Corona Lockdown Tagebuch Teil 6

nicht "an" sondern "mit"?

Wir leben in besonderen Zeiten: Die Corona-Pandemie unterbricht unser alltägliches Leben in einer Weise, die wir nicht mehr gewohnt sind. Ich schreibe hier meine Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken aus dieser Zeit als Tagebuch nieder. Als Erinnerung – für mich (und vielleicht auch mal für meine Enkel). Und jeden, der mitlesen möchte.

Tiefer gehende Artikel von mir:

Frühere Teile diese Lockdown-Tagebuches: Teil 5: 1.8.2020 – 31.12.2020, Teil 4: 1.7.2020-31.7.2020, Teil 3: 1.6.-30.6., Teil 2: 28.4.-31.5. Teil 1 (früher auf einer Seite, bis ich sie nicht mehr bearbeiten konnte und erst zerlegen mußte): Teil 1 a 13.3.-31.3.2020 Teil 1 b 1.4.- 14.4.2020 Teil 1 c 15.4.-27.4.2020

Statistik von Zeit-Online: So viele Menschen wurden bisher in Deutschland gegen Covid-19 geimpft

Weltweite Impfungen (nach Ländern).

„Zwei Drittel der Menschen weltweit müssen auf eine Impfung voraussichtlich noch bis zu drei Jahre warten. Besonders auf dem afrikanischen Kontinent wird es dauern.“ SZ: Ungeschützt bis 2024

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Jeder Mensch hat Respekt verdient

Gastbeitrag von Ronja Räubertochter

Obdachloser in München neben CSU Plakat
Obdachloser in München neben CSU Plakat

Ich habe gestern mit einem Obdachlosen Schuhe, ne Hose und nen Döner gekauft.

Es fing damit an, dass er mich mit Händen und Füßen nach nem Kaffee gefragt hat. Es hatte 10 Grad und strömenden Regen. Hatte mir gerade einen gekauft und ihm den frischen gegeben. Ich meinte für Zucker, soll er in das Kaffeeverkaufsgeschäft.

Er wurde von der Verkäuferin laut beschimpft und er solle gevölligst woanders seine Läuse verteilen. Das war die selbe Verkäuferin die mir zwei Minuten hoch freundlich Zucker angeboten hatte und mir einen schönen Tag gewünscht hat.

Ja, die Nerven liegen momentan bei allen blank. Ja, das Geld ist überall knapp. Aber der junge Mann wollte nur Zucker von einem gekauften Kaffee.

Ich habe der Dame sehr deutlich meine Meinung gesagt und ihm dann einen Döner nebenan gekauft, da die das mitbekommen haben, gab es den Döner für 50 Cent.

Der junge Mann hat kaputte Hausschuhe und Hose. Also sind wir zum nächsten Laden, da gab es aus dem Fenster raus neue Sneaker und ne Jeans. Der Verkäufer hat die Hälfte übernommen.

Ein Anderer kam und hat ihm ne Hand voll neuer ffp2 Masken geschenkt. Mehr ging dann weder zeitlich noch finanziell. Aber dieses Verhalten der Kaffeeverkäuferin konnte ich so nicht stehen lassen und es war erstaunlich wie schnell sich Andere solidarisch gezeigt haben.

Die Wenigsten suchen sich ein Leben auf der Straße aus oder finden es toll zu betteln. Aber jeder Mensch hat Respekt verdient! Und Zucker im Kaffee, wenn er das will!

Ich bitte euch deshalb, das nächste mal an diese Geschichte zu denken, wenn ihr nach nem Kaffee gefragt werdet. Es muss nicht Geld sein, aber bitte behandelt die Leute mit Anstand und nicht wie Dreck, nur weil sie dreckig sind.

Danke!

So geschehen in Darmstadt.

