Artikel getaggt mit Politik

The Making of: Mein erstes Wahlkampf-Video

Titel Uffbasse Vorstellungs Video

Als Vertreter der schreibenden Zunft hab ich immer ein wenig verächtlich auf jene Versuche geschaut, Informationen im Internet mit Hilfe von TV und Videos zu transportieren.

Als begeisterter Cineast habe ich schon immer die Meister- und Kunstwerke des großen und kleinen Kinos bewundert.

Als jemand, der extrem schnell und effizient liest und Informationen aus von Text oft non-linear (I love Hypertext!!!) aufnimmt, hat mich die erzwungenen Linearität von Video oft angenervt.

Als leidenschaftlicher Fotograf hat mich die Möglichkeit, auch mit bewegten Bildern zu arbeiten, immer auch irgendwie fasziniert.

Vor 19 Jahren war dann die Geburt meines Nachwuchses eine willlkommen Entschuldigung, mir eine Super8 Kamera zuzulegen. Bis die Kamera – angesichts der ihr von mir zugemuteten Extrembelastungen – den Geist aufgab, sind gefühlt(!) 200h Video-Material entstanden. Nicht nur (aber auch) von meinem Nachwuchs. Und seither quasi unerreichbar auf Super8 Bändern hier im Schrank liegen. 🙁 – Genau einmal hatte ich ein kleines Video-Projekt damit gemacht, aber die Übertragung auf den Rechner war langsam und Zeit-fressend und die Bearbeitung mühsam.

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Uffbasse: Wahlsiesch 2021

Uffbasse Team 2021

Jetzt bin ich endgültig meine eigenes Feindbild: Ein alter, weißer MANN, der noch einmal in die Politik einsteigt. Ja, heute (8.12.2021) bin ich zum PolitikER geworden.

Ich kandidiere bei der Kommunalwahl am 14. März 2021 für den Darmstädter Stadtrat (hier in Hessen heißt das: die Stadverordnetenversammlung) auf der Liste der Wählervereinigung Uffbasse (hessisch für: “Aufpassen”) – kurz für: “Unabhängige Fraktion freier Bürger:innen – Aufrecht – Spontan – Subkulturell – Eigenwillig”. Siehe: Warum ich mich bei Uffbasse beworben hab. Bei der heutigen Aufstellungsversamlung bin ich in einer harten Kampfabstimmung einstimmig auf Platz 17 der Liste gewählt worden. Und in die Task Force “Wahlsieg 2021” berufen worden.

Ich bin ein alter, weißer Mann. Ich habe nicht vor, jüngeren, bunteren, weiblicheren, queereren Menschen einfach so das Ruder in der Welt zu überlassen. Ich will von ihnen mit Fakten konfrontiert, mit Kritik überschüttet und mit Argumenten überzeugt werden. Und ich ihnen bei der Machtübernahme helfen. Oder so ähnlich.

Uffbasse ist ein tolles Team. Mit viel Humor, Sach-orientiert, kritisch, rücksichtsvoll, offen und unidelogisch diskutierend, freundlich im Umgang, solidarisch, pragmatisch in der Umsetzung und im Vorgehen. In nur wenigen Wochen habe ich die Mitstreiter:innen dort sehr zu schätzen gelernt. Sie sind zwar noch nicht immer meiner Meinung – aber das wird noch. Ich kann meine Meinung ja noch ändern.

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Symbolpolitik 2: Warum Greta der Ablenkung dient

Politik ist die Gestaltung unseres Lebens(raumes) in Abstimmung mit den Menschen um uns herum (mehr).

Symbolpolitik ist die Diskussion über bestimmte politische Ansichten anhand der persönlichen Positionierung zu Symbolen.

Symbolpolitik

  • vereinfacht (stark): Sie reduziert komplexe politische Themen auf simple Positionen (meist: für oder gegen das Symbol)
  • ist fast immer an Emotionen orientiert – nicht an (relevanten) Tatsachen und Fakten
  • polarisiert – es gibt nur “dafür” oder “dagegen” (und verhindert so Differenzierung, Lösungen und / oder Kompromisse)
  • ist unterhaltsam (aus den o.g. Gründen)
  • wird daher gern von Populisten genutzt
  • wird aber leider auch gern von Journalisten genutzt
  • lenkt leider fast immer von den wirklich wichtigen Fragen und Diskussionen ab (weil plötzlich nicht mehr inhaltlich diskutiert wird)…

Ich hatte letztes Jahr bereits dazu geschrieben, als ein Fußballer erfolgreich dazu benutzt wurde, um von der schmutzigen Realität der deutschen (CDU- und SPD-) Außenpolitik abzulenken. Ich habe selbst (schuldig!) Carola Rackete benutzt, um mich mit Symbolpolitik zum Thema Seenotrettung zu positionieren.

