nicht so bleibt, will Titanic helfen:

Bitte helft: Datenspende an den Bundesnachrichtendienst

http://www.titanic-magazin.de/bnd-datenspende/

Besonders gut: „ Ich willige ein, daß der BND meine personenbezogenen Daten zum Zwecke der Überwachung, Anklageerhebung und Erpressung erheben, speichern, veröffentlichen und verkaufen darf. Ich willige ein, daß die voranstehenden von mir mitgeteilten Angaben allen Mitarbeitern des BND, anderer Geheimdienste und deren Angehörigen, Freunden und Bekannten zugänglich sind und von diesen zur Belustigung eingesehen werden können.“

Ein origineller und anschaulicher Beitrag zur Diskussion kam auf Twitter von Herrn Haekelschwein:

Datenschutz und Gardinen:

 

Siehe weitere Beiträge in der Kategorie Datenschutz.

 

 

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PRISM @ work

PRISM enables Obama

 

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Good guy – bad guy.

The Good (Zuckerberg), the Bad (Assange) und the Ugly truth:

 

Zuckerberg, Assange

Zuckerberg, Assange

Copyright: USA, 2012.

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US-Präsidentschaftswahl

Barack Obama hat gewonnen. Soweit, so gut. Nicht, weil ich seine Politik so gut fände. Im Gegenteil. Ich habe einiges daran rum zu meckern. Aber ein Präsident Mitt Romney wäre noch schlimmer gewesen – insbesondere zusammen mit der Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus. Insofern: Erleichterung. Und Obama hat nicht nur die meisten Wahlmänner gewonnen, sondern auch (anders als es noch am Wahlabend aussah) die meisten Stimmen bekommen (60.148.109 vs. 57.941.265).

 

Election Results / Wahlergebnis

Aufbereitung des Wahlergebnisses durch die New York Times – klick hier für mehr Details

 

Der Wahlabend Die Wahlnacht war echt spannend und hat viel Spaß gemacht. Ein paar Themen sind übrig geblieben, die ich nur kurz angerissen habe, aber hier noch einmal besonders herausstellen möchte.

1.) Mitt Romney hätte hätte Obama schlagen und Präsident werden können – wenn ihn nicht die radikalen Gruppen in der eigenen Partei (insbesondere die Tea Party) in den Vorwahlen zu Positionen und Äußerungen getrieben hätten, die bei der Mehrheit der WählerInnen dann doch inakzeptabel waren. Insofern muss man ja fast dankbar sein, dass es die Tea Party gibt. Sie schwächt die Republikaner mit ihren radikalen Positionen.

2.) Obamas Sieg wird den Niedergang der Macht der USA nicht aufhalten. Eine labile Wirtschaft, ein durch hohe Schulden fast handlungsunfähiger Staat, eine in der Masse ungebildete und desinteressierte Bevölkerung,  eine international unbeliebte Militärmacht, eine ideologisch gespaltene Gesellschaft. Das durch das Mehrheitswahlrecht geschaffene Zwei-Parteien-System verhindert erfolgreich umfassende Reformen und das entstehen neuer politischer Kräfte. Innovative Parteien – wie die Grünen oder die Piraten – sind zu Nischenexistenzen verdammt.

3.) Wahlcomputer sind mit echter Demokratie nicht verträglich – oft deckt nur der Zufall auf, wenn sie fehlerhaft funktionieren oder manipuliert wurden. Wie in Pennsylvania, wo eine Wahlmaschine Obama-Stimmen zugunsten von Romney zählte: Ein in aufgenommenes Video zeigt eine Wahlmaschine mit einem kuriosen Defekt: Drückte der Wähler auf den Knopf für Obama, leuchtete die Stimme für Romney auf. Ein Wähler hatte die Fehlfunktion mit seinem Handy gefilmt und den Clip ins Internet gestellt (Quelle: Süddeutsche Zeitung).