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Vorsicht bei der Mina-Blockchain

Mina Logo

Aufgefallen war mir die Mina Blockchain wegen ihrer Behauptung, die kleinste Blockchain überhaupt zu sein. Ein paar hundert Kilobyts groß sei sie nur, wurde in einer Pressemitteilung behauptet und auch so auf der Web-Seite. Da wollte ich natürlich verstehen, wie das funktionieren kann. Aber zumindest auf der Web-Seite konnte ich erst mal nur Marketing-Sprüche finden, keine (verständliche) Erklärung, wie ein Ledger so klein sein kann.

Seit meinem ersten Besuch vor ein paar Tagen hat sich die Web-Seite verändert. Die oben zitierte Behauptung ist verschwunden (leider hab ich keinen Screenshot gemacht). Eine intuitive Erklärung fehlt jedoch immer noch. Ist Mina ein vertrauenswürdiges Projekt oder vielleicht doch nur ein Scam?

Erstes Fazit: Trotz ein paar positiven Beobachtungen, die nicht darauf hinweisen, dass Mina eine reine Abzocke ist, konnte ich (über die fehlende Intuitivität der Erklärung hinaus) einige Beobachtungen machen, die mich bei diesem Projekt eher zum Zweifel an der Seriösität des Unternehmens neigen lassen. Hier meine (vorläufige Analyse):

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Elektromobilität in Darmstadt

Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Gastbeitrag von Mathias Mischler

Auf der Suche nach einer Ladestation 1: Rheinstraße -  beide belegt.
Auf der Suche nach einer Ladestation 1: Rheinstraße – beide belegt.

Schon vor einigen Jahren habe ich angefangen, mich für die Elektromobilität zu interessieren. Ich bin zu einigen Händlern gegangen und habe verschiedene Modelle Probe gefahren. Die zügige Beschleunigung, der saubere Motor, die günstigeren Verbrauchskosten im Vergleich zu einem Verbrenner und das „mehr Spaß“ beim Fahren hat mich dann in den folgenden Monaten nicht mehr losgelassen.

Vor zirka zwei Jahren dann (2019) haben wir uns ein Elektroauto gekauft – ein Franzose ist es geworden – und der Verbrenner wurde verkauft.

Die Elektromobilität mit Akku hat sehr zu unserem Fahrprofil gepasst: Viele Fahrten in der Stadt, viele Fahrten in die nähere Umgebung (50-80 km) und ab und zu mal ein paar weitere Fahrten. Und das bekommt man mit ein wenig Organisation und im Internet nach Ladestationen recherchieren einfach gewuppt. Und das, obwohl wir in einem Mehrfamilienhaus wohnen und vor allem auf die öffentlichen Lademöglichkeiten angewiesen sind.

In Darmstadt habe ich mich auch zunächst gut aufgehoben gefühlt. Es gab genug Lademöglichkeiten für die wenigen Elektroautos. Und es war eigentlich abzusehen, dass der Ausbau in dem Tempo weiter fortgeführt wird, wie er begonnen hat. Andere Städte hatten schon gerne mal die Nase vorn. Mehr Ladesäulen, teilweise vergünstigtes oder kostenloses Laden (Rheinland-Pfalz), attraktive Ladeplätze. Dennoch war es so verkehrt in Darmstadt nicht. Erst.

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Wie finde ich mein Glück?

Ein Lehrer gab allen Schüler:innen der Schule einen Ballon.

Aufgabe1: Sie sollten ihn aufblasen sollte, seinen Namen draufschreiben und ihn in den Flur der Schule werfen. Der Lehrer hat dann alle Ballons gemischt.

Luftballon sind wir Glück

Ergebnis: Siehe Bild.

Aufgabe 2: Die Schüler:innen bekamen nun 5 Minuten Zeit, um ihren eigenen Ball zu finden.

Ergebnis: Trotz ereignisreicher Suche hat niemand seinen Ball gefunden.

Aufgabe 3: Der Lehrer gebot dann den Schüler:innen, den ersten Ball zu nehmen, den sie fanden hatten, und ihn der Person übergeben, deren Name drauf stand.