Zu Greta habe ich mich bisher weder hier noch sonst auf Social Media wirklich ausführlicher geäußert. Denn auch wenn sie – wie übrigens viele Andere auch, die diese Aufmerksamkeit aber nicht bekommen – die Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Thema gelenkt hat, sie wurde sofort zum Symbol stilisiert und die Diskussion hat sich auf dieses Symbol verlagert.

Wie konnte das passieren?

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Zusammenbruch des politischen “BRD-Systems”

WählerInnen nach Altersgruppen
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In meiner Jugend hatte Westdeutschland ein Drei-Parteien-System. Die meisten WählerInnen waren per Religion, Beruf, Ehe oder Familientradition fest an eine der sog. “Volksparteien” gebunden (ca. 75% “StammwählerInnen”) und der kleine Rest bestimmt, mit welcher Partei die FDP regieren konnte / sollte (oder ob es für eine von ihnen alleine reichte).

Das machte nicht nur das Regieren leicht, sondern ermöglichte auch einen Parteiübergreifenden Konsenz über bestimmte Fragen, die der Bevölkerung nie zur Abstimmung vorgelegt wurden (Vogelschutz, US-Atomwaffen in Deutschland, Volkszählung, Geheimdienste, Überwachung, Atomkraft,…).

Das entsprach nicht dem Verständnis von Demokratie, dass ich aus Büchern und der Schule entwickelt hatte. So war ich damals über die Gründung der Grünen sehr erfreut und habe mich bald als Mitglied und durch lokalpolitisches Engagement dort eingebracht.

Seitdem hat sich viel zum Besseren entwickelt im politischen Deutschland. Doch was bisher Verschiebungen im Detail waren (Einzug der Grünen in den Bundestag, erste Rot-Grüne Koalitionen, Einzug der Linken in den Bundestag,…), hat sich in diesem Jahr und spätestens mit dem Ergebnis der Europawahl zu einer grundsätzlichen Umwälzung entwickelt.

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LTW Hessen 2018: Meine Wahl / Empfehlung

Triff eine kluge entscheidung: Landtagswahl Hessen am 28.10.2018 - Geh wählenAm 28.10.2018 wird in Hessen ein neuer Landtag gewählt. Ich schrieb vor einiger Zeit:

In der Demokratie ist die Verantwortung in unsere Hände gelegt. Und wir bekommen die Politiker und die Politik, die wir verdienen. Je weniger wir uns kümmern, desto schlechtere Politiker bekommen wir.
Aus “Politik ist…

Hier ist mein “Kümmern” – meine ganz persönlichen Überlegungen dazu, wen ich am 28.10. wählen werde. So rational, wie mir das möglich ist. Diese Überlegungen waren von Anfang an Ergebnis-offen.

Insgesamt treten bei der hessischen Landtagswahl 23 Parteien an – vier davon allerdings nur in einzelnen Wahlkreisen. Bleiben 19 Parteien. Eine ziemliche Auswahl. Gut für die Demokratie. Zu viele, um sie alle hier zu diskutieren (dann würde ich den Artikel vor der Wahl nicht mehr fertig bekommen). Ich beschränke mich hier daher auf jene Parteien, die ich nicht vorab aus grundsätzlichen Gründen – für mich – ausgeschlossen habe. Was niemanden davon abhalten sollte sie sich näher anzusehen. Demokratie lebt von Vielfalt und Wahlmöglichkeiten!

Eine Landtagswahl ist keine Bundestagswahl. Die Bundesländer haben (von der Verfassung) beschränkte Kompetenzen. Deshalb sind für mich bei der Landtagswahl nicht alle Themen relevant, die ich insgesamt für wichtig halte.

Meine wichtigsten Entscheidungs-Themen für diese Landtagswahl:

  • Bildungspolitik
  • Aufklärung der VS Verstrickung in die NSU-Morde
  • Staatstrojaner

Themen, in denen eine Partei für mich wenigstens erträgliche Positionen vertreten muss:

  • Flucht & Asyl
  • Sozialpolitik (incl. Wohnungspolitik)
  • Umwelt, Verkehrs- und Klimapolitik

Aber zu welcher Wahlentscheidung führt mich das?