In Deutschland sind Wahlmaschinen oder Wahlcomputer zur Zeit nicht erlaubt, aber der nächste Versuch sie dennoch einzuführen kommt bestimmt. Wahlcomputer machen Wahlen intransparent: Später kann man nur noch nachvollziehen, was gespeichert wurde und nicht, was tatsächlich gewählt wurde. Seit wachsam!

4.) Eines der reichsten Länderder Welt und die angeblich „größte Demokratie“ eben dieser, schafft  es nicht, ihre Wahlen so zu organisieren, dass jedeR unter zumutbaren Bedingungen wählen gehen kann. Immer wieder wurde von Wartezeiten von 2-3 Stunden vor Wahllokalen berichtet, in einzelnen Fällen mussten die Menschen bis zu 5 Stunden anstehen, bis sie wählen konnten. Das ist für die betreffenden Bundesstaaten (insbesondere Florida, wo das Problem ja seit 12 Jahren bekannt ist, aber auch für Ohio und Virginia) extrem peinlich. Völliges Versagen. Die Menschen, die diese Prozedur auf sich nehmen, haben dagegen meinen größten Respekt.

5.) Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat bei der Wahlberichterstattung völlig versagt. Nach Mitternacht habe ich zunächst auch am Fernseher die Wahl verfolgt, doch die bunte Mischung von Banalitäten, platten Verallgemeinerungen und echten Fehlinformationen durch oberflächliche Talk-Show ModeratorInnen fand ich auf Dauer unerträglich und habe den Fernseher bald ausgestellt. Dagegen hat der US Sender CBS eine tolle Wahlsendung ins Netz gestellt, die spannend und informativ war (viel besser als CNN!).

 

Soweit meine Rückschau auf diese irre Wahlnacht. In vier Jahren beginnt das Spiel von Neuem. Dann darf Obama nicht wieder antreten und die Demokraten müssen auch durch die mühsame Prozedur der Vorwahlen. Ich tippe, dass sie dann Hillary Clinton nominieren werden. Und US-Präsidentin wird natürlich Sarah Palin – wie in Iron Sky prophezeit.

 

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Präsidentschaftswahlen in den USA: Vorbereitung, Info-Quellen, Stimmungen, Ergebnisse

Update, 11.11.2012: Obama gewinnt nun auch offiziell Florida.

Heute finden die Präsidentschaftswahlen in den USA statt. Ein Event, den ich – seit ich 1993 den ersten Clinton-Wahlkampf vor Ort erlebte und bei Jaris Hanson – der damaligen Kommunikations-Beraterin Hillary Clintons – Communications studierte, alle 4 Jahre ausgiebig zelebriere – was immer eine lange Nacht bedeutet. Offiziell beginnt der Wahltag um fünf Uhr morgens Ortszeit (11 Uhr MEZ) mit der Öffnung der Wahllokale im Bundesstaat Vermont. Die Bürger von Hawaii und Alaska sind die letzten Wähler. In Alaska sind die Wahllokale bis 6 Uhr MEZ am Mittwoch geöffnet. Die ersten Hochrechnungen sind ab 3.00 Uhr zu erwarten.

Buttons von (US-Produktion) Obama und Romney (Chinesische-Produktion)

Obama gegen Romney

1. Vorbereitung

2. Info-Quellen

3. Stimm(ung)en und Ergebnisse

 

Überblick: Was passiert wann in der Wahlnacht?

Infografik: Wann schließen wo die Wahllokale?

 

 

3. Stimm(ung)en und Ergebnisse

 

Update (8.11.2012): Zusammenfassung und Fazit

 

06:10 Uhr: Für alles weitere siehe die allgemeinen Nachrichtenportale. Ich bin jetzt: Over & out.

 

06:08 Uhr: Jetzt hat auch die NY Times den Sieg Obames erklährt, dennoch gibt es kein Eingeständnis der Niederlage durch Romney.

 

05:54 Uhr: Virginia, Florida und Alaska fehlen noch, aber sie werden wohl keine Rolle mehr spielen.

 

05:54 Uhr: Schon seit Stunden nichts mehr von Mitt Romney über Twitter.

Den Rest des Eintrags lesen. »

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