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Erste Eindrücke von der Cardano Blockchain

Charles Hoskinson
Charles Hoskinson – leading the research, design and development of Cardano

Ich habe mich aus Zeitgründen (Corona, Wahlkampf, spannende Projekte im Job) in letzter Zeit weniger mit der Blockchain Szene beschäftigt, auch wenn ich natürlich die neuen Trends, Schlagworte und Coins mitbekommen habe, die so kursieren. Aber Zeit um einen Blick auf die Realität hinter den Worten zu werfen, habe ich selten gefunden.

Das will ich jetzt wieder ändern und dieser Artikel soll der erste Schritt dazu sein.

Die Krypto-Währung ADA (basierend auf der Cardano-Blockchain) hat es in Top-Ten-Listen der Kryptos geschafft und die Meldungen, die mir so unterkamen, klange nicht wie Hype, sondern klangen recht fundiert – daher hab ich Cardano als mein erstes Studienobjekt auserwählt.

Begrenzte Aussagekraft

Die hier veröffentlichten Informationen sind nur die Ergebnisse einer ersten Recherche, nichts als ein erster Eindruck, der sich aus begrenzten Quellen speist und sind keinesfalls als eine abschließende Bewertung zu verstehen. Eine fundierte Bewertung benötigt die Auswertung von deutlich mehr Quellen und eine längere Beobachtung.

Ich werde diesen Artikel daher in Zukunft möglicherweise updaten oder eine neue Bewertung schreiben.

Quick Scam-Check

Bei allen Kryptos gilt mein erster Blick immer der Frage: Könnte es eine Betrugsmasche sein?

Die Cardano Webseite ist umfangreich mit technischen Informationen, aber auch konkreten und glaubwürdigen Anwendungs-Szenarien gefüllt. Nicht immer gut strukturiert, aber die Macher haben scheinbar viel mitzuteilen.

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Kommunalwahl-Prognose für Darmstadt

Logo Kommunalwahl Darmstadt

Die Kommunalwahlen in Darmstadt stehen kurz bevor. Meinungsumfragen gibt es nicht – also keine Anhaltspunkte über ihren Ausgang.

Beste Gelegeheit daher, eine persönliche Wahlprognose abzugeben. So habe ich bei einigen Bekannten angefragt, wie sie meinen, dass die Wahl ausgehen wird. Und im Internet nach Prognosen gesucht – bin jedoch nur bei FRIZZ fündig geworden.

Nach dem amtlichen Endergebnis werde ich auswerten, wer am nächsten dran lag. Außerdem werde ich die Mittelwerte aller Prognosen berechnen, um zu schauen, ob das eine bessere Prognose ergibt.

Nur als kleines Spiel. Just for fun.

Das sind möglicherweise die nur ersten Prognosen. Ich werde alle Prognosen berücksichtigen, die bis High Noon (12 Uhr) am Wahltag (14.3.) bei mir eingehen. Also Sonntag Nachmittag noch mal reinschauen.

Bis ein vorläufiges Endergebnis vorliegt, wird es vermutlich bis Donnerstag dauern. Am Sonntag werden nur die reinen Listenstimmen ausgezählt (was eine Tendenz zeigen sollte). All jene Stimmzettel, auf denen kummuliert und panaschiert wurde, werden dann in den folgenden Tagen ausgewertet und dadurch können sich sowohl die Sitze pro Liste noch verändern, als auch, wer für die jeweiligen Listen wirklich in die Stavo kommt.

Hier die bisher eingegangenen Prognosen:

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Kommunalwahlen: Elch-Test für direkte(re) Demokratie

Kommunalwahlen Hessen 2021

Direkte Demokratie ist ja ein populäres Schlagwort. Die Grundidee ist simpel und attraktiv. Statt Politiker:innen zu wählen, die über Gesetze entscheiden, werden alle Fragen von den wahlberechtigten Menschen selbst entschieden. Klingt attraktiv und gut.

Direkte Demokratie hat jedoch drei grundlegende Probleme:

Problem 1: Komplexität

Die meisten politischen Entscheidungen sind relativ komplex und ihre Folgen oft ungewiss. Die rechtlichen, technischen, witrschaftliche und sozialen Auswirkungen einer Entscheidung oft schwer zu durchschauen und noch schwerer zu beurteilen. Und oft ziemlich langweilig.