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Gehe ins Gefängnis: Gehe direkt dort hin …

MonopolyMein Sohn und ich haben neulich darüber diskutiert, in welchem Land die Regierung wohl am geneigtesten ist, ihre Bürger ins Gefängnis zu stecken. Dass die Türkei da aktuell gerade eine ungesunde Neigung entwickelt hat, stand außer Frage. Doch bei den beiden Großmächten USA und Russland, die ja immer noch als so etwas wie gesellschaftliche Gegenentwürfe angesehen werden (ohne es wirklich zu sein), waren wir unterschiedlicher Meinung. Zum Glück läßt sich so etwas heute ganz einfach klären. Und auf der Seite “Welt in Zahlen” fanden wir eine Statistik, die tatsächlich die Gefängnis-Insassen pro 1.000 Einwohner als “Bestenliste” präsentiert (Stand: 2007).

Das Ergebnis ist immerhin so spannend, das ich es einen kleinen Blog-Beitrag wert fand. Natürlich sind die Daten von 2007 nicht die aktuellsten. Weitere – aktuellere – Quellen  – bestätigen die Grundtendenz (1,2). Aber ich habe leider keine andere, ebenso umfassende Darstellung gefunden, daher nehme ich sie als Basis für die Darstellung und aktualisiere ggf. unter den Bildern.

Zuerst einmal die Top-5 von 2007:

Top 5 Knast der Welt

Die Werte für die USA (2017: 6,66) und Russland (2017: 4,36) sind seither gesunken. Die Sychellen haben mit 7,99 die USA auf Platz zwei verdrängt, die Zahlen von Turkmenistan, El Salvador und Kuba sind über 5,00 gestiegen sodass Russland jetzt nur auf Platz 6 steht.

Von Surinam hatten wir schon mal gehört, mussten aber tatsächlich erst mal nachschauen, was das ist und wo denn das liegt.

Zum Vergleich dazu der Bereich der Liste, in der Deutschland rangiert: Den Rest des Eintrags lesen. »

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Meine kleine Rückkehr zum Journalismus

Ich habe wieder geschrieben. Für eine Print-Publikation. Lokal-Journalismus.

Nach langen Jahren der Abstinenz bin ich damit quasi zu meinen beruflichen Wurzeln zurückgekehrt. Ich habe (Schülerzeitung “Gymnase” mal außen vor) mit Mini-Artikeln und Veranstaltungs-Tipps aus Hann. Münden beim Wildwechsel angefangen. Beim Göttinger Tageblatt und beim Gandersheimer Kreisblatt habe ich das harte Alltagsgeschäft des (und den Spass am) Lokaljournalismus (besonders in Erinnerung geblieben: Plattdeutsch-Abende, Goldene Hochzeiten, CD-Besprechungen der Werke lokaler Schlagermatadoren) erlernt. Und dann beim Konstanzer “Neuen Nebelhorn” (inzwischen eingestellt) als Redakteur für Lokalpolitik geschafft.

Dann kam der Internet und ich geriet auf die schiefe Bahn – als Projektleiter bei Internet-, Telekommunikations-, Software- und IT-Projekten. Und dem Beruf werde ich auch trotz dieser kleinen Rückbesinnung treu bleiben.

Geschrieben habe ich einen (erläuternden) Kommentar zur Kommunalwahl in Darmstadt, die ich ja aufwendig begleitet hatte. Veröffentlicht im aktuellen P-Magazin:

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Fragebogen zur Kommunalwahl 2016

Ich hatte kürzlich angekündigt alle KandidatInnen für die Kommunalwahl in Darmstadt am 6. März zu den Themen, die mir wichtig sind, zu befragen. Hier meine Fragen.

Update 1.3.2016: Die ersten Antworten (in Reihenfolge des Eingangs) sind ausgewertet. Weitere folgen jetzt kontinuierlich. In einigen Parteien scheint mein Fragebogen von der Parteiführung nicht an alle KandidatInnen verteilt worden zu sein. Ich verteile ihn gern auch noch direkt, wenn sich KandidatInnen bei mir melden. Meine E-Mail Adresse findet ihr hier.