Selbst da wo es gelingt, eine Entscheidung auf nur zwei Alternativen zu reduzieren, holt die Komplexität die Erwartungen schnell ein. Nehmen wir den Brexit als Beispiel: Die britische Regierung hat ihren Bürger:innen die Entscheidung darüber, ob das Land in der EU verbleiben soll, oder nicht in die Hände einerVolksabstimmung gelegt. Die Befürworter eines Ausstiegs aus der EU haben knapp gewonnen. Doch: Ungeklärt bleibt, ob GB mit einen Vertrag aus der EU solle, oder ohne. Hätte die Abstimmung drei Alternativen abgefragt, wären die “Remain”-Anhänger wohl eine relative Mehrheit erreicht. Anders jedoch, wenn die Entscheidung zweistufig gefällt worden wäre: Erst ja oder nein, dann mit Vertrag oder ohne Vertrag. Aber selbst dann wäre ungeklärt, welche Aspekte im Brexit Vertrag wie geregelt werden.

Nachdem es nur eine binäre Entscheidung war (Ja oder Nein) haben die Briten jetzt einem Brexit mit Vertrag – mit dem die Mehrheit sehr unzufrieden ist: Die die keine Brexit wollten sowieso, und natürlich auch die, die unbedingt eine Brexit ohne Vertrag wollten. Aber darüber hinaus auch vielen von denen, die einen Brexit mit Vertrag wollten. Denn der geschlossene Vertrag entspricht nicht ihren Erwartungen. Eine Mehrheitsentscheidung hat die Mehrheit unglücklich gemacht. Ein Paradox?

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Sag ihre Namen

Gökhan Gültekin,

Sedat Gürbüz,

Said Nesar Hashemi,

Mercedes Kierpacz,

Hamza Kurtović, 

Vili Viorel Păun,

Fatih Saraçoğlu,

Ferhat Unvar

Kaloyan Velkov

#SAYTHEIRNAMESMehr

Bauverein Darmstadt auf Ab-(Kassier-)Wegen

Bauverein Häuser am Röhnring, Darmstadt
Foto: die-mietmeister.de

Schon in meinem Artikel “Projekt Darmstadt 2021” habe ich als einen der Teile der Stadt Darmstadt, über den ich (schon jahrelang) immer wieder Beschwerden höre (ohne selbst Kunde zu sein), den Bauverein genannt. Ein besonders weitreichender und auffälliger Fall davon, den ich schon eine Weile verfolge und der eine Nummer größer ist. Während in den Medien bisher vor allem das Vorgehen und die (so behauptet: überzogenenen) Mieterhöhungen des Bauvereins in der Kritik standen, wird jetzt immer klarer, dass der Bauverein wohl tatsächlich nicht rechtmäßig gehandelt hat. Kevin Bettin berichtet:

Ich hab persönlich durch […] Bauverein Fehler einen mittleren vierstelligen Betrag zurück holen können. Die uns bekannte Umlage Matrix bestand aus gewürfelten Pauschalwerten und war keinesfalls individuell an den Maßnahmen vor Ort ausgerichtet, was diese in sich nichtig macht.

Insbesondere bei den Bau- und Revonvierungsmaßnahmen um den Rhön- und Spessartring scheint der Bauverein die MieterInnen über den Tisch zu ziehen. Nicht wenige scheinen Mieterhöhungen mit viel zu hohen Umlage-Werten (Scheinmodernisierung) erhalten zu haben. Was zu (unfreiwilligen) Auszügen von Senioren und einkommensschwachen Mieter:inne:n geführt haben soll (das ZDF berichtete und HR defacto), die sich die Bauvereinsmiete nicht mehr leisten konnten. Im Einzelnen ist das (für mich) kaum nachzuprüfen – doch aus der Summe der Stimmen (durchaus vertrauenswürdig), die ich dazu höre und den Medien-Berichten ist das plausibel.

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