Update 12.2.2016: Ich habe jetzt auch die einige Anregungen eingearbeitet, die  ich erhalten hatte. Besonderer Dank an Marc Wickel und Hanno Bugge. Der Fragebogen wurde am 9.2. an alle Listen und Parteien verschickt. Sollte der Bogen nicht weiter verteilt worden sein, stelle ich ihn gern zur Verfügung (n den Formaten PDF, Microsoft Word oder Open Office Word oder als Ausdruck per Post  – anfordern per E-Mail oder Post).

Es soll keine allumfassender, objektiver Fragebogen sein, sondern spiegelt meine Interessen wieder. Er wird auch nicht die einzige Basis meiner Wahlentscheidungen sein, aber sicher eine wichtige.

Die Ergebnisse meiner Befragung werde ich hier im Blog veröffentlichen – sowohl die Antworten als auch meine Bewertung der Antworten.

Er darf gern auch in anderen hessischen Städten und Gemeinden (auch teileweise oder angepasst) verwendet werden. Editierbare Dateien (MS oder OO Word) stelle ich gern zur Verfügung (Kontakt s.o.).

Falls jemand Interesse hat, auf dieser Basis einen Wahl-O-Maten zu bauen, kann er sich gern mit mir in Verbindung setzen.

 


 

Wohnort

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Vorschau Kommunalwahl 2016

Kommunalwahl Darmstadt 2016Am 6. März ist Kommunalwahl in Darmstadt. Wir, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt bestimmen dabei über die Zusammensetzung des Stadtrates, dem höchsten Gremium der Stadt. Wichtiger als der Oberbürgermeister (sorry, Jochen!).

449 KandidatInnen treten bei dieser Wahl – verteilt auf 10 Listen – an. Das absolut spannende ist:  JedeR dieser KandidatInnen kann direkt gewählt werden. Das ist toll, weil wir nicht darauf angewiesen sind, wie die Parteien ihre Listen aufstellen, sondern direkt gute KandidatInnen und uns wichtige Themen in den Stadtrat bringen können. Oder einfach Personen, die wir persönlich kennen und denen wir vertrauen (Informationen zur Stimmabgabe – PPT-Format)

Eine wichtige Sache in der Demokratie ist die Auswahl. Je mehr Kandidaten wir zur Auswahl haben, desto besser. Denn nur eine Auswahl ermöglicht uns, auch Andere auszuwählen, statt immer über „die Politiker“ zu schimpfen und dann doch die Gleichen zu wählen (oder durch Nichtwählen einfach weitermachen zu lassen). Nur Auswahl ermöglicht uns, auch anderen, frischen Gesichtern eine Chance zu geben.

Quelle: Politik ist…

Ich kenne leider nur einen Bruchteil von ihnen (vielleicht 10?) persönlich. Deshalb habe ich mir vorgenommen, sie zu befragen. Nicht persönlich, aber mit einem Fragebogen, an dem ich zur Zeit arbeite. Und den ich gern an jede Kandidatin und jeden Kandidaten verschicken möchte. Am liebsten per E-Mail.

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Mein Jahresrückblick 2015

Auf dem Gipfel des Jahres 2015

Auf dem Gipfel des Jahres 2015

Ein kleiner Rückblick auf das nun fast vergangene Jahr 2015 – mehr zur Selbstreflexion, aber auch zur Infos für alle, die mich persönlich kennen und nicht direkt teilhaben konnten. Details gern auf persönliche Nachfrage. 🙂

Erstmal: Ich lebe noch, bin gesund, habe ein Dach über dem Kopf, mehr als genug zu Essen, ein solides Einkommen und einen funktionierenden Internet-Zugang. Das ist nicht selbstverständlich und die meisten Menschen auf der Erde können das nicht von sich sagen. Dafür bin ich sehr dankbar, auch und besonders, weil das weitgehend nicht mein Verdienst ist.

Ansonsten war das Jahr persönlich ruhiger und stabiler als die letzten Jahre, die meist von großen persönlichen Veränderungen geprägt waren. Auch wenn ich generell Veränderungen ja spannend finde, war das mal ganz erholsam. Und während ich im ersten Halbjahr noch viel unterwegs war und viel unternommen habe, war das zweite Halbjahr ruhiger und ich habe mich vor allem Zuhause in meine vielen Projekte und Aktivitäten vergraben und mich in der Öffentlichkeit und bei Freunden ein wenig rar gemacht. Tat durchaus gut. Insbesondere habe ich dadurch aber leider viele alte Kontakte, die ich 2014 wiederbelebt hatte, dieses Jahr nicht mehr so intensiv weiterverfolgt, wie ich das gern getan hätte.

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